Vancouver Canucks v Edmonton Oilers

Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft über die kommenden Tage einen Blick auf die aktuellen Spitzenspieler auf jeder Position. Grundlage dafür ist die offizielle Positionsangabe in den Statistiken von NHL.com, selbst wenn ein Spieler in der abgelaufenen Saison anders eingesetzt wurde.

In der heutigen Ausgabe: Die zehn schönsten Tore der DACH-Spieler

Draisaitl braucht gar nicht hinzuschauen

Dass Leon Draisaitl die Ausmaße eines NHL-Spielfeldes und die Position des Tores genau im Kopf hat, stellte er am 11. Oktober im Heimspiel der Edmonton Oilers gegen die Vancouver Canucks eindrucksvoll unter Beweis. Kurz vor Schluss kam er in der neutralen Zone an der linken Bande mit dem Rücken zum gegnerischen Gehäuse an den Puck. Kurzentschlossen beförderte er ihn von dort mit einem No-Look-Rückhandschuss zum 3:1-Endstand in die Maschen. Kleiner Vorteil für den Deutschen: Das Tor des Kontrahenten war leer. Die Canucks hatten ihren Torwart zu diesem Zeitpunkt zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers auf die Bank beordert.

Hischier lässt es ordentlich krachen

Viele seiner Tore erzielt Nico Hischier aus dem Slot und den zwei Bullykreisen. Dass er es aber auch aus der Distanz ordentlich krachen lassen kann, demonstrierte der Kapitän der New Jersey Devils am 29. März vor eigenem Publikum in der Partie gegen die Nashville Predators. Er zog erst mit Verve auf die linke Seite und drosch dann die Scheibe zum 3:2 n.V. in den Winkel. Es war zu diesem Zeitpunkt der achte Overtime Winner in der NHL-Laufbahn des Schweizers.

NJD@NSH: Hischier trifft doppelt beim Sieg

Stützle kommt von hinten angeflogen

Mit seiner Reaktionsschnelligkeit hat Tim Stützle von den Ottawa Senators bereits so manchem Gegner ein Schnippchen geschlagen. Die San Jose Sharks können ein Lied davon singen. Am 22. November empfingen die Kalifornier den Deutschen und sein Team. Nach einem von Drake Batherson und Nick Cousins vorgetragenen Angriff der Senators blieb die Scheibe auf der Linie liegen. Wie aus dem Nichts kam Stützle von hinten angeflogen und bugsierte sie zum 3:2-Siegtor über die Linie, bevor San Joses Verteidiger John Klingberg die Situation bereinigen konnte.

Peterka eilt allen auf und davon

Durch seinen enormen Speed verschafft sich JJ Peterka oft einen entscheidenden Vorteil. So geschehen am 15. Oktober im Heimspiel der Utah Mammoth gegen die Calgary Flames. Nach einem Turnover der Kanadier in der offensiven Zone setzte Peterka aus dem eigenen Drittel zu einem unnachahmlichen Sololauf an und vollendete zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung. Das Tor des Deutschen war zugleich der Game Winner. Die Vertretung aus Salt Lake City gewann die Partie mit 3:1.

Seider beeindruckt mit präzisem Schuss

Mehrfach hat Moritz Seider von den Detroit Red Wings mit seiner Präzision bei Weitschüssen geglänzt. Hervorzuheben ist sein Treffer bei einem Powerplay in der Partie am 13. November zu Hause gegen die Anaheim Ducks. Erst verteilte der Deutsche als Quarterbeck an der blauen Linie die Scheiben an seine Mitspieler. Dann fasste er sich ein Herz und zog von hinten ab. Wie ein Lasterstrahl schlug der Schuss zur 1:0-Führung ein. Am Schluss hieß es 6:3 für Detroit.

ANA@DET: Seider trifft aus dem Handgelenk

Ein kleiner Spalt genügt Meier

Manchmal reicht ein kleiner Spalt zwischen dem gegnerischen Torhüter und dem Pfosten, um etwas Zählbares zustande zu bringen Das demonstrierte Timo Meier von den New Jersey Devils auf eindrucksvolle Weise im Spiel bei den Dallas Stars am 25. März. Auf der verlängerten Torlinie stehend, schlenzte er den Puck von rechts über die Schulter von Casey DeSmith hinweg zum 5:3 ins Netz. Wie Meier das geschafft hat, dürfte sich der Schlussmann der Stars immer noch fragen. Jedenfalls brachte der Schweizer die Devils mit dieser Aktion auf die Siegerstraße. Die Partie endete mit einem 6:4 für New Jersey.

Josi im Stil eines Eiskunstläufers

Wenn es im Eishockey wie im Eiskunstlauf eine B-Note für den künstlerischen Ausdruck auf dem Eis gäbe, hätte sich Roman Josi von den Nashville Predators am 31. Januar im Match bei den New York Islanders ohne Zweifel die Höchstwertung verdient. Bei 4 gegen 4 tanzte der Schweizer Kapitän der Gastmannschaft elegant mit der Scheibe am Schläger aus der eigenen Zone ins Angriffsdrittel, drehte dort noch eine Pirouette und netzte anschließend aus dem hohen Slot humorlos zum 4:3 ein. Ilya Sorokin hörte den Puck nur noch vorbeizischen, bevor er unter der Latte einschlug. Bei diesem Resultat blieb es bis zum Schluss.

NSH@NYI: Josi bringt die Predators mit seinem 200. NHL-Tor spät im dritten Drittel in Führung

Bauerntrick von Fiala nach eindrucksvollem Sprint

Es war eine kurze, aber wilde Verfolgungsjagd, die sich Kevin Fiala von den Los Angeles Kings am 26. Oktober beim Auswärtsduell mit einigen Akteuren der Chicago Blackhawks lieferte. Der Schweizer nahm die Scheibe in der neutralen Zone auf und stürmte in Richtung des von Arvid Soderblom gehüteten Tores von Chicago. Er schüttelte nicht nur die hinterherhechelnden Gegenspieler ab, sondern ließ auch noch den Goalie mit einem blitzschnell vollzogenen Bauerntrick aussteigen und traf zum 2:1 für die Kings. Damit zeichnete er gleichzeitig für den Game Winner verantwortlich. Letztlich behielten die Gäste aus Kalifornien mit 3:1 die Oberhand.

Samanski provoziert kurioses Eigentor

Josh Samanski von den Edmonton Oilers darf für sich eine der wohl kuriosesten Torpremieren in der Ligageschichte in Anspruch nehmen. Passiert ist das Ganze am 21. März bei der 2:5-Heimniederlage gegen die Tampa Bay Lightning. Bei einem Zweikampf an der Bande musste sich der Deutsche zwar geschlagen geben, jubeln durfte er wenige Sekunden später trotzdem. Ein Verteidiger der Lightning lenkte die Scheibe unbeabsichtigt in Richtung eigenes Tor, wo sie dem verdutzten Keeper Andrei Vasilevskiy über die Kelle sprang. Da Samanski den Puck als letzter Oilers-Spieler berührt hatte, bekam er den Treffer zum 2:3 gutgeschrieben.

TBL@EDM: Samanski bekommt ein Tor gutgeschrieben

Rossi steht zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu stehen, zählt zu den Stärken von Marco Rossi. Das führte zu sehenswerten Toren des Österreichers in Diensten der Vancouver Canucks, beispielsweise am 14. März gegen Philipp Grubauer und die Seattle Kraken. Gäste-Verteidiger Jamie Oleksiak spielte den Puck bei einem Befreiungsschlag von hinter dem Tor direkt auf dem im rechten Bullykreis postierten Rossi. Der ließ sich nicht zweimal bitten und schob humorlos ein. Allerdings war es lediglich der Anschlusstreffer zum 2:5. An diesem Spielstand änderte sich nichts mehr.

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