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Die Colorado Avalanche befinden sich in den Stanley Cup Playoffs 2026 erstmals im Hintertreffen. Nach der 2:4-Auftaktniederlage gegen die Vegas Golden Knights am Mittwoch liegt Colorado im Western Conference Finale 2026 mit 0:1 zurück – eine ungewohnte Situation für das punktbeste Team der regulären Saison. Mit 121 Punkten gewannen die Avalanche die Presidents’ Trophy und marschierten zuvor mit einer Bilanz von 8:1 durch die ersten beiden Playoff-Runden. Nun soll in Spiel 2 der Best-of-7-Serie am Freitag (8 p.m. ET; Sa. 2 Uhr MESZ) in der Ball Arena zu Denver die direkte Antwort folgen.

Vor allem Nazem Kadri zeigt sich trotz der Niederlage überzeugt vom eigenen Weg. „Wir sind ein gutes Team. Unser Vertrauen in unsere Fähigkeiten hängt nicht davon ab, ob wir gewinnen oder verlieren – besonders nicht so früh in einer Serie“, erklärte der Stanley Cup Champion von 2022 am Donnerstag nach dem Training. Kadri war der Meinung, dass Colorado über weite Strecken genug getan habe, um Spiel 1 zu gewinnen. „Wir haben viele gute Dinge gemacht, auch wenn wir zeitweise etwas schlampig waren. Aber man muss ihnen Respekt geben – sie haben sich das Spiel gestohlen. Jetzt müssen wir reagieren.“

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Colorado Avalanche und den Vegas Golden Knights

Die Aufarbeitung der Niederlage verlief intern schonungslos. Trainer Jared Bednar analysierte gemeinsam mit der Mannschaft sämtliche Szenen per Video. „Wir reden nichts schön“, erklärte Bednar. „Wir zeigen die guten Dinge, aber auch die Fehler. Zu dieser Jahreszeit gibt es keine Geheimnisse.“ Der Coach betonte, dass viele Probleme hausgemacht und korrigierbar seien. Gleichzeitig verwies er auf die hohe Erwartungshaltung innerhalb des Teams: Jeder Spieler müsse wissen, welche Lösungen mit dem Puck gefragt seien, um den eigenen Stil konsequent durchziehen zu können.

Ein großes Thema bleibt der Gesundheitszustand von Cale Makar. Der Starverteidiger fehlte bereits in Spiel 1 und gilt weiterhin als „day to day“. Zwar stand Makar am Donnerstag wieder auf dem Eis, doch Bednar konnte kein Update für Spiel 2 geben. Kadri machte deutlich, wie sehr Makar dem Team fehlt: „Was macht er eigentlich nicht, das uns hilft? Sein Puck-Moving ist enorm wichtig. Als Stürmer weiß ich, dass ich nur freien Raum finden muss und der Pass kommt.“

Auch Verteidiger Devon Toews sieht trotz des Fehlstarts keinen Grund zur Panik. Colorado habe über lange Phasen die Kontrolle gehabt, den Golden Knights aber zu viele einfache Chancen ermöglicht. „Wir müssen unser Spiel über volle 60 Minuten durchziehen“, sagte Toews. Gleichzeitig forderte er bessere Starts: „Wir müssen früher in Führung gehen und den Gegner unter Druck setzen, statt ständig reagieren zu müssen.“

Die Zahlen machen zumindest Hoffnung: Colorado gewann historisch 25 von 34 Heimspielen in einem zweiten Spiel einer Playoff-Serie. Genau auf diese Reaktion setzen sie bei den Avalanche nun – und Kadri kündigte sie bereits an: „Ich weiß, dass eine Antwort kommen wird.“

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