Leon Draisaitl fieberte den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 lange entgegen. Im Vorfeld stellte er klar, dass ein Olympiasieg für ihn den gleichen Wert habe wie der Stanley Cup. Dem 30-Jährigen war bewusst, dass ein Olympiasieg mit der deutschen Nationalmannschaft kaum möglich sein würde. Doch eine Medaille blieb das Ziel.
Dieser Traum zerplatzte nun mit der 2:6-Niederlage im Viertelfinale gegen die Slowakei. Auch wenn das zwischenzeitliche 2:5 von Frederik Tiffels in der 50. Spielminute einen Hoffnungsschimmer aufkommen ließ, erblasste diese Hoffnung danach von Minute zu Minute.
Zu viele Konter zugelassen
Draisaitl war die Enttäuschung anzusehen, als er auf der Bank saß. Er blickte auf das Eis, schaute dann zur Seite – und fand vermutlich selber keinen Grund mehr, um an ein Comeback-Wunder zu glauben. Ihm war klar, dass die DEB-Auswahl einfach zu viele Fehler gemacht hat, um die formstarken Slowaken zu besiegen.
„Ich weiß nicht, wie viele Konter wir zugelassen haben. Es waren jedenfalls viel zu viele“, sagt er. Einen bestimmten Grund für die vielen Puckverluste, die die Slowakei zu bestrafen wusste, konnte er selber nicht benennen. „Manchmal ergab sich das aus den jeweiligen Situationen, manchmal waren es mehr individuelle Fehler.“ Sicher sei nur: „So hat man keine Chance.“
Mit einem Sieg hätte Deutschland das Halbfinale erreicht, sodass eine Medaille realistisch gewesen wäre. „Das ist eine verbrauchte Chance, die wir nicht genutzt haben. Das tut weh“, sagt Draisaitl daher.





















