Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.
In dieser Ausgabe: Die Analyse der Anaheim Ducks
Sportlich liegen die Anaheim Ducks im Plan. 2025/26 schafften sie unter der Regie ihres neuen Trainers Joel Quenneville nach sieben Jahren Abstinenz die langersehnte Rückkehr in die Stanley Cup Playoffs. Dort stellten sie in der ersten Runde den Edmonton Oilers ein Bein. In der zweiten Runde zogen sie nach hartem Kampf gegen den späteren Finalisten Vegas Golden Knights den Kürzeren. Für die Postseason hatte sich Anaheim als Dritter der Pacific Division direkt qualifiziert.
Sorgen bereitet den Verantwortlichen momentan etwas anderes. Um ein Offer Sheet der Philadelphia Flyers für den Nachwuchsstar und Restricted Free Agent Leo Carlsson abwehren zu können, musste der Klub tief in die Schatulle greifen. Mit seinem 90-Millionen-Dollar-Vertrag für fünf Spielzeiten und einem Jahressalär von 18 Millionen Dollar avancierte er zum bestbezahlten Spieler der Liga. Die hohen Ausgaben für den Center werden den finanziellen Spielraum des Klubs auf Jahre hinaus einschränken.
Die wichtigsten Veränderungen im Kader
Die Trades von Angreifer Mason McTavish zu den St. Louis Blues und Verteidiger Olen Zellweger zu den Buffalo Sabres waren deshalb in erster Linie monetären Gründen geschuldet. Sie wurden sogar schon vor dem Monsterangebot für Carlsson vollzogen, um das nötige Geld für die Anschlussverträge für Carlsson und Cutter Gauthier bereitzustellen. Neben dem hochtalentierten Zellweger haben die Ducks in der Defensive mit Kapitän Radko Gudas, Jacob Trouba und John Carlson zudem noch drei erfahrene Blueliner abgegeben oder ziehen lassen.
Aus diesem Grund ist es auf den ersten Blick verwunderlich, dass bis dato mit Nick Jensen nur ein neuer Abwehrveteran zu Anaheim wechselte. Der 35-Jährige unterschrieb für zwei Jahre. Letzte Saison absolvierte er 61 Partien für die Ottawa Senators und sammelte 17 Punkte. Seine durchschnittliche Eiszeit belief sich auf 17:01 Minuten. Wegen einer Knieverletzung bestritt er seit 11. März kein Pflichtspiel mehr.
Prominentester Neuzugang in der Offensive ist A.J. Greer. Er war das Tauschobjekt beim Trade von Gudas zu den Florida Panthers. Der 29-Jährige gilt als robust und zweikampfstark, was seine 203 Checks in der zurückliegenden Saison unterstreichen. Damit führte er das teaminterne Ranking der Vertretung aus Sunrise an. Zudem stellte Greer persönliche NHL-Bestleistungen in Sachen Tore (17), Assists (15) und Punkte (32) auf. 78 Einsätze standen für ihn zu Buche. 2025 holte er mit Florida den Stanley Cup.






















