Mittendrin ist der deutsche Stürmer Tim Stützle mit seinen Ottawa Senators, die mit acht verbleibenden Spielen (sechs Heimspiele, zwei Auswärtsspiele) 86 Punkte (38-26-10) auf dem Konto haben und den ersten Verfolgerplatz hinter den Wildcards einnehmen. Zwei Zähler vor ihnen liegen die Columbus Blue Jackets auf dem zweiten Wildcard-Platz.
Der jüngste Trip von Ottawa nach Florida lief mit einer 2:4-Niederlage bei den Lightning am Samstag und einer 3:6-Niederlage bei den Florida Panthers am Dienstag wenig erfreulich. Vor allem die Art und Weise, wie diese zu Stande kamen, hat die Senators in ihrem Selbstverständnis etwas zurückgeworfen. In Tampa lagen sie schnell mit 2:0 in Führung, ehe durch vier unbeantwortete Tore noch zu verlieren, und bei den Panthers folgte ein katastrophales erstes Drittel, in dem sie 0:5 zurücklagen.
„Solche Dinge passieren einfach“, sagte Stützle noch am Montag nach dem Training in Fort Lauderdale zum Spiel in Tampa lapidar gegenüber NHL.com/de. Doch waren zu dem Zeitpunkt alle der Meinung, dass es am Dienstag anders laufen würde. „Wir hatten zuvor eine 15-3-2-Bilanz oder so. Da sollte uns so etwas nicht umwerfen.“ Am Donnerstag im Heimspiel gegen die Buffalo Sabres sind sie aber dringend gefordert, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.
Dabei hatten die Senators zwischen den beiden Spielen in Florida sogar ungewöhnliche zwei Tage Spielpause, die sie in einem Hotel am Strand von Fort Lauderdale verbrachten.
„Wir waren mit der gesamten Mannschaft Essen und sonst hatten wir am Sonntag einen Tag frei, was auch einmal ganz guttat“, erzählte Stützle. „Wir sind etwas spazieren gegangen, aber sonst waren wir sehr inaktiv und haben uns generiert.“
Aus deutscher Sicht ist interessant, dass Stützle ausgerechnet mit seinen Freunden Moritz Seider von den Detroit Red Wings und Lukas Reichel, der bei den von Marco Sturm trainierten Bruins spielt, im Osten um den Einzug in die Playoffs kämpft. Die Red Wings (39-27-8) liegen punktgleich hinter den Senators (nur wegen den weniger Siegen nach regulärer Spielzeit), und die Bruins haben sich mit 94 Punkten (43-24-8) auf dem ersten Wildcard-Platz schon etwas abgesetzt.
„Ich konzentriere mich viel auf mich selbst und was wir hier haben“, erklärt Stützle auf die Frage nach Seider und Reichel. „Ich habe Selbstvertrauen, dass wir eine gute Mannschaft haben. Wir müssen unsere Leistungen bringen. Das ist es, was zählt.“
Sollte der Einzug in die Playoffs gelingen, dann könnte es diese Saison weit gehen, nachdem die Senators im Vorjahr in der ersten Runde knapp an den Toronto Maple Leafs gescheitert waren. Doch in diesem Jahr ist vieles anders, nachdem es im Osten aufgrund des geschildert engen Tabellenbildes keine ausgesprochenen Favoriten gibt.