2. Bleibt Norris gesund?
Ein wichtiger Faktor für den Tuch-Ersatz könnte Josh Norris sein. Die Fähigkeiten des 27-jährigen Centers stehen nicht in Frage, doch seine Gesundheit macht ihm bereits seine ganze Karriere über zu schaffen. Er bestritt noch nie mehr als 66 Spiele in einer Saison. Vergangene Spielzeit kam er nur auf 44 Partien, allerdings zeigte er mit 34 Punkten (13 Tore, 21 Assists), was in ihm steckt.
Ein gesunder Norris wäre für Buffalo eine unglaubliche Verstärkung, besonders nach dem Abgang von Tuch. Er könnte seinen Teil beitragen, um Tuchs Torgefahr zu ersetzen. Ein Faktor, der ebenfalls nicht zu unterschätzen ist, ist seine Qualität am Bullypunkt. Die Sabres waren mit einer Erfolgsquote von nur 45,9 Prozent am Anspiel das schlechteste Team der NHL. Norris kommt in seiner Karriere auf einen Durchschnitt von 52 Prozent. Hätte man einen so zuverlässigen Spieler in entscheidenden Situationen, etwa mit einer knappen Führung kurz vor Ende eines Spiels, könnte man sich viele dramatische Szenen und viel Kampf und Kraft sparen.
3. Wie läuft der Start in die Saison?
Ab der Marke von 30 Saisonspielen waren die Sabres fast unschlagbar und beendeten die reguläre Saison mit 109 Punkten als Spitzenreiter der Atlantic Division und zweitbestes Team der Eastern Conference. Allerdings mussten sie sich erst aus einem tiefen Loch befreien, dass sie sich zu Beginn selbst geschaufelt hatten. Am 8. Dezember lagen sie mit 26 Punkten auf dem letzten Platz der Conference, vier Punkte hinter dem nächsten Team und acht Punkte hinter einem Rang in den Stanley Cup Playoffs.
Allerdings gibt es die berechtigte Hoffnung, dass sich das nicht wiederholt und die Sabres der Zukunft die sind, die man von Dezember an bis in die Playoffs bewundern durfte, wo sie erstmals seit 2011 antraten und in der Ersten Runde die Boston Bruins aus dem Rennen warfen.
4. Werden Benson und Samuelsson den Erwartungen gerecht?
Ein unerwartet wichtiger Faktor für den kometenhaften Aufstieg der Mannschaft war Verteidiger Mattias Samuelsson. Der 26-jährige Schwede hatte zuvor nie mehr als 14 Punkte in einer Saison erzielt. In der abgelaufenen Spielzeit gelangen ihm ganze 41 Zähler (13 Tore, 28 Assists). Diese Offensivgefahr aus der Verteidigung heraus ist unglaublich wertvoll, allerdings muss Samuelsson noch beweisen, dass die vergangene Saison keine Ausnahme war und er dauerhaft wenigstens ähnliche Leistungen bringen kann.
Ein weiterer Spieler, auf dem Erwartungsdruck lastet, ist Stürmer Zach Benson. Er stellte mit 43 Punkten, 13 Toren und 30 Assists ebenfalls persönliche Rekorde in allen Bereichen auf, obwohl er 17 Spiele verpasste. General Manager Jarmo Kekalainen belohnte diese Leistungen mit einem neuen Vertrag über sieben Jahre für 52,5 Millionen US-Dollar (durchschnittlich 7,5 Millionen pro Jahr). Die Botschaft ist klar, von Benson wird noch mehr erwartet.