Als deutscher Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 erlebte Leon Draisaitl einen magischen Moment. Nach einem durchwachsenen Turnier mit der DEB-Auswahl ist er zurück bei den Edmonton Oilers. Die hatten sich in den letzten Spielen vor der NHL-Olympiapause als launische Diva präsentiert. Drei Siegen, davon zwei in Overtime, folgten drei Niederlagen. Von daher sieht der Deutsche vor dem Re-Start in dieser Woche einiges an Verbesserungspotenzial.
„Wir müssen in den Spiegel schauen und uns ehrlich fragen, wie wir uns steigern können. Das betrifft jeden Einzelnen, von den Topleuten angefangen. Ich will niemand auf den Schlips treten, aber das ist nun einmal Fakt“, sagte Draisaitl am Dienstag im Anschluss an die Trainingseinheit. „Wir sollten nicht davon ausgehen, dass wir uns einfach so durchmogeln können wie in den vergangenen Jahren. Es sind nur noch etwas mehr als 20 Spiele zu absolvieren. Da müssen endlich in die Gänge kommen. Ich bin sicher, dass dies jeder von uns genauso sieht.“
Mit 64 Punkten (28-22-8) aus 58 Begegnungen stehen die Oilers in der Pacific Division zwar an zweiter Position. Doch die Konkurrenten um einen Platz in den Stanley Cup Playoffs sind ihnen dicht auf den Fersen. Der Vorsprung von Edmonton auf die Los Angeles Kings, die sich derzeit in der Western Conference als erstes Team außerhalb der Endrundenzone befinden, beträgt lediglich drei Zähler. „Wir wissen, wo wir stehen. In unserer Situation müssen wir Siege einfahren und Punkte sammeln, um uns einen Playoff-Spot zu sichern“, machte Draisaitl deutlich.
Dabei mithelfen soll sein Landsmann Josh Samanski. Der Angreifer wurde Ende Januar vom AHL-Farmteam Bakersfield zu den Oilers hochgezogen und brachte es seitdem in fünf Einsätzen auf zwei Assists. Bei Olympia bot er bei der deutschen Nationalmannschaft ansprechende Vorstellungen. „Josh hat ein starkes Turnier gespielt und bei den Einsätzen gegen die Elitespieler wichtige Erfahrungen gemacht. Das wird ihm bei seiner weiteren Entwicklung helfen“, erklärte Draisaitl.






















