Nach der 2:4-Auftaktniederlage im Western Conference Finale 2026 am Mittwoch gegen die Vegas Golden Knights stehen die Colorado Avalanche bereits im zweiten Heimspiel der Best-of-7-Serie unter Druck. Vor eigenem Publikum will das punktbeste Team der Hauptrunde in der heimischen Ball Arena am Freitag (8 p.m. ET; Sa. 2 Uhr MESZ) den Ausgleich erzwingen, ehe die Serie nach Nevada weiterzieht. Die Voraussetzungen dafür könnten allerdings kaum spannender sein: Colorado bangt weiter um den angeschlagenen Superstar Cale Makar, Vegas setzt seinerseits einmal mehr auf einen überragenden Carter Hart im Tor – und beide Mannschaften wissen, wie richtungsweisend dieses zweite Duell werden kann.
Makars Fehlen verändert Colorados gesamtes Spiel
Wie groß Makars Einfluss auf das Spiel der Avalanche ist, zeigte sich bereits in Spiel 1 deutlich. Der Routinier musste kurzfristig mit einer nicht näher bekannten Verletzung passen, nachdem er seit dem Ende der Serie gegen die Minnesota Wild nicht mehr trainiert hatte.
Trainer Jared Bednar machte keinen Hehl daraus, wie schwer der Ausfall wiegt. „Er ist ein enorm wichtiger Spieler. Er steht unglaublich viel auf dem Eis“, sagte er. Gerade in den Bereichen, in denen Colorado Probleme gehabt habe, lägen normalerweise Makars größte Stärken. „Natürlich hat das Auswirkungen auf alles. Da gibt es definitiv einen Dominoeffekt.“
Ohne ihren Spielmacher aus der Defensive wirkte Colorado ungewohnt fehleranfällig im Aufbau. Auch die Topreihe um Nathan MacKinnon, Gabriel Landeskog und Martin Necas fand lange kaum Zugriff auf die Partie. Die Avalanche hatten zuvor acht von neun Playoff-Spielen mit Makar gewonnen – ohne ihn setzte es sofort eine weitere Niederlage.
Immerhin gibt es vor Spiel 2 neue Hoffnung: Makar stand am Donnerstag beim optionalen Training wieder mit auf dem Eis, sein Einsatz bleibt jedoch weiterhin fraglich.
Colorado fordert mehr Präzision und Tempo
Nach der Auftaktniederlage richtete Colorado den Fokus vor allem auf die eigene Leistung. Bednar bemängelte fehlende Präzision, langsames Umschaltspiel und zu viele Scheibenverluste.
„Wir haben ihnen durch unsere Turnover und schlechte Ausführung mehrere Überzahlsituationen geschenkt“, erklärte der Avalanche-Coach. Besonders mit der Scheibe müsse seine Mannschaft deutlich besser werden. Zwar gefiel ihm das dritte Drittel mit der späten Aufholjagd, insgesamt brauche Colorado aber „über die kompletten 60 Minuten eine deutlich bessere Leistung“.






















