Head coach John Tortorella of the Vegas Golden Knights arrives prior to Game Two of the 2026 Stanley Cup Final against the Carolina Hurricanes at Lenovo Center on June 04, 2026 in Raleigh, North Carolina. (Photo by Jared C. Tilton/Getty Images)

Die Vegas Golden Knights wissen auch am Morgen vor Spiel 4 des Stanley Cup Finales 2026 noch nicht, auf welchen Torwart sie am Dienstagabend (8 p.m. ET; Mi. 2 Uhr MESZ) in der T-Mobile Arena schießen werden. Die Carolina Hurricanes machen aus ihrem Starter ein Geheimnis. Mit dieser Situation geht Vegas aber gelassen um.

Linksfänger oder Rechtsfänger - das ist hier die Frage

„Uns ist egal, wer spielt, mit welcher Hand er fängt, wie viele Meter er misst oder was auch immer“, sagt Golden Knights-Trainer John Tortorella. „Für unsere Schützen macht es keinen Unterschied.“

Frederik Andersen ist 1,92 Meter groß, 104 Kilogramm schwer, fängt links und besticht mit viel Ruhe und Geduld. In Spiel 3 wurde der 36-jährige Däne, die bisherige Playoff-Stammkraft der Hurricanes (16 Spiele, 13 Siege, 1,89 Gegentore/Spiel, 91 Prozent Fangquote, drei Shutouts), nach vier Gegentoren im zweiten Drittel ausgewechselt und verpasste das Montagstraining offiziell aus „Regenerationsgründen“, wie es sein Trainer Rod Brind’Amour ausdrückte.

Brandon Bussi ist 1,93 Meter groß, 99 Kilogramm schwer, fängt rechts und pflegt einen deutlich aggressiveren Torwart-Stil als Andersen. Der 27-jährige US-Amerikaner hatte während der regulären Saison die meisten Spiele für Carolina bestritten und wusste bei seiner Stanley Cup Playoff-Premiere nach seiner Einwechslung zu überzeugen (18 Saves, 94,7 Prozent Fangquote), wenngleich er beim Gegentreffer in der zweiten Overtime ein wenig unglücklich aussah.

Auf wen wird Brind’Amour also in Spiel 4 setzen?

„Wir behalten es für uns“, grinst der Headcoach. „Es ist das Einzige hier, das für Spannung sorgt und an dem ich festhalten muss. Es scheint ein Eigenleben entwickelt zu haben. Irgendwie macht es mir Spaß.“

Golden Knights zeigen sich unbeeindruckt

Vegas lässt dieses Pokerspiel allerdings kalt. 

„Ich denke nicht, dass es einen Unterschied macht“, sagt Golden Knights-Torjäger Brett Howden (13 Playoff-Treffer). „Unser Spiel wird das nicht wirklich verändern. Für uns ändert sich also nichts.“

„Wir wissen noch nicht, wer spielen wird, aber ich glaube, dass das egal ist“, sagt Stürmer Ivan Barbashev. „Wenn du im Spiel bist, dann bleibst du im Moment und schaust dir nicht an, was ihr Torwart macht. Wir werden einfach schauen, wo es Lücken gibt. Es macht immer Spaß, einen neuen Goalie in einer Serie zu sehen.“

„Ehrlich gesagt bin ich bereit - egal gegen welchen Torhüter es geht“, betont Center Tomas Hertl. „Natürlich schauen wir uns Videos an, wie wir treffen können, aber vieles entscheidet sich erst in dem Moment, wenn es passiert. Ich glaube also nicht, dass es einen großen Unterschied für uns machen wird.“

„Wir bereiten uns wie auf jeden anderen Goalie vor und werden unsere Chancen haben“, glaubt Angreifer Keagan Kolesar.

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