Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Carolina Hurricanes und den Montreal Canadiens

Wer dachte, die kurze Ruhepause von drei Tagen wäre für die Montreal Canadiens ein Nachteil, wurde in Spiel 1 des Eastern Conference Finales eines Besseren belehrt. Die Canadiens lieferten am Donnerstag mit dem 6:2 bei den Carolina Hurricanes ein echtes Spektakel ab.

Nachdem sie einen frühen Rückstand nach 33 Sekunden kassiert hatten, antworteten sie innerhalb von elf Minuten mit vier Treffern durch Cole Caufield, Phillip Danault, Alexandre Texier und Ivan Demidov. Im Schlussdrittel sorgte Juraj Slafkovský mit einem Doppelpack für den Endstand von 6:2.

Die Vorbereitung begann früh

Ein Schlüssel zum Sieg war die richtige Vorbereitung: Auch wenn Spiel 7 der Zweiten Runde gegen die Buffalo Sabres erst am Montagabend bestritten wurde, hatte die Analyse zu den Hurricanes bereits weit früher begonnen.

„Wir wussten schon lange, dass wir auf Carolina treffen würden, wenn wir Buffalo schlagen. Natürlich leisten unsere Analysten im Hintergrund viel Detailarbeit für uns. Sie haben hart gearbeitet, während wir noch damit beschäftigt waren, die Serie gegen Buffalo zu entscheiden“, erklärte Trainer Martin St. Louis.

Dennoch war es wichtig, die Spieler in der kurzen Vorbereitungszeit nicht zu überfordern. „Man muss aufpassen, den Spielern in kurzer Zeit nicht zu viele Informationen zu geben. Wir mussten uns auf ein paar Dinge konzentrieren und genau das haben wir getan“, so der Trainer.

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Arbeit erledigt, Chancen effektiv genutzt

Die positiven Folgen zeigten sich auf dem Spielfeld: „Heute haben wir unsere Identität aufs Eis gebracht, mit einer guten Balance“, lobte St. Louis. „Mit dem Puck haben wir die Arbeit erledigt und unsere Chancen sehr effektiv genutzt. Unsere Spieler haben Instinkt bewiesen.“

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Center Jake Evans erklärte, dass die Umstellung auf die neue Serie keineswegs einfach war: „Es ist emotional wirklich schwierig, direkt aus einem engen siebten Spiel in eine neue Runde zu starten, weil man sich noch in einem Hochgefühl befindet. Man muss sich erst wieder ein wenig erden und sich klarmachen, dass man besonders gegen eine solche Mannschaft wie diese nicht mit 0:1 in Rückstand geraten darf.“ Dies ist seiner Mannschaft zwar passiert: „Aber dann waren wir in den folgenden zehn Minuten im Abschluss richtig stark. Das war der Schlüssel.“

Ein guter Kadermix

Die Canadiens scheinen über einen guten Kadermix zu verfügen. Mit einem Altersdurchschnitt von 25,8 Jahren haben sie eine sehr junge Mannschaft, die aber von erfahrenen Führungsspielern angeführt wird.

Der 33-jährige Phillip Danault entpuppt sich dabei als besonders wertvoll, wie Evans erzählt: „Seine Erfahrung auf und neben dem Eis ist extrem wichtig. Auf der Bank hat er schon unzählige dieser Situationen miterlebt. Auf dem Eis empfinde ich ihn als einen äußerst abgeklärten, ruhigen Spieler. Er gewinnt sehr viele Bullys, und wenn es für uns einmal brenzlig wird, ist er genau der Typ Spieler, den man in diesem Moment im Team haben möchte.“

Als Danault auf die Qualität der Mannschaft angesprochen wird, hat er mehrere Argumente vorzubringen: „Wir haben die Reife, um eine gegnerische Sturmphase gut zu überstehen. Wir haben die Fähigkeit, einen Spielverlauf zu drehen. Und wir haben den richtigen Zusammenhalt in der Kabine. Jeder will etwas bewirken. Und genau das ist auf dem Eis geschehen.“

Canadiens erwarten Steigerung der Hurricanes

Evans blickt der weiteren Serie mit viel Selbstvertrauen entgegen: „Ich habe das Gefühl, dass wir in einem Großteil dieser Playoffs bereits gezeigt haben, was in uns steckt. Diese Mannschaft verfügt über viel Tiefe im Kader und großen Glauben an sich selbst. Wir machen einfach immer weiter.“

MTL@CAR, ECF, Spiel 1: Slafkovský trifft aus kurzer Distanz und baut die Führung aus

Der Trainer deutet an, dass seine Mannschaft noch längst nicht ihr gesamtes Potenzial gezeigt hat: „Es wird eine lange Serie, in der man sich steigern muss. Perfekt muss man nicht sein, aber man muss Wege finden. Wir sind unserer Identität treu geblieben. Über einige Punkte, die wir noch angehen müssen, haben wir vor dem Start der Serie bewusst nicht gesprochen.“

Gleichwohl erwartet Nick Suzuki, dass auch die Hurricanes in Spiel 2 ein anderes Gesicht zeigen werden: „Sie hatten eine lange Spielpause. Wir wussten schon bei unserer Anreise hierher: Wir haben erst kürzlich gespielt und wollen nun unbedingt einen guten Start in die Partie erwischen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, aber sie werden definitiv besser sein als das, was sie in Spiel 1 gezeigt haben.“

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