„Ich habe keine Antwort auf die vielen Führungswechsel in den ersten drei Spielen im Finale“, sagt Vegas-Trainer John Tortorella. „Beide Teams spielen eigentlich gut defensiv. Ich muss die Spieler loben, die mit Spielzügen oder glücklichen Abprallern, auf beiden Seiten den Unterschied gemacht haben.“
Mit diesen Führungs- und Momentumwechseln umzugehen und gleichzeitig die damit einhergehenden Emotionen zu kontrollieren, wird die ganz große Kunst für die verbleibenden Spiele darstellen.
Von Fehlern und Emotionen
„Es waren lustige und unterhaltsame Spiele“, blickt Golden Knights-Stürmer Colton Sissons zurück. „Gegen einen etwas stressfreieren Sieg würde ich mich nicht wehren, aber eigentlich ist das egal, solange wir gewinnen.“
„Unser Spiel ist so voller Talent und Geschwindigkeit - aber es ist auch ein Spiel voller Fehler“, weiß Tortorella. „Du konntest schon in der regulären Saison sehen, dass keine Führung sicher ist. Mit manchen Fehlern musst du leben.“
Kaum auszumalen, welche nervlichen Strapazen die Fans der beiden Finalisten in diesen Tagen durchmachen. Für den neutralen Zuschauer könnte das Auf und Ab in dieser Achterbahn-Serie kaum unterhaltsamer sein.
„Wir sind in einem Stanley Cup Finale, da gehen 1000 Emotionen durch deinen Körper“, beschreibt Verteidiger Rasmus Andersson die Gefühlslage aus Spieler-Sicht. „Du willst natürlich in Kontrolle bleiben, aber Hockey ist nunmal so. Es ist ein schnelles Spiel. Da werden Fehler passieren. Nach drei Spielen haben wir sieben von neun Dritteln richtig gutes Hockey gespielt. Genauso müssen wir weitermachen.“