Cole Smith #22 of the Vegas Golden Knights battles with Shayne Gostisbehere #4 of the Carolina Hurricanes during the third period of Game Three of the NHL Stanley Cup Final at T-Mobile Arena on June 06, 2026 in Las Vegas, Nevada. (Photo by Brian Babineau/NHLI via Getty Images)

Die Vegas Golden Knights sind ein Meister des Körperspiels. In 19 Spielen der Stanley Cup Playoffs 2026 fuhren sie schon 665 Checks und damit in absoluten Zahlen so viele wie keine andere Mannschaft. Alleine in Spiel 3 des Stanley Cup Finales gegen die Carolina Hurricanes (5:4 n.2.V.) teilten sie 66 (!) Hits aus. Selbst wenn man einbezieht, dass es bis in die zweite Overtime ging, bedeuten durchschnittlich 46,24 Checks/60 Minuten einen neuen Vegas-Bestwert in einem Stanley Cup Finale und den zweitbesten Wert in ihrer Stanley Cup Playoff-Geschichte.

„Da musst du investieren“, sagt Nic Dowd, der Viertreihen-Center der Golden Knights, der in Spiel 3 acht Checks austeilte. „Du weißt nie, welcher Spielzug oder welcher Check den Unterschied machen kann. Es geht nicht unbedingt darum, jemanden in die Luft zu jagen oder ihn in die dritte Zuschauer-Reihe zu befördern. Es muss eine Investition sein. Wenn du in einen Spieler investierst, indem du kontinuierlich an ihm dran bist und ihn checkst, es ihm schwer machst, dann wird er irgendwann einen Fehler machen. Es geht nicht darum, überhart zu spielen, sondern es dem Gegenspieler das ganze Spiel über hart zu machen.“

Carolina und Vegas bereit für Spiel 4 am 9. Juni

In Spiel 3 des Stanley Cup Finales nahm die Intensität noch einmal spürbar zu. Beide Teams fuhren ihre Checks gnadenlos zu Ende. Die Banden wurden fast schon zur Sperrzone, denn hier folgte regelmäßig nach wenigen Augenblicken ein extrem harter Hit. Bislang hat Vegas mit 126:114 leicht die Oberhand in Sachen Körperspiel. Golden Knights-Stürmer Cole Smith stellte mit 14 Checks einen neuen Rekord in einem Stanley Cup Finale auf.

„Teams kommen in einer Serie und lassen erstmal ein wenig die Muskeln spielen, um zu sehen, ob der Gegner wirklich bereit ist. Ich glaube, das ist der Grund, warum man es so früh in den Playoffs sieht. Ich glaube auch, dass man, je weiter man in die späteren Runden kommt, als Spieler das Risiko eingeht, versehentlich die Grenze zu überschreiten. Und plötzlich kassiert man eine Strafe, und zu diesem Zeitpunkt in den Playoffs kann ein einziges Powerplay-Tor den Ausschlag in einem Spiel geben. Jeder sucht nach einem Vorteil, und ich glaube, sein Team in eine ungünstige Lage zu bringen, ist nichts, was irgendjemand will. Man will bis an diese Grenze gehen, aber diese nicht überschreiten, um sein Team keinen Nachteil zu verschaffen.“

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