Philipp Grubauer spielt eine regelrechte Bounce-Back-Saison: Kam der deutsche Torwart in der Vorsaison kaum zum Einsatz und wurde zwischenzeitlich sogar zum Farmteam Coachella Valley Firebirds in die AHL geschickt, zählt der 34-jährige Rosenheimer plötzlich wieder zu den besten Torhütern in der gesamten NHL und kommt regelmäßiger beim Seattle Kraken zum Zug. Bei den anstehenden Olympischen Spielen Milano Cortina kommt auf den 1,85 Meter große Linksfänger ebenfalls eine tragende Rolle zu.
Einer der besten Goalies in der NHL
„Ich spiele nur so gut, weil ich jetzt einen Bart habe“, scherzt Grubauer in einem Mediengespräch am Montag, an dem auch NHL.com/de Fragen stellte und schob dann seine ernstgemeinte Erklärung hinterher: „Eigentlich habe ich im Sommer nichts anders gemacht, mich auch nicht mehr oder weniger fokussiert. Wir haben einen neuen Trainer, ein neues System und auch die Spielzeit auf dem Eis ist extrem hilfreich. Ich kann kontinuierlich spielen und sitze nicht vier Wochen auf der Bank, um mal das Zweite eines Back-to-Back-Spiels zu bekommen. Es hilft, jede Woche auf dem Eis zu stehen und die Situationen durchzuspielen. Das Selbstvertrauen und auch das Vertrauen des Trainers zu bekommen, ist für mich der entscheidende Unterschied.“
Seitdem beim Kraken Lane Lambert für Dan Bylsma übernommen hat, geht auch Grubauers Formkurve merklich nach oben. In der Spielzeit 2024/25 erhielt er unter Bylsma nur 26 Spiele (26 Starts, 8-17-1, 3,49 Gegentore/Spiel, 87,5 Prozent Fangquote). 2025/26 kommt er in 20 Spielen (17 Starts, 10-5-3, 2,41 Gegentore/Spiel, 91,8 Prozent Fangquote) auf deutlich bessere Statistiken. Unter allen NHL-Torhütern mit mindestens 20 Spielen und mindestens 15 Starts hat der Stanley Cup Champion von 2018 (Washington Capitals) sogar die beste Fangquote (gleichauf mit Andrei Vasilevsky vom Tampa Bay Lightning und Scott Wedgewood von der Colorado Avalanche).



























