Minnesota Wild v Dallas Stars

Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es, Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft einen Blick auf die besten Spieler, Spezialisten, Formationen und Funktionäre.

In der heutigen Ausgabe: Die zehn am meisten unterschätzten Spieler.

Esa Lindell (Dallas Stars)

Zuverlässige Verteidiger, deren Fokus auf der eigenen Zone liegt, rangieren in der Bekanntheit meist deutlich weiter hinten als Top-Scorer, spektakuläre Goalies oder ihre offensivstarken Positionskollegen. Esa Lindell ist genau einer dieser oft übersehenen, aber sehr bedeutenden Akteure. Der Verteidiger der Dallas Stars kam in 82 Spielen immerhin auf 32 Punkte, doch besonders beeindruckend waren andere Statistiken.

322:28 Minuten hat er in Unterzahl auf dem Eis gestanden, so viel wie sonst kein Spieler der Liga. Dazu kamen 23:14 Minuten Eiszeit, ein Plus-Minus-Wert von +30 und die fünftmeisten Blocks in der NHL (179). Im Schatten von Miro Heiskanen wird Lindell dennoch oft nicht beachtet.

Sebastian Aho (Carolina Hurricanes)

Es scheint falsch, den Top-Scorer des Stanley Cup Gewinners in einer Aufzählung der am meisten unterschätzten Spieler zu erwähnen, doch Sebastian Aho ist für die Carolina Hurricanes ein noch größerer Glücksfall. In 79 Saisonspielen sammelte er 27 Tore und 53 Vorlagen. Seine 80 Punkte bringen ihn in der Gesamtbetrachtung der NHL lediglich auf Rang 25.

Trotz seiner herausragenden Werte und der starken Zwei-Wege-Arbeit wird Aho nur selten in einem Atemzug mit den besten Spielern der Liga genannt. Nicht umsonst wurde der Angreifer zu Saisonbeginn von vielen seiner Kollegen als einer der unterschätztesten Spieler der Liga bezeichnet.

VGK@CAR: Aho erzielt sein erstes Tor im Stanley Cup Finale

Brandon Hagel (Tampa Bay Lightning)

Im Schatten von Nikita Kucherov, Brayden Point und Andrei Vasilevskiy ist bei den Tampa Bay Lightning kaum noch Platz für Aufmerksamkeit auf einen Spieler. Brandon Hagel hätte es durch seine Leistungen dennoch verdient und ist seit Jahren einer der Erfolgsfaktoren der Lightning.

In 71 Spielen sammelte er 74 Punkte (36 Tore, 38 Vorlagen) und stand dazu noch bei einer herausragenden Plus-Minus-Bilanz von +34. Er wird häufig in Unterzahl eingesetzt (158:39 Minuten, Rang drei der Lightning) und steht regelmäßig den Top-Formationen der Gegner gegenüber. Trotz seines kompletten Pakets scheint er in Tampa Bay fast wie ein Ergänzungsspieler zu wirken.

Clayton Keller (Utah Mammoth)

88 Punkte in 82 Spielen scheinen erneut eine Statistik zu sein, die nicht für einen unterschätzen Spieler spricht und dennoch ist Clayton Keller von den Utah Mammoth hier zu erwähnen. 62 Vorlagen und 26 Tore reichten bei der Wahl zu den besten Rechtsaußen der Liga nur zu Rang sieben und das trotz seiner bedeutenden Rolle in Utah.

Der Flügelstürmer ist die tragende Kraft in der Mammoth Offensive, kontrolliert das schnelle Umschalten und nimmt auch in Überzahl eine entscheidende Rolle ein. Auch wenn er seine Leistung über mehrere Spielzeiten hinweg bestätigen konnte, wird er noch immer nicht als einer der Top-Stürmer der Liga wahrgenommen.

VGK@UTA, GM 4: Keller zeigt alle seine Fähigkeiten bei einem kuriosen Traumtor

John Marino (Utah Mammoth)

Auch in der Defensive kommt ein Mammoth-Spieler in der Bewertung seiner Leistung häufig zu kurz. John Marino punktete in 80 Partien 36-Mal, stand bei +42 und bildete, gemeinsam mit Nate Schmidt, eines der besten Verteidiger-Pärchen der NHL. Marino fällt dabei nur wenig auf, macht wenige Fehler und ist im Aufbau ruhig und kontrolliert. Dazu ist er in Unterzahl ein entscheidendes Puzzlestück.

Ryan McLeod (Buffalo Sabres)

Fünf Unterzahltreffer und 197:09 Minuten Shorthanded-Eiszeit (Rang acht) sind ein Indiz für herausragende Arbeitseinstellung und schnelles Skating. Hier glänzt Ryan McLeod für die Buffalo Sabres im Stillen. Der Angreifer wird oft auf genau diese Fähigkeiten beschränkt, dabei bringt er deutlich mehr aufs Eis. Er ist wichtig für den Aufbau der Sabres und kann schnell die neutrale Zone überbrücken. Dazu kommen 54 Punkte in 81 Spielen.

Noah Cates (Philadelphia Flyers)

Noah Cates ist für die Philadelphia Flyers ein wichtiger Bestandteil in der Rückwärtsbewegung. 47 Punkte in 82 Spielen sind kein Top-Wert und vermutlich wird der Angreifer deshalb häufig nicht in den Fokus genommen. Anders war es bei der Wahl zur Selke Trophy. Cates wurde hier elfter und sogar einmal als Erstplatzierter ausgewählt. Seine verantwortungsvolle Arbeit in der Defensive dürfte hier ausschlaggebend gewesen sein. Dazu konnte er seine Punkte mit wenig Powerplay-Zeit und begrenzter offensiver Freiheit sammeln.

PIT@PHI, GM 3: Cates nimmt den Puck vor dem Tor an, dreht sich und trifft im Powerplay

Troy Terry (Anaheim Ducks)

In einer Mannschaft, in der vorzugsweise über die Top-Talente Leo Carlsson, Cutter Gauthier und Beckett Sennecke gesprochen wird, ist für Troy Terry kein Platz für viel Rampenlicht. Der Angreifer ist trotzdem ein bedeutender Baustein für die Anaheim Ducks. 57 Punkte in 61 Spielen und elf Zähler in zwölf Playoff-Begegnungen sind gute Werte. Trotz einer chronischen Hüftverletzung kam er zum fünften Mal in Folge auf mehr als 50 Punkte in einer Saison. Ein starker Wert, der durch seinen Erfahrungsschatz für eine junge Mannschaft noch bedeutender wird.

Drake Batherson (Ottawa Senators)

17:21 Minuten Eiszeit erhielt Drake Batherson bei den Ottawa Senators im Durchschnitt. Während Spieler wie Tim Stützle im Fokus standen, punktete Batherson 71-Mal in 79 Spielen und stellte damit, sowie mit 33 Toren, persönliche Bestwerte auf. Auch wenn der Flügelstürmer in der Rückwärtsbewegung noch stärker werden kann, wird seine offensive Performance nicht so gewürdigt, wie es verdient wäre.

Artturi Lehkonen (Colorado Avalanche)

Die Stars der Colorado Avalanche profitieren von Artturi Lehkonens Spielweise und dennoch ist der Angreifer nicht im vollen Fokus. Mit 48 Punkten in 70 Spielen geht er hinter Nathan MacKinnon, Martin Necas, Cale Makar und Brock Nelson in der Wahrnehmung etwas unter. Mit seinem Forecheck sorgt er dafür, dass die Avalanche in Puckbesitz kommen. Ein Faktor, der nur schwer zu quantifizieren ist.

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