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Zwei Niederlagen ohne Tor lassen Edmonton nicht zweifeln

McDavid und Draisaitl treffen nicht und sind ein Sinnbild des momentanen Problems der Oilers-Offensive

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Freier Autor

"Es ist schwer jedes Spiel zu gewinnen." sagte Dave Tippett, Trainer der Edmonton Oilers, nach der zweiten Niederlage seines Teams hintereinander. Die Oilers verloren am Dienstag bei den Minnesota Wild mit 0:3 und blieben erneut torlos. Bereits am Sonntag konnte die herausragend besetzte Offensive Edmontons keinen Puck im Tor der Winnipeg Jets versenken und unterlag mit 0:1 nach Penaltyschießen.

In alle drei Pleiten der Spielzeit zusammengenommen, erzielten die Oilers lediglich einen Treffer. Es ist ersichtlich, dass die Erfolgschancen in Edmonton stark von der Produktion des Angriffs abhängig sind. Mit Connor McDavid und Leon Draisaitl stehen zwei der besten Punktesammler der vergangenen Saison für die Oilers auf dem Eis. Den beiden Superstars gelang es in den beiden Begegnungen gegen Winnipeg und Minnesota jedoch nicht, die Torflaute zu durchbrechen. McDavid blieb erst zum zweiten Mal in seiner NHL-Karriere in drei aufeinanderfolgenden Partien ohne Punkt, zuletzt durchlebte er ein solches Scoring-Tief vom 29. Dezember 2017 bis zum 2. Januar 2018.

"Es gibt Teams, besonders, wenn du auf unsere zwei oder drei vorherigen Gegner schaust, die verzweifelt versuchen sich, bereits jetzt, wieder in das Rennen um die Stanley Cup Playoffs zurück zu kämpfen. Wir hatten einen guten Start, aber wenn du gegen ein verzweifeltes Team spielst, dann musst du auch alles geben und dafür hatten wir nicht genug Benzin im Tank," fasste Tippett das Spiel gegen Minnesota zusammen.

Video: EDM@MIN: Staal per Rückhand zum zweiten Tor

Die aufeinanderfolgenden Niederlagen waren der erste größere Rückschlag für die Oilers nach einem herausragenden Start in die Saison. Draisaitl war einer der Erfolgsgaranten aus den anfänglichen acht Begegnungen. Der deutsche Angreifer steuerte in diesem Zeitraum 16 Punkte (sechs Tore, zehn Assists) bei. Die Niederlage in Minnesota ernüchterte Oilers-Angreifer Ryan Nugent-Hopkins: "Wir haben zum ersten Mal in dieser Saison zwei Partien hintereinander verloren und wir waren in diesem Match erstmals über weite Strecken unterlegen, haben Zweikämpfe verloren und so weiter."

Diese Unterlegenheit spiegelt sich auch in den Statistiken wider. Die Oilers gaben lediglich 25 Torschüsse ab. McDavid (1) und Draisaitl (2) unterstrichen diesen Mangel an Abschlüssen noch weiter. Das bislang herausragende Überzahlspiel funktionierte bei den beiden Shutout-Niederlagen nicht mehr wie gewohnt. Insgesamt vier Gelegenheiten blieben ungenutzt, so dass die Erfolgsquote auf, immer noch beachtliche, 35,7 Prozent gefallen ist. Draisaitl, der bereits fünf Punkte bei Überzahl erzielte, konnte dem schwächelnden Powerplay keinen Schwung verleihen und ist mit den beiden punktlosen Partien gegen die Wild und die Jets, nach einer Acht-Spiele-Punkte-Serie zu Saisonbeginn, ein Sinnbild der Oilers-Scoring-Krise.

 

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Der Tore-Schnitt Edmontons pro Partie fiel durch die beiden Matches von 3,875 auf 3,1. Inklusive der beiden Begegnungen blieben die Oilers erst viermal in der Saison unter drei eigenen Treffern. Drei dieser Partien gingen verloren (gegen die Chicago Blackhawks mit 1:3, Minnesota und Winnipeg). Das vierte Match gewann Edmonton am 18. Oktober gegen die Detroit Red Wings mit 2:1. Bereits hier konnten Schwierigkeiten beim Tore schießen ausgemacht werden. 

Gegen Winnipeg hätte bereits ein Treffer für den Erfolg ausgereicht, doch für die gegnerischen Teams ist die gute Offensive Edmontons ein weiterer Ansporn für herausragende Leistungen. "So wie Edmonton zu Beginn der Saison getroffen hat, ist es für uns einer dieser moralischen Siege," sagte Jets-Verteidiger Josh Morrissey nach der gegentorlosen Partie. 

Auch für die Torhüter im Gehäuse der Gegner ist es eine besondere Genugtuung die Top-Stürmer McDavid und Draisaitl tor- und punktlos zu halten. Winnipegs Connor Hellebuyck sicherte in der Overtime mit zwei Paraden bei Zwei-Auf-Eins-Kontern von Draisaitl und McDavid, sowie einem Alleingang McDavids die Siegmöglichkeit für die Jets. Zwei gehaltene Penaltys im Shootout besorgten Winnipeg den zweiten Punkt. Der ungewohnt schwache Umgang mit Chancen verwundert auch Oilers-Verteidiger Darnell Nurse: "Normalerweise brauchen wir nur ein oder zwei Versuche und er ist drin, aber es wird mehr Abende wie diesen geben."

"Es muss passieren, Dinge wie diese passieren jedem Team der Liga über die gesamte Saison gesehen. Am Ende geht es darum, wie du wieder in die Spur kommst und daheim antwortest," gab Nugent-Hopkins bereits den Ausblick auf die nächste Partie der Oilers. Am Donnerstag empfängt Edmonton die derzeit starken Washington Capitals (Fr. 3 Uhr MESZ; NHL.tv), die vier Begegnungen in Serie gewinnen konnten. Im heimischen Rogers Place ist Edmonton eine Macht und blieb bislang in vier Auftritten ohne Punktverlust. Eine gute Ausgangslage, um den Knoten in der Offensive zu lösen.

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