1932, 1976, 2018 – und jetzt 2026? Von Team Deutschland bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 eine Medaille zu erwarten, wäre etwas überzogen. Und das, obwohl die DEB-Auswahl diesmal dank der Unterstützung aus der NHL sehr gut bestückt ist. Aber der Faktor NHL kommt bei jedem Teilnehmer im Turnier zum Tragen. Die Deutschen können in der Spitze zwar durchaus mit einigen Top-Akteuren glänzen. In der Breite sind andere allerdings besser besetzt. Um den Traum von einer erneuten Olympia-Medaille wahr werden zu lassen, muss folglich ganz viel zusammenpassen.
Das Nahziel ist für Deutschland erstmal die Qualifikation fürs Viertelfinale. Ob das direkt über gute Leistungen in der Gruppenphase oder über die Playoffs passiert, sollte keine Rolle spielen. Die Gruppe mit den USA als vermeintlichem Favoriten, Dänemark und Lettland scheint jedenfalls machbar. Auch wenn kein Gegner zu unterschätzen ist – die Dänen und die Letten kann Deutschland bezwingen. Ein Vorteil für das DEB-Team: Bei der Auslosung war den Deutschen das Glück hold. Am 12. Februar (21.10 Uhr) geht es zuerst gegen Dänemark, danach am 14. Februar (12.10 Uhr) gegen Lettland. Am 15. Februar (21.10 Uhr) wartet dann mit den USA der dickste Brocken in der Gruppe.
Angeführt wird die Mannschaft selbstverständlich von etlichen NHL-Spielern. Aber auch da gibt es Unterschiede. Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers, Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier, sticht zweifellos heraus. Der beste Torjäger der NHL in der vergangenen Saison (52 Tore) wird die zentrale Figur im deutschen Angriff sein und kann auch Freiräume für seine Mitspieler reißen. Wenn die Mannschaft von Trainer Harold Kreis es versteht, diese Räume geschickt zu nutzen, ist offensiv einiges möglich. NHL-Unterstützung bekommt Draisaitl im Sturm von Tim Stützle von den Ottawa Senators, JJ Peterka von den Utah Mammoth, Nico Sturm von den Minnesota Wild und Lukas Reichel von den Vancouver Canucks.























