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NHL.com/de präsentiert in der Rubrik Rookie Watch aktuelle Themen rund um die diesjährigen Rookies. In dieser Ausgabe: Spätes Debüt verspricht große Zukunft.

Jeder junge Eishockeyspieler träumt davon, zum Auftakt der Saison in der Aufstellung eines NHL-Teams zu stehen. In jeder Saison bringen die Mannschaften aber einige äußerst talentierte Akteure erst spät in der Saison in den Kader, oft nachdem sie ihre Spielzeit an der Universität oder in einer anderen Liga beendet haben. Erfahrungsgemäß haben oft genau diese Spieler eine große Zukunft vor sich.

Knies, Faber und Demidov als Paradebeispiele

Beispiele für eine starke Entwicklung nach einem Debüt spät in der Saison gibt es mehr als genug. Alleine in den vergangenen fünf Jahren lassen sich mehrere Namen nennen.

In der Saison 2022/23 wurde Matthew Knies von den Toronto Maple Leafs nur drei Spiele vor Ende der regulären Saison in den Kader berufen. Er verzeichnete in diesen drei Partien seinen ersten Assist und legte mit vier Punkten (ein Tor, drei Assists) in sieben Spielen eine starke Serie in den Stanley Cup Playoffs nach. Knies entwickelte sich über die nächsten beiden Spielzeiten stetig weiter und ist in der laufenden Saison mit 59 Punkten (20 Tore, 39 Assists) Torontos drittbester Scorer.

Im selben Jahr wie Knies wurde auch Verteidiger Brock Faber von den Minnesota Wild nur zwei Spiele vor Saisonende in die NHL geholt. Heute gehört er zur Elite seiner Zunft und bildet für die Wild mit Superstar Quinn Hughes ein gefährliches Duo an der blauen Linie. Mit den USA gewann er im Februar die Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen.

Ein jüngeres Beispiel ist Ivan Demidov. Er machte gegen Ende der vergangenen Saison den Schritt aus Russland nach Nordamerika und erzielte in seinen ersten beiden Spielen gleich sein erstes Tor und seinen ersten Assist. Jetzt ist er als Rookie mit den Montreal Canadiens auf Playoff-Kurs und ist mit 54 Punkten (15 Tore, 39 Assists) der zweitbeste Rookie-Scorer der Liga und der fünftbeste Scorer der Canadiens.

CAR@MTL: Demidov startet einen Konter und vollendet sein Solo sehenswert

Yakemchuk im Rampenlicht

Besondere Beachtung erhielt zuletzt der Karrierestart von Carter Yakemchuk bei den Ottawa Senators. Die Senators drafteten den heute 20-jährigen Verteidiger 2024 mit dem siebten Pick in der ersten Runde. Am Dienstag kam er zu seinem ersten NHL-Spiel und beging sein Debüt mit einem Paukenschlag.

Ottawa befindet sich nach einer bemerkenswerten Aufholjagd mitten im Kampf um einen Playoff-Platz in der Eastern Conference. Am Dienstag traten sie gegen die Detroit Red Wings an. Zu diesem Zeitpunkt lag Detroit mit 84 Punkten einen Zähler hinter einem Wildcard-Platz, Ottawa folgte einen weiteren Punkt dahinter. In einem engen Spiel legte Yakemchuk in der 18. Minute das 1:0 im Powerplay durch Brady Tkachuk auf und erzielte in der 30. Minute selbst das 2:0. Die Senators gewannen die Partie am Ende mit 3:2 und nahmen dadurch den New York Islanders die zweite Wildcard ab.

Kein Einzelfall

Yakemchuks Einstand in der NHL war beeindruckend, er ist aber kein Einzelfall. 16 Skater und ein Torwart bestritten im März das erste Spiel ihrer Rookie-Saison. Eine Reihe davon kann bisher äußerst respektable Ergebnisse vorweisen.

Drei weitere Verteidiger springen besonders ins Auge, allen voran Cole Hutson. Der Bruder von Montreals Star-Verteidiger Lane Hutson traf in seinem Debüt für die Washington Capitals am 18. März und setzte seitdem in vier weiteren Partien zwei Assists drauf. Mit weniger prominenten Namen stehen Mike Benning und Ryan Ufko etwas in seinem Schatten, doch ihre Leistungen sind ähnlich stark. Benning verzeichnete drei Assists in sieben Spielen für die Florida Panthers und Ufko verbuchte zwei Tore und drei Assists in elf Partien für die Nashville Predators.

In der Offensive dürfen sich die Philadelphia Flyers und Chicago Blackhawks über frischen Wind freuen. Die Blackhawks brachten zuletzt Anton Frondell, den dritten Pick beim NHL Draft 2025 aufs Eis. Er lieferte zwei Assists in zwei Spielen. Für die Flyers ist Alex Bump eine angenehme Überraschung. Sie drafteten ihn 2022 erst in der fünften Runde an insgesamt 133. Stelle. Jetzt kommt er in zehn NHL-Spielen schon auf sechs Punkte (drei Tore, drei Assists).

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All diese Rookies legten mit einem hervorragenden Start in die Karriere den Grundstein, um in die Fußstapfen von Spielern wie Knies und Faber zu treten. Ihr Potenzial zeigten sie bereits in ihren ersten Spielen. Nächste Saison könnten sie zu den Favoriten im Kampf um die Calder Trophy für den besten Newcomer der NHL zählen und in wenigen Jahren könnten sie die Stars ihrer Mannschaften sein.

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