Für Leon Draisaitl wird in Mailand ein Traum war. Der Superstar der Edmonton Oilers tritt bei den Olympischen Winterspielen Milano Cortina 2026 erstmals in einem Olympischen Turnier an. Er führte bei der Eröffnungszeremonie das deutsche Kontingent als Fahnenträger an. Nun fuhr er mit Deutschland im Auftaktspiel in der Vorrundengruppe C gegen Dänemark auch den ersten Sieg ein. Zum 3:1-Erfolg steuerte er ein Tor und einen Assist bei.
Wie der Papa
Ein Draisaitl bei den Olympischen Spielen, das weckt bei manchem Fan wohl Erinnerungen. Leons Vater Peter Draisaitl vertrat Deutschland drei Mal bei den Spielen. Zuletzt trat er 1998 in Nagano an. Damals führte er die deutsche Mannschaft mit vier Punkten (zwei Tore, zwei Assists) in vier Spielen als Topscorer an.
Jetzt folgt Draisaitl Junior in den Fußstapfen der deutschen Eishockey-Legende und ist mit zwei Punkten im ersten Spiel auf bestem Weg ebenfalls der punktbeste Spieler zu werden. Peter Draisaitl war damals ein Führungsspieler, genau wie nun sein Sohn, der sogar das C des Kapitäns auf der Brust trägt.
Blitzstart für Draisaitl
Die Partie hätte für Draisaitl und die deutsche Mannschaft nicht besser beginnen können. Im ersten Wechsel brachte Frederick Tiffels den Puck ins gegnerische Drittel, stoppte ab und spielte die Scheibe vor das Tor, wo Draisaitl das Zuspiel nach nur 23 Sekunden direkt verwertete. Ein sehenswertes Tor, das für die beiden Stürmer besondere Bedeutung hat. Draisaitl und Tiffels sind zusammen aufgewachsen und bis heute sehr eng befreundet.
„Das war natürlich emotional“, gab Draisaitl zu. „Es war einfach cool, dass Freddy und ich das zusammen gemacht haben, das ist schon sehr speziell. Diese Spiele haben wir zusammen als Kids auf der Straße in Köln gespielt. Natürlich ist das irgendwie emotional, aber es war einfach wichtig, dass wir heute gewonnen haben.“
Die Führung hielt nicht lange, denn die Dänen wurden ab der Hälfte des ersten Drittels deutlich stärker und glichen durch ihre NHL-Spieler Nikolaj Ehlers als Vorbereiter und Oscar Fisker Molgaard als Vollstrecker aus.
„Da haben wir ein bisschen den Fuß vom Gas genommen und nicht mehr ganz so aggressiv gespielt“, bemängelte Draisaitl. „So haben wir die Dänen wieder ins Spiel gelassen. Das müssen wir besser machen, keine Frage.“





















