Minors Report 9 june – Calder Cup Finals set

Jede Woche blickt NHL.com/de auf die Leistungen der Deutschen, Österreicher und Schweizer in den sogenannten „Minor Leagues“ wie der AHL und ECHL sowie auf bereits gedraftete DACH-Spieler in den kanadischen Juniorenligen WHL, OHL und QMJHL.

In dieser Woche im Minors Report: Rückblick auf die Conference-Finals und Vorschau auf das Calder Cup Finale

In der AHL rücken die Calder Cup Playoffs in die alles-entscheidende Phase vor: Am Freitag beginnt das Calder Cup Finale in dem Western Conference Champion Chicago Wolves (Farmteam der Carolina Hurricanes) auf Eastern Conference Champion Toronto Marlies (Farmteam der Toronto Maple Leafs) trifft. NHL.com/de blickt auf dieses Duell voraus.

Der Weg ins Finale

Chicago hat im Western Conference Finale einen Krimi über sieben Spiele gegen die Colorado Eagles (Farmteam der Colorado Avalanche) mit 4:3 für sich entschieden. In der Serie lagen die Wolves bereits mit 1:2 und 2:3 zurück, doch mit dem Rücken zur Wand stehend gelangen zwei Auswärtssiege in Folge (3:2, 4:3) für den Final-Einzug. Zuvor hatte sich der Zweitplatzierte der Central Division im Division Halbfinale mit 3:2 gegen die Texas Stars (Farmteam der Dallas Stars) und im Division Finale mit 3:1 gegen die Grand Rapids Griffins (Farmteam der Detroit Red Wings) durchgesetzt.

Toronto räumte im Eastern Conference Finale die Wilkes-Barre/Scranton Penguins (Farmteam der Pittsburgh Penguins) in sechs Spielen mit 4:2 aus dem Weg. Die Marlies führten bereits mit 2:0, ließen die Penguins aber wieder auf 2:2 herankommen, um dann mit zwei Siegen in Folge (5:1, 2:1 n.V.) das Final-Ticket zu lösen. Das Series-Clinching-Goal in der Overtime erzielte Alex Nylander. Der Vierte der North Division musste insgesamt schon vier Playoff-Runden überstehen: In der ersten Runde gelang ein 2:1 gegen die Rochester Americans (Farmteam der Buffalo Sabres), im Division Halbfinale ein 3:2 gegen die Laval Rocket (Farmteam der Montreal Canadiens) sowie im Division Finale ein 3:2 gegen die Cleveland Monsters (Farmteam der Columbus Blue Jackets).

Chicago genießt als besser platziertes Team nach der regulären Saison Heimrecht und trägt die Spiele 1, 2, 6 und 7 in der Allstate Arena (Kapazität: 16.700 Plätze) aus. Toronto darf in den Spielen 3, 4 und 5 auf eigenem Eis im Coca-Cola Coliseum (Kapazität: 8150 Plätze) ran.

Sturm

Die Wolves erhielten enorme Scoring-Unterstützung aus ihren ersten beiden Sturmreihen: Top-Scorer Bradley Nadeau (5-9-14) bildet eine Linie mi Ivan Ryabkin (4-3-7) und Noah Philp (5-5-10). Top-Torjäger Justin Robidas (6-5-11) ging mit Ryan Suzuki (4-8-12) und Josiah Slavin (2-3-5) auf Eis. Mit Felix Unger Sörum fällt seit Spiel 2 ein wichtiger Angreifer verletzt aus. Mit Skyler Brind’Amour (1-2-3) spielt der Sohn von Hurricanes-Trainer Rod Brind’Amour für Carolinas Farmteam.

Iowa Wild v Chicago Wolves

Bei den Marlies ragte Vinni Lettieri (8-9-17) als teaminterner Top-Torjäger und -Scorer heraus. Er funktionierte sehr gut in einer Reihe mit Logan Shaw (7-6-13) und Easton Cowan (7-6-13). Doch auch die beiden Talente Ryan Tverberg (24; 5-6-11) und Luke Haymes (22; 3-8-11) punkteten schon zweistellig.

Verteidigung

In Chicagos Abwehr ragten zwei NHL-erprobte Verteidiger heraus: Juuso Valimaki (3-8-11) und Cal Foote (3-6-9, +6, 30 Strafminuten). Auch Joel Nystrom (2-4-6, +5), der in dieser Saison bei den Hurricanes in der NHL debütierte, agiert sehr zuverlässig.

Für Toronto ragte William Villeneuve als Blueliner heraus. Der 24-jährige Viertrunden-Pick (NHL Draft 2020, 122. Stelle) kommt bereits auf 16 Scorerpunkte (2-14-16) und wusste als 1,88 Meter großer Rechtsschütze schon ordentlich auszuteilen (30 Strafminuten). Mit ihrer NHL-Erfahrung waren auch Henry Thrun (2-7-9, +2) und Dakota Mermis (0-8-8, +2) wichtige Stützen.

Tor

Die Wolves mussten in den letzten beiden Spielen auf ihren verletzten Starter Cayden Primeau (14 Spiele, 2,58 Gegentore/Spiel, 91,9 Prozent Fangquote) verzichten. In seiner Abwesenheit schlug sich Vertreter Amir Miftakhov aber grundsolide (drei Spiele, 2,38 Gegentore/Spiel, 94 Prozent Fangquote) und hielt die beiden wichtigen Siege für den Final-Einzug fest.

Kommt es im Calder Cup Finale also zu einem russischen Goalie-Duell? Bei den Marlies nämlich fängt mit Artur Akhtyamov (17 Spiele, 2,12 Gegentore/Spiel, 92,7 Prozent Fangquote) ein bislang ausgezeichneter Torwart.

Special Teams

Chicago kommt auf 24,5 Prozent im Powerplay sowie auf 80,6 Prozent im Penalty Killing. 

Toronto ist mit 23,2 Prozent marginal schlechter in Überzahl, hat mit 82,3 Prozent aber ein besseres Unterzahlspiel.

Toronto Marlies right wing Alex Nylander (92) celebrates after scoring a goal during the first period of the American Hockey League North Division first round game between the Toronto Marlies and Cleveland Monsters on April 24, 2025, at Rocket Arena in Cleveland, OH. (Photo by Frank Jansky/Icon Sportswire via Getty Images)

Spielplan:
Spiel 1: 12.06., CHI-TOR
Spiel 2: 14.06., CHI-TOR
Spiel 3: 16.06., TOR-CHI
Spiel 4: 18.06., TOR-CHI
Spiel 5: 19.06., TOR-CHI*
Spiel 6: 21.06., CHI-TOR*
Spiel 7: 23.06., CHI-TOR*
\falls notwendig*