Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Ottawa Senators und den Pittsburgh Penguins

Tim Stützle ist der jüngste Spieler in der Geschichte der Ottawa Senators, der die Marke von 400 Scorerpunkten erreicht hat. Er schaffte diesen Meilenstein am Donnerstag im Alter von 24 Jahren und 70 Tagen mit zwei Assists beim Heimspiel gegen die Pittsburgh Penguins. Der Deutsche verdrängte dadurch Alexei Yashin (25 Jahre, 153 Tage) vom ersten Platz in dieser Kategorie. Kleiner Wermutstropfen: Die Partie ging mit 3:4 n.P. verloren, was für die Senators einen Rückschlag im Kampf um einen Platz in den Stanley Cup Playoffs bedeutete. Sie fielen aus den Wildcard-Plätzen in der Eastern Conference heraus.

Stützle bekam zunächst den Secondary Assist beim 1:0-Führungstor von Drake Batherson bei einem Powerplay im ersten Drittel gutgeschrieben. Dabei handelte es sich um seinen Jubiläumspunkt. Im letzten Abschnitt leistete er noch die Vorarbeit zum zweiten Treffer seines Teamkollegen an diesem Abend. Der Viersener benötigte mit 439 Partien die drittwenigsten Einsätze in der Klubhistorie, um die 400 Punkte voll zu machen und am Ende sogar zu übertreffen. Schneller als er waren lediglich Jason Spezza (388 Spiele) und Alexei Yashin (417).

PIT@OTT: Batherson trifft im Powerplay

Die 401 Zähler von Stützle setzen sich aus 147 Toren und 254 Assists zusammen. In der Allzeit-Scorerwertung der Senators belegt er nun den sechsten Rang. In der laufenden Saison hat der Center einen Punktschnitt von 1,04 vorzuweisen. Nach 72 Partien sind für ihn 75 Punkte (32 Tore, 43 Assists) registriert. Er ist damit erfolgreichster Torjäger, bester Vorlagengeber und Topscorer seiner Mannschaft.

Zudem ist Stützle erst der vierte in Deutschland geborene Spieler, der die Schallmauer von 400 Punkten in der NHL durchbrochen hat. Vor ihm gelang dies Leon Draisaitl (1053 Punkte), Marco Sturm (487) und Jochen Hecht (463).

Vor dem Duell mit den Penguins im Canadian Tire Centre hatten die Senators vier Spiele in Folge gewonnen. Dass sie gegen Pittsburgh zumindest einen Zähler behielten, hatten sie nach Ansicht von Kapitän Brady Tkachuk in erster Linie ihrem Torwart Linus Ullmark zu verdanken. Er brachte es auf 35 Saves, was einer Fangquote von 92,1 Prozent entsprach. „Linus hat den einen Punkt für uns festgehalten. Er hat eine fast unwirkliche Leistung geboten und genau zum richtigen Zeitpunkt einige Glanzparaden gezeigt. Ohne ihn wären wir sicherlich komplett leer ausgegangen“, sagte Tkachuk.

Bei Ullmark waren die Gefühle gemischt. „Im ersten und zweiten Drittel sind wir ein wenig hinterhergelaufen. Im dritten Durchgang haben wir dagegen eine stark gespielt. Bei einer besseren Chancenverwertung wäre mehr drin gewesen als der eine Punkt zum Schluss“, erläuterte er.

Ullmark 03 26 26

Doppeltorschütze Batherson hätte ebenfalls gerne einen Sieg eingefahren, um eine Handvoll Erfolge am Stück perfekt zu machen. „Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn wir beide Punkte hierbehalten hätten. Aber den einen Zähler nehmen wir gerne mit, vor allem in Anbetracht der schweren Aufgabe, die uns am Samstag in Tampa erwartet“, gab der Angreifer zu Protokoll. Die Lightning sind ein direkter Konkurrent in der Atlantic Division. Sie liegen mit 94 Punkten an zweiter Stelle in der Gruppe und haben bei einem Spiel weniger acht Zähler Vorsprung auf Ottawa.

„Gerade, weil es so ein enges Match gewesen ist, schmerzt die Niederlage besonders. Alles in allem haben wir eine ziemlich gute Vorstellung geboten“, lautete das Fazit von Senators-Trainer Travis Green.

Im Penaltyschießen verwertete Batherson als einziger Schütze von Ottawa seinen Versuch. Stützle und Shane Pinto scheiterten dagegen. Auf der Gegenseite trafen Egor Chinakov und Ben Kindel, die damit den doppelten Punktgewinn für die Penguins unter Dach und Fach brachten.

Trotz des entgangenen Sieges dürfen die Senators zuversichtlich bleiben, was ihre Aussichten auf die Playoffs anbelangt. Der Trend ist nach wie vor auf ihrer Seite. In den 21 Spielen seit dem 25. Januar legten sie mit einer Matchbilanz von 15-3-3 und den daraus resultierenden 33 Punkten eine fulminante Aufholjagd hin. Der Rückstand auf die Boston Bruins, die im Moment die erste Wildcard im Osten in Händen halten, beträgt lediglich zwei Punkte. Der Rückstand auf die New York Islanders, die Ottawa durch den 2:1-Heimsieg gegen die Dallas Stars vom zweiten Wildcard-Platz verdrängten, beläuft sich auf einen Zähler.

Verwandte Inhalte