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Das Stanley Cup Finale 2026 ist schon drei Spiele alt - und was waren das für total verrückte Eishockey-Festspiele?

In Spiel 1 kamen die Vegas Golden Knights auf einen 0:2-Rückstand zurück und gewann am Ende mit 5:4. In Spiel 2 drehten die Carolina Hurricanes ein 0:2 und siegten am Ende mit 4:3 nach Verlängerung. Ein Meisterwerk an Momentum-Wechseln bot Spiel 3, in dem Vegas innerhalb eines Drittels mit 4:0 führte, Carolina binnen eines Drittels auf 4:4 ausglich - am Ende bejubelten die Golden Knights ein 5:4 nach zwei Verlängerungen.

CAR@VGK: Vegas gewinnt, nachdem es im 3. Drittel einen 4-Tore-Vorsprung verspielt hatte

„Ich habe keine Antwort auf die vielen Führungswechsel in den ersten drei Spielen im Finale“, sagt Vegas-Trainer John Tortorella. „Beide Teams spielen eigentlich gut defensiv. Ich muss die Spieler loben, die mit Spielzügen oder glücklichen Abprallern, auf beiden Seiten den Unterschied gemacht haben.“

Mit diesen Führungs- und Momentumwechseln umzugehen und gleichzeitig die damit einhergehenden Emotionen zu kontrollieren, wird die ganz große Kunst für die verbleibenden Spiele darstellen.

Von Fehlern und Emotionen

„Es waren lustige und unterhaltsame Spiele“, blickt Golden Knights-Stürmer Colton Sissons zurück. „Gegen einen etwas stressfreieren Sieg würde ich mich nicht wehren, aber eigentlich ist das egal, solange wir gewinnen.“

„Unser Spiel ist so voller Talent und Geschwindigkeit - aber es ist auch ein Spiel voller Fehler“, weiß Tortorella. „Du konntest schon in der regulären Saison sehen, dass keine Führung sicher ist. Mit manchen Fehlern musst du leben.“

Kaum auszumalen, welche nervlichen Strapazen die Fans der beiden Finalisten in diesen Tagen durchmachen. Für den neutralen Zuschauer könnte das Auf und Ab in dieser Achterbahn-Serie kaum unterhaltsamer sein.

„Wir sind in einem Stanley Cup Finale, da gehen 1000 Emotionen durch deinen Körper“, beschreibt Verteidiger Rasmus Andersson die Gefühlslage aus Spieler-Sicht. „Du willst natürlich in Kontrolle bleiben, aber Hockey ist nunmal so. Es ist ein schnelles Spiel. Da werden Fehler passieren. Nach drei Spielen haben wir sieben von neun Dritteln richtig gutes Hockey gespielt. Genauso müssen wir weitermachen.“

Bunt, laut, verrückt: Die Fans der Vegas Golden Knights zelebrieren das Stanley Cup Finale 2026

Bringt Spiel 4 das nächste Spektakel?

Ob es in Spiel 4 am Dienstag (8 p.m. ET; Mittwoch, 2 Uhr) erneut ein Spektakel mit vielen Führungswechseln, noch mehr Toren und Hochspannung in der Verlängerung geben wird?

„Jedes Spiel ist anders“, sagt Vegas-Kapitän Mark Stone. „Das konnte man schon über die Strecke von 82 Spielen in der regulären Saison beobachten. Es kann morgen auch ein 1:0 werden. Das weiß man nicht. Wir gehen gut vorbereitet in dieses Spiel und wollen unser bestes Hockey spielen. Wir wollen unseren Stil spielen und sehen, wohin uns das bringen wird.“

Mit der Vergangenheit will sich auch Andersson nicht allzu lange aufhalten. „Vor jedem neuen Spiel musst du das alte abhaken. Darum geht es in den Playoffs“, betont der Abwehrmann. „Persönlich war ich nach Spiel 2 echt enttäuscht. Gleichzeitig musst du das abhaken, gehst am nächsten Tag wieder zur Arbeit. Das haben wir in den gesamten Playoffs bislang richtig gut gemacht. Es macht viel Spaß, doch der Druck ist hoch - aber auch Druck kann Spaß machen. Wir sind Athleten, also wollen wir in solchen Momenten gefordert sein und versuchen, es so gut es geht zu genießen. Wir wollen uns mit jedem weiteren Spiel steigern.“

Eine Frage der Konzentration

„Es ist wichtig, präsent zu bleiben“, fordert Nummer-1-Center Jack Eichel. „Du musst versuchen, dich auf deine Aufgabe zu konzentrieren - und das ist das Spiel morgen Abend. Zu diesem Zeitpunkt in der Saison nimmst du jeden Sieg gerne mit. Das Stanley Cup Finale bringt eine Menge mit sich - die Verzweiflung und die Emotionen beider Teams und diese Dinge - und ich glaube, das sieht man auch. Für uns geht es einfach darum, unser Spiel zu spielen und das zu tun, was unser Team erfolgreich macht.“

In zwei von drei Schlachten kontrollierten die Golden Knights das Momentum und die Emotionen besser. Ein Fingerzeig für den Rest der Finalserie?

„Wir blicken nicht zu weit voraus“, so Playoff-Monster Brett Howden. „Wir bleiben im Moment. Uns gefällt unser Spiel. Natürlich können wir ein paar Dinge weiter verbessern. Wir entwickeln unser Spiel immer noch weiter. In ein paar Bereichen können wir uns noch steigern. Heute haben wir gut gearbeitet. Morgen früh werden wir uns ein paar Dinge ansehen und uns dann darauf vorbereiten, ein Spiel zu gewinnen. Unser voller Fokus liegt auf dem nächsten Spiel.“

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