Bei diesem Eishockeyturnier ist keine Partie ein Selbstläufer, das war der DEB-Auswahl schon vor Beginn der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 der DEB-Auswahl klar gewesen, doch zwei Siege zum Auftakt in der Gruppe C hätten sie sich schon gewünscht. Nach dem 3:1-Erfolg gegen Dänemark am Donnerstag, war die deutsche Nationalmannschaft auch gegen Lettland leicht favorisiert, doch am Ende mussten sie sich den Balten mit 3:4 knapp geschlagen geben.
Wie gegen Dänemark erwischte die deutsche Nationalmannschaft einen Traumstart. Diesmal war es Lukas Reichel, der bereits nach 126 Sekunden Schwarz-Rot-Gold mit 1:0 in Front schoss. Doch anstatt aus der frühen Druckphase noch mehr Kapital zu schlagen, gab die Mannschaft von Bundestrainer Harold Kreis das Spiel aus der Hand. Auf den ersten Treffer der Letten zum 1:1 hatte sie noch postwendend eine Antwort durch Lukas Kälble parat, doch im zweiten Durchgang stellten die Letten erneut das Remis her, und im Schlussabschnitt zogen sie auf 4:2 davon, ehe in einer wilden Schlussphase bei 6-gegen-5 Tim Stützle mit dem Anschlusstreffer nur noch etwas Ergebniskosmetik betreiben konnte.
Der Maßnahme von Coach Kreis zum Ende des Mittelabschnitts seine Sturmreihen umzuformieren, blieb der Erfolg verwehrt. Leon Draisaitl, J.J. Peterka und Stützle sollten in den letzten gut 20 Minuten für kräftig Wirbel in der gegnerischen Zone sorgen. Dies gelang ihnen sogar, doch die Letten machten ihnen das Toreschießen schwer, indem sie hinten kompakt standen und es nicht an Zweikampfstärke missen ließen.
„Wir haben einfach nicht konsequent genug in der Neutralen Zone unsere Spielzüge gemacht und die Scheibe nicht hinter deren Verteidiger gebracht. Das haben die Letten heute gut gemacht und gut verteidigt. Wir hatten dennoch genug Chancen, um das eine oder andere Tor noch zu machen. Ja, das ist uns leider nicht gelungen“, konstatierte ein sichtlich frustrierter Draisaitl im Anschluss der Partie.
Der Kapitän kam in der Begegnung auf eine Eiszeit von 28:30 Minuten, und damit auf die meiste im Team. Auf das Konto des Centers von den Edmonton Oilers gingen bis zur 37. Minute sieben von 16 Schüssen der Deutschen. In der gesamten Partie schoss er zehn Mal auf den gegnerischen Kasten, doch die Scheibe sollte einfach nicht im Tor landen. Stützle konnte mit fünf Schüssen die zweitmeisten im deutschen Team verbuchen und bekam mit 26:14 Minuten die drittmeiste Eiszeit hinter Peterka mit 26:25 Minuten.
Der Stürmer der Ottawa Senators traf zudem einmal unglücklicherweise nur das Eck des Quergestänges. „Wir hatten eine Menge an Chancen und wir waren meiner Meinung nach, auch das bessere Team. Aber wir haben eben keinen Weg gefunden effektiv zu sein. Im Powerplay fand der Puck nicht den Weg ins Netz. Wir hatten viel Puckbesitz, doch was den Unterschied ausmachte, wir haben zu selten getroffen“, ärgerte sich Stützle.






















