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Die St. Louis Blues und ihr Schweizer Stürmer Pius Suter haben am Donnerstag im ersten Spiel nach der Olympiapause einen fulminanten 5:1-Heimsieg gegen die Seattle Kraken gefeiert. Überragender Akteur im Enterprise Center war Dylan Holloway, der einen Hattrick und einen Assist verbuchte. Seine beiden Reihenkollegen scorten ebenfalls fleißig. Suter stellte mit einem Tor und zwei Assists seine NHL-Karrierebestleistung an Punkten in einer Partie ein. Jonatan Berggren steuerte zwei Vorlagen zum Erfolg bei.

Vor der Unterbrechung des Spielbetriebs wegen der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 stotterte der Motor der Blues gewaltig. Drei Niederlagen in Folge und acht Pleiten aus den letzten neun Begegnungen (1-7-1) hatte die Mannschaft zu verzeichnen. Entsprechend erleichtert zeigten sich Spieler und Verantwortliche nach dem starken Auftritt gegen Seattle.

„Das war ein gelungener Wiedereinstieg für uns. In der Olympiapause haben wir den Kopf frei bekommen. Deshalb konnten wir heute unbelastet an die Arbeit gehen“, sagte Suter. „Manchmal ist es schwer, wenn es nicht so läuft, wie man es sich wünscht. Die NHL-freie Zeit hat uns definitiv geholfen. Hoffentlich können wir auf dieses Spiel aufbauen.“

Dass sich Suter in blendender Form befindet, war keine Überraschung. Er zählte bei Olympia zu den auffälligsten Akteuren der Schweiz. In den fünf Partien der Nati während des Turniers sammelte der Berner drei Punkte (zwei Tore, ein Assist). Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Denis Malgin nahm er als Center der zweiten Reihe eine wesentlich offensivere Rolle ein als ursprünglich angedacht. Diese Angriffslust hat er anscheinend aus Mailand mit nach St. Louis gebracht. In den 404 Einsätzen während der regulären Saison hat er nunmehr fünf Drei-Punkte-Spiele vorzuweisen.

SEA@STL: Suter gelingt ein Tor gegen Grubauer

Die dritte Angriffsformation der Blues mit Holloway auf Linksaußen, Suter als Mittelstürmer und Berggren auf Rechtsaußen besiegte die Kraken und deren deutschen Torwart Philipp Grubauer praktisch im Alleingang. Vier Tore und neun Punkte gingen auf das Konto des Trios.

„Wir haben uns gut bewegt und die Pucks kontrolliert. Es ist uns gelungen, das Spiel einfach zu halten, vors Tor zu ziehen und den Abschluss zu suchen. Das hat prima funktioniert. In einigen

Situationen hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück“, erläuterte Suter das Erfolgsgeheimnis seiner Reihe.

Blues-Trainer Jim Montgomery stellte der Formation verständlicherweise ein großes Lob aus. „Alle drei sind den Pucks entschlossen nachgegangen. Sie haben ihre Schnelligkeit genutzt und durch aggressives Forechecking viele gegnerische Puckverluste erzwungen“, äußerte er sich über die Darbietung von Holloway, Suter und Berggren. „In der Offensivzone haben sie gut im Dreieck gespielt und ihre Zweikämpfe gewonnen. Vor dem Tor sind sie sehr präsent gewesen. Der Treffer von Suter war dafür das beste Beispiel“, fügte der Coach hinzu.

Vor dem 4:1 schirmten die Blues die Scheibe gut ab und passten sie sicher durch die Defensivzone der Kraken. Suter nutzte ein Zuspiel von Holloway und setzte den Puck per Direktabnahme aus kurzer Distanz in die Maschen.

Für Holloway bedeutete der zweite NHL-Hattrick in seiner Karriere eine Erlösung. Wegen einer Knöchelverletzung hatte er 23 der zurückliegenden 24 Begegnungen verpasst. Nach einem Comeback-Versuch am 18. Januar gegen die Edmonton Oilers bekam er erneut Probleme und musste in der Folge weitere acht Mal am Stück pausieren.

„Es fühlt sich definitiv gut an. Nach so langer Zeit ohne Einsatz hat man mitunter das Gefühl, als gäbe es kein Licht am Ende des Tunnels, vor allem nach der erneuten Verletzung. Es ist hart, nur zuzusehen. Man will der Mannschaft helfen, bei den Jungs sein“, erklärte der Dreifachtorschütze. „Aus diesem Grund war es toll, wieder auf dem Eis zu stehen. Umso schöner ist es, wenn man dabei auch noch ein paar Tore schießt.“

In der teaminternen Scorerwertung sind 21 Punkte (11 Tore, 10 Assists) aus 35 Spielen für Holloway verzeichnet. Suter steht bei 18 Punkten (8 Tore, 10 Assists) aus 41 Partien. Sollte der Schweizer bis zum Saisonende alle noch ausstehenden Partien mitmachen, könnte er bei einem gleichbleibenden Punkteschnitt bei 29 Zählern aus 65 Spielen landen.

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