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Nach Abschluss der Stanley Cup Playoffs findet am 26. und 27. Juni der Upper Deck NHL Draft 2026 statt. Für die 32 NHL-Teams ist es einer der wichtigsten Termine des Sommers, um sich für zukünftige Jahre zu verstärken. Der aktuelle Jahrgang besticht mit Spannung an der Spitze, starken Verteidigern und Talenten aus dem deutschsprachigen Raum. Hier sind zehn interessante Themen rund um den Draft.

McKenna gegen Stenberg

Die Toronto Maple Leafs gewannen die Draft Lottery und haben damit den ersten Pick. Für den neuen General Manager John Chayka gibt es jetzt die Qual der Wahl. Der wahrscheinlichste Kandidat für den ersten Pick ist Gavin McKenna. Der hochgelobte Außenstürmer aus Kanada erzielte diese Saison in der Universitätsliga NCAA 51 Punkte (15 Tore, 36 Assists) in 35 Spielen für die Penn State University.

Eine weitere Möglichkeit ist der Schwede Ivar Stenberg, ebenfalls ein Außenstürmer. Ihm gelangen 33 Punkte (elf Tore, 22 Assists) in 43 Partien für Frölunda HC in der schwedischen SHL. McKenna wäre die offensivere Wahl, während Stenberg der komplettere Zwei-Wege-Stürmer ist. Dem Kanadier wird von Scouts und Experten ein höheres Potenzial bescheinigt, allerdings scheint Stenberg in seiner Entwicklung bereits einen Schritt weiter und eher bereit für die NHL zu sein.

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Spannung auf den vorderen Plätzen

Nach den Maple Leafs sind die San Jose Sharks, Vancouver Canucks und Chicago Blackhawks dran. Welches Team sich welchen Spieler sichern wird, ist noch vollkommen offen. Für die Sharks würde ein Verteidiger Sinn ergeben, weshalb Chase Reid ein Favorit für den zweiten Pick sein dürfte. Er sammelte 48 Punkte (18 Tore, 30 Assists) in 45 Partien für die Soo Greyhounds.

Vancouver könnte Caleb Malhotra draften, den Sohn ihres Trainers Manny Malhotra. Er gilt als der beste Center des Jahrgangs und überzeugte mit 84 Punkten (29 Tore, 55 Assists) in 67 Spielen für die Brantford Bulldogs in der OHL. Sollte Toronto sich für McKenna entscheiden und die Sharks und Canucks Reid und Malhotra wählen, wäre für Chicago mit Stenberg ein stattlicher Trostpreis übrig.

Wann kommt Steiner zum Zug?

Das größte Schweizer Talent ist Angreifer Lars Steiner. Zu Beginn der Saison galt er noch als möglicher Kandidat für die erste Runde, fiel in der Liste des Central Scouting Service aber auf Platz 89 unter den Skatern in Nordamerika ab, was auf eine Wahl in der vierten bis fünften Runde hindeutet. Mit 55 Punkten (30 Tore, 25 Assists) in 44 Spielen hatte er aber eine äußerst respektable Saison. Verletzungspech dürfte eine Rolle bei seinem Absturz in der Rangliste gespielt haben. Angesichts seiner Punktausbeute und seiner soliden Leistung in der Defensive, könnte er doch früher gedraftet werden oder für ein Team zum Schnäppchen in den späteren Runden werden.

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Deutsche Hoffnungsträger Schneider und Rolsing

Aus deutscher Sicht sieht es nach einem unspektakulären Draft aus. Deutsche Talente sind auf der Liste des CSS Mangelware, allerdings könnten sich ein paar Spieler als Außenseiter durchsetzen. Center Elias Schneider schlug sich in der QMJHL mit 53 Punkten (23 Tore, 30 Assists) für die Shawinigan Cataractes nicht schlecht. Die Verteidiger Darian Rolsing und Tobias Krämer sind mit einer Körpergröße von 1,96 Meter verlockend. Rolsing verbuchte in der WHL für die Wenatchee Wild neun Punkte (ein Tor, acht Assists), Krämer kam für die Jungadler Mannheim in der DNL auf 20 Zähler (vier Tore, 16 Assists).

Kolarik vertritt Österreich

Nach einem Jahr ohne einen Österreicher im Draft kommt das nächste Talent aus der Alpenrepublik. Leon Kolarik sammelte in der OHL für die Peterborough Petes 41 Punkte (19 Tore, 22 Assists). Außerdem präsentierte er sich sowohl bei der Juniorenweltmeisterschaft, als auch bei der WM in der Schweiz stark.

Guter Jahrgang für Verteidiger

Mannschaften, die nach Verstärkung in der Abwehr suchen, haben in diesem Jahr eine gute Auswahl. Neben Reid sind der Lette Alberts Smits, Carson Carels, Keaton Verhoeff und Daxon Rudolph vielversprechende Kandidaten. Die ersten 15 Picks dürften im anstehenden Draft von Verteidigern dominiert werden.

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Ruck-Zwillinge im Fokus

Vor 27 Jahren gelang den Vancouver Canucks ein Meilenstein ihrer Franchise-Geschichte, als sie im NHL Draft 1999 mit dem zweiten und dritten Pick die Sedin-Zwillinge drafteten. Nun steht ein weiteres talentiertes Zwillingspaar zur Wahl. Liam und Markus Ruck haben vielleicht nicht ganz die Klasse der Sedins, allerdings sollte man sie nicht unterschätzen. Beide waren in der WHL für die Medicine Hat Tigers aktiv. Markus führte die Liga mit 108 Punkten (21 Tore, 87 Assists) an, gefolgt von Liam mit 104 Punkten (45 Tore, 59 Assists). Liam war zudem der zweitbeste Torjäger der WHL.

Ignatavicius steht hoch im Kurs

Schweizer Fans könnten bereits früh im Draft auf einen bekannten Namen stoßen. Der Litauer Simas Ignatavicius durchlief den Nachwuchs des Geneve-Servette HC und gab dort in der abgelaufenen Saison sein Debüt in der National League. In 52 Spielen erzielte er 13 Punkte (sieben Tore, sechs Assists). In der CSS-Liste der europäischen Skater steht er auf Platz zehn.

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Außenseiter aus der Karibik erregt Aufsehen

Die vielleicht unglaublichste Geschichte des Draft ist die von Jaxon Cover. Der Außenstürmer wurde zwar in den USA geboren, wuchs aber auf den Cayman Islands in der Karibik auf. Dort lernte er zunächst Inline-Hockey, ehe er mit zwölf Jahren nach Kanada zog. Er begann erst in der Saison 2022/23 mit dem Eishockey, fand aber schnell den Übergang vom Inline-Hockey und bestritt 2024/25 bereits seine ersten Spiele in der OHL. Dort lieferte er in der vergangenen Spielzeit 52 Punkte (20 Tore, 32 Assists) für die London Knights. Diese Leistung macht ihn zum Kandidaten für die zweite Draft-Runde.

Tschechische Torhüter auf dem Vormarsch

Der Trend der starken Torhüter aus Tschechien setzt sich nach den Erfolgen von Lukas Dostal und Jakub Dobes in der NHL auch im Draft fort. Unter den besten Torhütern des neuen Jahrgangs befinden sich neben dem US-Amerikaner Brady Knowling und dem Russen Dmitri Borichev gleich drei Tschechen. Tobias Trejbal führt das Trio an, zu dem außerdem Michal Orsulak und Filip Ruzicka gehören. Trejbal hat durchaus Chancen, der erste Torwart zu werden, der in diesem Jahr gedraftet wird.

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