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Die Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 endeten am 22. Februar mit einem engen Finale, in dem die USA mit einem 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen Kanada Gold holten. Am 25. Februar beginnt nun der Spielbetrieb in der NHL wieder. Etwa 25 Spiele bleiben den 32 Teams noch, ehe für die 16 besten von ihnen die Stanley Cup Playoffs anstehen.

Hier sind zehn spannende Themen nach der Olympia-Pause:

Wer kommt gut aus der Pause?

Es kam lange nicht mehr vor, dass die NHL mitten während der Saison für mehrere Wochen pausierte. Wie die Mannschaften damit umgehen, wird ein entscheidender Faktor für den Rest der regulären Saison 2025/26 und die Qualifikation für die Playoffs sein. Manche Teams könnte die Unterbrechung aus dem Rhythmus bringen, für andere ein willkommener Neustart sein. Verletzte Spieler konnten sich erholen, einige kehrten mit Blessuren von den Olympischen Spielen zurück. Ein guter Start wird zum Wiedereinstieg extrem wichtig sein.

Trade Deadline

In den kommenden zwei Wochen wird die Gerüchteküche brodeln, denn am 6. März ist die NHL Trade Deadline, der Transferschluss für den Rest der Saison. Teams wie die Vancouver Canucks, Calgary Flames oder New York Rangers stehen am Tabellenende und dürften zu den Verkäufern gehören, während viele Mannschaften sich Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison machen und nach Verstärkung suchen. Allerdings gingen einige große Transfers, wie der von Artemi Panarin zu den Los Angeles Kings und der von Quinn Hughes zu den Minnesota Wild, schon über die Bühne.

Topscorer auf Augenhöhe

Am Sonntag waren Nathan MacKinnon und Connor McDavid noch Teamkollegen im Olympischen Finale, doch nun werden sie wieder Konkurrenten. Die beiden Kanadier liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Titel des Topscorers. McDavid führt die NHL aktuell mit 96 Punkten (34 Tore, 62 Assists) an, MacKinnon folgt mit 93 Zählern (40 Tore, 53 Assists). Allerdings könnte auch Nikita Kucherov (29 Tore, 62 Assists) noch eingreifen, er steht nur zwei Punkte hinter MacKinnon auf Rang drei.

WSH@EDM: McDavid mit der Rückhand zum Sieg

Ist Torjäger MacKinnon noch einzuholen?

Etwas deutlicher ist der Vorsprung schon im Rennen um die Rocket Richard Trophy für den besten Torjäger. Hier liegt MacKinnon mit 40 Treffern auf dem ersten Platz. McDavid hat mit 34 Toren einen gewissen Rückstand, danach folgen fünf Spieler mit je 32 Treffern. MacKinnon ließ in letzter Zeit aber nach. Seit Neujahr erzielte er nur sechs Tore. McDavid gelangen in der gleichen Zeit zehn Treffer. Unter den Spielern mit 32 Toren sind Jason Robertson, Kirill Kaprizov und Cole Caufield. Kaprizov und Robertson trafen in diesem Kalenderjahr schon neun Mal, Caufield ist mit 13 Toren der Spitzenreiter.

COL@DET: MacKinnon erzielt sein zweites Tor in diesem Spiel

Wird es noch spannend um Platz eins?

Die Colorado Avalanche hatten eine überragende erste Saisonhälfte, doch genau wie ihr Superstar MacKinnon, ließen sie in letzter Zeit nach. Sie schienen auf Platz eins der Liga bereits uneinholbar, ergatterten seit Neujahr aber nur 16 Punkte in 16 Spielen und stehen nun bei 83 Zählern aus 55 Partien. Drei Mannschaften, die Tampa Bay Lightning, Carolina Hurricanes und Minnesota Wild haben 78 Punkte, die Dallas Stars 77. Tampa machte im Januar und Februar ganze 13 Punkte auf den Ligaprimus gut, Carolina elf, Minnesota sieben und Dallas vier. Da Colorado mit Dallas und Minnesota in der Central Division spielt, könnte selbst das Heimrecht in den Playoffs in Gefahr sein, wenn es so weitergeht.

Spannung pur in der Eastern Conference

Weiter unten in der Tabelle kämpfen viele Mannschaften noch um einen Platz in den Playoffs. Besonders in der Eastern Conference ist das Rennen extrem eng. Sechs Mannschaften, die aktuell keinen Playoff-Platz belegen, sind maximal acht Punkte hinter der zweiten Wildcard. Lediglich die New Jersey Devils und New York Rangers liegen weiter zurück. Unter den Verfolgern befinden sich die Titelverteidiger Florida Panthers, Alex Ovechkin und die Washington Capitals und Tim Stützles Ottawa Senators. Trainer Marco Sturm hält mit den Boston Bruins aktuell die zweite Wildcard.

OTT@PHI: Stützle markiert den Siegtreffer

Wer schafft es im Westen?

In der Western Conference ist die Sache nicht ganz so offen, aber auch hier stehen noch wichtige Entscheidungen an. JJ Peterka und seine Utah Mammoth stehen mit 64 Punkten auf dem ersten Wildcard-Platz, die Anaheim Ducks haben mit 63 Zählern die zweite Wildcard inne. Die Los Angeles Kings folgen drei Punkte hinter den Ducks, müssen aber auf ihren Schweizer Starstürmer Kevin Fiala verzichten, der sich in Mailand verletzte. Noch einen Punkt dahinter liegen die Nashville Predators und Kapitän Roman Josi. Ein weiterer Zähler trennt sie von den San Jose Sharks, deren Topscorer Macklin Celebrini in Italien ein überragendes Turnier ablieferte.

Neues Playoff-Bild

Es sieht so aus, als würde sich im Vergleich zu den vergangenen Jahren in den Playoffs einiges ändern. Leon Draisaitl würde nach aktueller Lage mit den Edmonton Oilers ausnahmsweise nicht auf die Los Angeles Kings treffen. Die Winnipeg Jets waren in der vergangenen Saison das beste Team der Liga, sind nun aber weit von den Playoffs entfernt. Stattdessen sind die Ducks, Mammoth und Seattle Kraken auf einem Playoff-Platz, die sich vergangene Saison alle nicht qualifizierten.

In der Eastern Conference sind Tampa, Carolina und die Montreal Canadiens die einzigen Playoff-Teilnehmer aus dem Vorjahr, die nach jetzigem Stand qualifiziert wären. Die Detroit Red Wings, Buffalo Sabres, Bruins, New York Islanders und Pittsburgh Penguins stehen alle vor der Rückkehr in die Playoffs.

Schaefer und das Calder-Rennen

Für die erfolgreiche Saison der Islanders ist Rookie-Verteidiger Matthew Schaefer ein wichtiger Faktor. Der erste Pick aus dem NHL Draft 2025 ist mit 39 Punkten (16 Tore, 23 Assists) der drittbeste Rookie-Scorer und -Torschütze und der viertbeste Torjäger unter allen Verteidigern der NHL. Er ist der Spitzenkandidat für die Calder Trophy, mit der der beste Rookie der Saison ausgezeichnet wird. Streitig machen können ihm die Trophäe eigentlich nur Ivan Demidov von den Canadiens und Beckett Sennecke von den Ducks. Demidov führt alle Rookies mit 46 Punkten (zwölf Tore, 34 Assists) an. Sennecke liegt mit 44 Punkten (18 Tore, 26 Assists) auf Platz zwei und ist der beste Torjäger.

PIT@NYI: Schaefer trifft bei nur noch 2,3 Sekunden im ersten Drittel

Wer bekommt den ersten Pick?

Am unteren Ende der Tabelle ist der Glaube an die Playoffs bei vielen Teams vermutlich schon aufgegeben worden und die Hoffnung auf den ersten Pick im NHL Draft 2026 lebt. Welche Mannschaft den bekommt, wird in der NHL Draft Lottery ausgelost. Allerdings steigen hierfür die Chancen, je weiter unten man am Ende der Saison in der Tabelle steht. Aktuell sind die Canucks sieben Punkte hinter den St. Louis Blues das Schlusslicht.

Als ‘Preis’ winken diesen Mannschaften hochtalentierte Spieler wie Gavin McKenna oder Ivar Stenberg. McKenna galt zu Beginn der Saison als die klare Nummer eins des Draft-Jahrgangs und als absolutes Ausnahmetalent. Allerdings wurde er in den Augen vieler Experten mittlerweile vom schwedischen Stürmer Stenberg überflügelt.

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