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Die Carolina Hurricanes haben Spiel 5 des Stanley Cup Finals 2026 am Donnerstagabend im heimischen Lenovo Center mit 4:2 gegen die Vegas Golden Knights gewinnen. Damit geht Carolina in der Best-of-7-Serie mit 3:2 in Führung.

Aufstellung: Bussi bleibt im Tor

Hurricanes-Headcoach Rod Brind‘Amour nahm nach dem 5:3-Erfolg in Spiel 4 in Las Vegas keine personellen Veränderungen vor. Im Tor erhielt somit Brandon Bussi seinen zweiten Start in Folge. Frederik Andersen war erneut nicht am Kader, die Backup-Rolle übernahm Pyotr Kochetkov.

Golden Knights-Trainer John Tortorella vertraute ebenfalls auf dieselbe Aufstellung und ließ Carter Hart zwischen den Pfosten starten.

1. Drittel: Dorofeyev effektiv, Staal stellt Rekord ein

Der Beginn war ein zerfahrener und brachte auf beiden Seiten immer die gleiche Herangehensweise hervor: Hinten wurde sich aus dem gegnerischen Forechecking herausgewunden, über die Mittellinie gefahren und tief gespielt. Die Disziplin stand im Vordergrund, denn die Checks waren hart aber nicht unfair und die Absicherung eher konservativ. Zusammenhängende Angriffe waren so kaum möglich. Es dauerte fast fünf Minuten, ehe Carolina die ersten Torschüsse verzeichnete. Der Schlagschuss von Jalen Chatfield nach Drop-Pass von Seth Jarvis war sogar richtig gefährlich (5.).

Vegas fand bis Minute 6:52 offensiv überhaupt nicht statt, ging dann aber im Powerplay mit dem ersten Torschuss in Führung: Jack Eichel legte vor dem Tor quer auf Pavel Dorofeyev, der zum 1:0 einschoss (7.).

VGK@CAR: Die Golden Knights gehen nach weniger als 7 Minuten in Führung

Die Golden Knights waren fortan griffiger und verdienten sich ihre Führung rückwirkend. Aber wie schon so häufig in dieser unvorhersehbaren Serie wechselte das Momentum fast so oft wie die Trainer ihre Reihen. Nikolaj Ehlers spielte von links einen scharfen Pass vors Tor, wohin Jordan Staal in gewohnter Manier gezogen war, Letzterer hielt einfach nur die Kelle rein und fälschte zum 1:1 ab (12.).

Staal traf damit in ausnahmslos jedem der ersten fünf Spiele des Stanley Cup Finals 2026, was den 70-jährigen Rekord von Jean Beliveau einstellte.

2. Drittel: Svechnikov macht im Powerplay den Unterschied

Vegas startete mit einem Powerplay in den zweiten Durchgang und machte direkt Druck. Bussi vereitelte aber die eine oder andere gute Möglichkeit.

Danach beherrschten wieder konsequentes Forechecking, gute Defensivarbeit in der neutralen Zone und „Dump and Chase“ das Geschehen. Gleichzeitig nahm die Härte in den Checks und Zweikämpfen immer mehr zu. Eine tragende Rolle nahmen also die Special Teams ein.

Die Hurricanes erhielten zwei Powerplays in Folge. Beim Ersten verpasste Staal noch knapp (30.), beim Zweiten nahm Andrei Svechnikov vor dem rechten Faceoff-Kreis Maß und jagte den Puck durch den Verkehr zum 2:1 ins Tor (32.).

VGK@CAR: Die Hurricanes gehen Mitte des zweiten Drittels mit 2:1 in Führung

Der Lenovo Center bebte nun, und beide Mannschaften tauschten Chancen durch Carolinas Jackson Blake (33.) und Vegas‘ Brett Howden (36.) weitere Chancen aus. Das Momentum aber hatten die Hurricanes auf ihrer Seite und erhöhte mit einem Bilderbuch-Spielzug mit wie am Schnürchen gezogenen Pässen am Ende durch Sebastian Aho auf 3:1 (38.).

3. Drittel: Svechnikov erhöht, Bussi macht die Tür zu

Weil sich Vegas-Center William Karlsson im zweiten Drittel nach einem Check von Sean Walker verletzt hatte und nicht wieder zurückkehrte, musste Tortorella seine Sturmreihen umstellen und stellte mit Eichel, Mitch Marner und Mark Stone drei Elite-Spieler in eine Superstar-Linie. Den meisten Applaus im Lenovo Center aber erntete Bussi, der erste Druckwellen der Golden Knights mit starken Paraden abwehrte.

Daraufhin bekamen die Hurricanes das Spiel wieder besser in den Griff, entlasteten immer wieder mit mutigen Angriffen sowie enormen Laufeinsatz und ließen damit die Uhr gekonnt laufen.

Mitte des Schlussabschnitts wurde Carolina die Entscheidung durch eine Double-Minor-Strafe von Stone auf dem Silbertablett serviert. Jarvis meldete sich mit einem Rückhandschuss an (50.). Wenig später drückte Svechnikov einen Ehlers-Pass aus der Nahdistanz zum 4:1 über die Linie (52.).

VGK@CAR: Die Hurricanes erzielen ein weiteres Powerplay-Tor und gehen mit 4:1 in Führung

Die Golden Knights probierten trotz des Drei-Tore-Rückstands noch einmal alles und belohnten sich dafür: Dorofeyev staubte unmittelbar vor der blauen Farbe zum 2:4 ab (54.) und sorgte so für eine heiße Schlussphase.

Freilich gingen die Hurricanes nur noch ein dosiertes Risiko ein. Derweil zog Tortorella bei noch 2:55 Minuten erstmals Hart für einen zusätzlichen Angreifer. Bei noch 2:13 erhielt Vegas zudem nochmal ein Powerplay zugesprochen und nahm ein Timeout. Bussi avancierte aber Parade für Parade zum Fan-Liebling und zog die Tür zu.

Spiel 6 wird das erste Elimination Game im Stanley Cup Finale 2026 sein. Puck Drop ist am Sonntag (8 p.m. ET; Montag, 2 Uhr MESZ) in der T-Mobile Arena in Las Vegas/Nevada.

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