CAR@VGK: Hurricanes und Bussi übernehmen die Kontrolle in Spiel 5

Am Donnerstag lieferten die Carolina Hurricanes im Stanley Cup Finale 2026 gegen die Vegas Golden Knights einen Paukenschlag. Die Hurricanes gewannen Spiel 5 zu Hause im Lenovo Center mit 4:2 und übernahmen in der Best-of-7-Serie mit 3:2 die Führung. Dabei schlugen neben den bisherigen Leistungsträgern des Finales endlich auch die großen Namen Sebastian Aho und Andrei Svechnikov zu.

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„Bisher haben sie nicht getroffen und wir sind trotzdem hier“, sagte Trainer Rod Brind'Amour. „Man muss nicht unbedingt Tore schießen, aber man muss einen Einfluss auf das Spiel haben, ob mit Punkten oder auf eine andere Weise. Wenn sie treffen, macht das die Sache sicherlich einfacher. Das nimmt viel Druck von anderen Spielern und genau das ist heute passiert.“

Captain zuverlässig schlägt wieder zu

Der große Held der bisherigen Finalserie ließ auch in Spiel 5 nicht nach. Carolinas Kapitän Jordan Staal traf bereits im fünften Spiel in Folge und erhöhte sein Konto damit auf sechs Treffer im Stanley Cup Finale 2026. Nach dem 0:1-Rückstand durch ein Powerplaytor der Golden Knights, glich Staal in der 12. Minute aus, indem er den Puck im Slot abfälschte.

Mit Toren in fünf Finalspielen in Folge egalisierte der Kapitän den NHL-Rekord. In über 100 Jahren Stanley-Cup-Geschichte trafen nur vier andere Spieler in fünf Finalspielen hintereinander: Yvan Cournoyer (1973), Jean Beliveau (1956), Maurice Richard (1951), alle für die Montreal Canadiens, und Cyclone Taylor (1918), für die Vancouver Millionaires. Der 37-jährige Staal hatte in seiner langen Karriere erst ein Mal eine solche Serie. In der regulären Saison 2006/07 traf er für die Pittsburgh Penguins fünf Mal hintereinander. Damit ist er der erste Spieler, der als 18-Jähriger und mit über 35 Jahren eine Torsträhne von fünf Spielen erreichte.

VGK@CAR: Ehlers schießt aufs Tor, Staal lenkt den Puck an Hart vorbei

Hurricanes fahren die schweren Geschütze auf

Staal und die dritte Reihe der Hurricanes waren im Finale zuverlässig, was aber fehlte, waren die offensiven Beiträge von den großen Namen aus der ersten Reihe. Vor allem von Sebastian Aho und Andrei Svechnikov hatte man mehr erwartet. Aho hatte in den ersten vier Spielen der Serie vier Assists, aber kein Tor. Svechnikov kam auf ein Tor und einen Assist.

Das änderte sich aber in Spiel 5. Die beiden Stars gaben zusammen fünf der 24 Torschüsse der Hurricanes ab und nutzten ihre Chancen. Svechnikov nutzte in der 32. Minute ein Powerplay zur 2:1-Führung und Aho legte in der 38. Minute das 3:1 nach. Svechnikov verwertet im Schlussabschnitt noch ein weiteres Powerplay zum 4:1 (52.).

VGK@CAR: Aho erzielt sein erstes Tor im Stanley Cup Finale

„Jeder muss seinen Weg finden zu helfen und man wird nicht in jedem Spiel treffen“, erklärte Staal. „Manchmal muss man dann Möglichkeiten finden, den Gegner zu bremsen und irgendwie seinen Beitrag zu leisten. Unsere Stürmer, unsere Abwehr, alle haben um den Puck gekämpft, gut verteidigt und hart gearbeitet.“

Wenn Carolinas Starspieler auch in der nächsten Begegnung so zuschlagen und die Hurricanes die Tiefe behalten, die sie bisher bewiesen haben, wird es für die Golden Knights schwierig werden, das Aus abzuwenden und ein Spiel 7 zu erzwingen.

„Das war ein guter Abend für viele Spieler“, lobte Staal. „Aho hatte ein wichtiges Tor und Svechy haben wir ebenfalls gebraucht. Auch er hatte heute großen Einfluss auf das Spiel. Jeder muss seinen Beitrag leisten und die Beiden hatten heute ein starkes Spiel.“

Ehlers und Gostisbehere glänzen als Spielmacher

Genau wie der Kapitän, hielten auch zwei weitere Leistungsträger aus den ersten vier Spielen ihr Niveau. Stürmer Nikolaj Ehlers gehörte zu den auffälligeren Spielern und bereitete Staals Treffer und die beiden Powerplaytore von Svechnikov vor. Verteidiger Shayne Gostisbehere lieferte ebenfalls zwei Vorlagen für Svechnikov.

Ehlers übernahm durch seine drei Assists die Führung in der teaminternen Scorerliste im Stanley Cup Finale. Er überholte Staal (sechs Tore, ein Assist) mit acht Punkten (drei Tore, fünf Assists). Gostisbehere liegt mit sechs Zählern (ein Tor, fünf Assists) auf Rang drei, gefolgt von Aho (ein Tor, vier Assists) und Svechnikov (drei Tore, ein Assist).

Nikolaj Ehlers spricht über seine Gefühlslage vor Spiel 6

Serie auf den Kopf gestellt

Am Donnerstag wurden fast alle Trends des diesjährigen Finales umgekehrt. Bis Spiel 3 war bei den Hurricanes Frederik Andersen im Tor, der die deutlich schlechteren Statistiken als sein Gegenüber Carter Hart lieferte. Seit dem dritten Drittel im dritten Spiel steht Brandon Bussi zwischen den Pfosten, der klar stärker auftritt als Andersen und Hart und am Donnerstag mit 23 Saves sein bestes Spiel hatte.

Bisher hatten zumeist die Hurricanes den besseren Start. In Spiel 5 erzielten aber die Golden Knights das erste Tor. Vegas war dafür im zweiten Drittel mit 9:1 Toren vor diesem Spiel unschlagbar. Dank Aho und Svechnikov dominierte jetzt aber Carolina den Mittelabschnitt. In jedem bisherigen Spiel wurde ein Rückstand von mindestens zwei Toren noch aufgeholt, diese Serie endete aber am Donnerstag.

„Aho hat wirklich gut gespielt“, lobte Brind'Amour. „Er weiß, dass er punkten muss. Er spielt in jedem Powerplay und hat viel Zeit, um zu treffen. Das heißt nicht, dass er bisher schlecht gespielt hat, er war in den gesamten Playoffs gut. Er hat wirklich gut gespielt, aber wenn wir das aus ihm herausholen können, ist das ein gewaltiger Bonus für unser Team.“

Außerdem gewann erstmals in dieser Serie eine Mannschaft zwei Spiele in Folge. Vegas war in Spiel 1 und 3 in der Serie zwei Mal in Führung gegangen, Carolina hatte in Spiel 2 und 4 ausgeglichen. Der Erfolg in Spiel 5 gibt den Hurricanes nun die Möglichkeit die Serie schon in der nächsten Begegnung zu entscheiden und sich den Stanley Cup zu sichern. Spiel 6 findet am Sonntag (8 p.m. ET; Mo. 2 Uhr MESZ) in Las Vegas statt.

„Das ist natürlich ein sehr gutes Gefühl“, freute sich Ehlers. „Wir sind jetzt mit 3:2 vorne und haben die Möglichkeit, in Vegas etwas Großes zu schaffen. Aber es wird bisher das schwierigste Spiel. Sie sind eine gute Mannschaft und wir müssen unser Bestes geben. Aber wir haben jetzt ein sehr gutes Gefühl.“

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