CAR@VGK: Hurricanes besiegen Golden Knights

Spiel 4 des Stanley Cup Finals 2026 hatten sich die Vegas Golden Knights eigentlich anders vorgestellt. Am Dienstagabend kamen sie in ihrer T-Mobile Arena auf einen 0:2- und 1:3-Rückstand zurück und waren drauf und dran, in Führung zu gehen. Ein schlimmer Fehler aber führte zum erneuten Rückstand, am Ende zu einem 3:5-Endstand und einen 2:2-Ausgleich in der Best-of-7-Serie. Insbesondere ein schlechter Start und schwache Special Teams geben den Golden Knights Rätsel auf.

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Schwacher Start verwundert

Nach einer gewohnt spektakulären und begeisternden Pre-Game-Show waren in der T-Mobile Arena sowohl Fans als auch Spieler bis in die Haarspitzen motiviert. Doch es dauerte gerade einmal 66 Sekunden, ehe Vegas in Rückstand geriet. Torwart Carter Hart (23 Saves, 85,2 Prozent Fangquote) hatte den Puck über seine Kelle springen lassen, sodass Logan Stankoven unbeschwert einschieben konnte (2.).

Kurz darauf tunnelte Carolinas Taylor Hall Vegas-Verteidiger Jeremy Lauzon, sodass Jackson Blake völlig frei am zweiten Pfosten einschieben konnte (4.). Trotz der hämmernden und durchdringenden Bässe in der Halle waren die Golden Knights in der Frühphase von Spiel 4 noch nicht ganz da.

„Ja, das ist nicht gut genug“, bestätigte Center William Karlsson. „Da müssen wir besser aufpassen. Wir hatten vor dem Spiel eigentlich darüber gesprochen. Also war es einfach nicht gut genug.“

CAR@VGK: Die Hurricanes schlagen kurz nach Ende des Powerplays zu

Special Teams als Knackpunkt

Blakes Tor fiel unmittelbar nach dem Ablauf einer Strafzeit, war also ein gefühltes, wenn auch kein tatsächliches Powerplay-Tor. Später schlugen die Hurricanes erneut in Überzahl zu: Jordan Staal parkte gewohnt vor dem Kasten ein und staubte erfolgreich zum 3:1 ab (13.).

Vegas kassierte also „anderthalb“ Gegentore in Unterzahl (2/3) und blieb im eigenen Powerplay erfolglos (0/3). Die Special Teams der Golden Knights spielten also eine bedeutende Rolle bei der Niederlage.

„Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass wir im Powerplay getroffen hätten und gleichzeitig im PK nicht so viel zugelassen hätten“, so Karlsson. „Das hat heute so ein wenig den Unterschied gemacht. Das ist etwas, bei dem wir uns steigern müssen.“

Im eigenen Powerplay konnte Vegas den Druck spürbar erhöhen und hatte zwischenzeitlich sogar eine gefühlte 5-gegen-3-Überzahl, als bei einem Hurricanes-Spieler der Schläger brach. Trotzdem wollte einfach kein Überzahl-Tor fallen.

„Jack (Eichel) hat im letzten Powerplay die Latte getroffen. Davor hatten wir ein paar richtig gute Chancen, insbesondere, als sie den Schlägerbruch hatten“, blickt Verteidiger Rasmus Andersson zurück. „Wir hätten heute mit Sicherheit ein oder zwei Powerplay-Tore schießen können.“

Ein Fehler stellt den Spielverlauf auf den Kopf

Positiv ist, dass es die Golden Knights im zweiten Drittel geschafft haben, durch die Treffer von Karlsson (25.) und Stanley Cup Playoff-Top-Torjäger Brett Howden (38.; 14. Playoff-Tor) zum Ausgleich zu kommen.

„Wir hatten es geschafft und ausgeglichen. Danach haben wir richtig gutes Hockey gespielt und hatten reihenweise Chancen, um in Führung zu gehen. Wir haben einfach keine Lücke gefunden. Ja, das war unglücklich“, haderte Angreifer Colton Sissons.

Insbesondere im dritten Drittel hatten die Golden Knights ein optisches Übergewicht. Doch ein Fehlpass von hinter dem eigenen Tor leitete den Siegtreffer von Carolina ein. Doppelpacker Staal schlug artistisch im Fallen zu (47.).

„Wenn du von einem 1:3 auf 3:3 zurückkommst und zu Hause ausgleichst, dann fühlt es sich schon so an, als hätten wir das Spiel aus den Händen gleiten lassen“, sagte Andersson.

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Das einzig Vorhersehbare ist die Unvorhersehbarkeit

Das Stanley Cup Finale 2026 ist das erste in der NHL-Geschichte in denen in bislang allen vier Spielen ein Multi-Tore-Vorsprung egalisiert wurde.

„Also ist es irgendwie unvorhersehbar, aber gleichzeitig doch vorhersehbar, wenn man bedenkt, wie es bisher für beide Teams gelaufen ist“, beschreibt es Karlsson. „Es gab einfach paar wilde Spiele, und es scheint keine Rolle zu spielen, wer gerade führt oder zurück liegt. Es ist auf jeden Fall unvorhersehbar.“

„Es gab ein paar verrückte Momentum-Wechsel, wenn eine Mannschaft trifft“, so Sissons. „Solche Dinge passieren. Es ist schwer, das zu erklären. Es sind enge Spiele mit höheren Ergebnissen, als wir gewohnt sind.“

Vegas fühlt sich wohl

In der Best-of-7-Serie steht es leistungsgerecht 2:2. Spiel 5 ist am Donnerstag (8 p.m. ET; Freitag, 2 Uhr MESZ) in Raleigh.

„Jetzt ist es eine Best-of-3-Serie. Wir kommen in ihre Arena und werden versuchen, dort das Spiel zu gewinnen“, betont Karlsson. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir eine großartige Mannschaft haben. Wir spielen auch gegen ein starkes Team, aber ich glaube an uns und glaube, dass wir jetzt ein gutes Spiel in ihrer Arena haben werden.“

„Wir wussten, dass es eine enge Serie werden würde“, sagt Andersson. „Wir spielen gegen einen richtig guten Gegner, jetzt steht es 2:2 und es ist eine Best-of-3-Serie geworden. Morgen fliegen wir nach Carolina und werden uns um Spiel 5 kümmern. Wir sind eine Mannschaft, die sich wohlfühlt, egal in welche Situation sie gesteckt wird.“

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