DE Sabres breakdown

Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse der Buffalo Sabres

Für die Buffalo Sabres brachte die vergangene Saison nach langer Zeit endlich die Erlösung. Zu Beginn der Spielzeit musste das Team noch mit seinen Leistungen hadern. Danach entwickelten sie sich aber zu einer der Spitzenmannschaften der NHL. Am Ende zogen sie mit 109 Punkten (50-23-9) auf Platz eins der Atlantic Division und Platz zwei der Eastern Conference erstmals seit 2011 wieder in die Stanley Cup Playoffs ein. Dort feierten sie umgehend ihren ersten Erfolg und besiegten die Boston Bruins in der Ersten Runde mit 4:2, ehe sie in der Zweiten Runde knapp mit 2:4 gegen die Montreal Canadiens scheiterten.

Für die Saison 2026/27 stellt sich nun die Frage, welche Version der Sabres zu sehen sein wird. Die Mannschaft, die zu Beginn der Saison für Enttäuschungen sorgte oder die, die einen kometenhaften Aufstieg hinlegte und kaum zu schlagen war.

Die schönsten Tore der Sabres in der Saison 2025/26

Die wichtigsten Veränderungen im Kader

Im Kader der Sabres gab es einige Bewegung. Der routinierte Stürmer Alex Tuch verließ Buffalo, ebenso wie Verteidiger Bowen Byram. Im Austausch für Byram kam Verteidiger Louis Crevier. Von den Anaheim Ducks holte General Manager Jarmo Kekalainen Abwehrspieler Olen Zellweger. Außerdem verließ Verteidiger Michael Kesselring die Mannschaft.

Die Abgänge von Tuch und Byram sind sicherlich schmerzlich, allerdings nicht katastrophal. Die Abwehr ist mit Rasmus Dahlin, Owen Power und Mattias Samuelsson gut bestückt. Zellweger, der vergangene Saison 22 Punkte (sieben Tore, 15 Assists) erzielte und Crevier mit seinen 25 Punkten (sieben Tore, 18 Assists), sind ein vielversprechender Ersatz für Byram.

Schlüsselspieler

Das Trio um Dahlin, Power und Samuelsson ist in der Defensive ein Luxus. Dahlin ist einer der besten Verteidiger der Liga und war vergangene Saison mit 74 Punkten (19 Tore, 55 Assists) der zweitbeste Scorer der Sabres. Interessant wird, ob Samuelsson seine Leistungen wiederholen kann. Der 26-jährige Schwede hatte vergangene Saison seinen großen Durchbruch mit 41 Punkten (13 Tore, 28 Assists). Zuvor gelangen ihm nie mehr als 14 Zähler in einer Saison.

Im Angriff werden die Sabres vom Hünen Tage Thompson angeführt, der mit 81 Punkten (40 Tore, 41 Assists) ihr Topscorer und bester Torjäger war. Danach kommen jede Menge junge und talentierte Stürmer wie Josh Doan, Ryan McLeod, Jack Quinn und Zach Benson. Bitter war der Ausfall von Josh Norris, der verletzungsbedingt nur 44 Spiele bestreiten konnte, in denen er trotzdem 34 Punkte (13 Tore, 21 Assists) sammelte. Sollte er gesund bleiben, wäre das eine gewaltige Verstärkung.

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Spieler aus dem DACH-Raum

Deutschsprachige Spieler sucht man in Buffalo im Moment vergeblich. Sie haben aber die Rechte an dem jungen deutschen Verteidiger Norwin Panocha und dem österreichischen Stürmer Vasily Zelenov.

Stärken

Die Sabres lagen vergangene Saison mit 3,45 Toren pro Spiel auf Rang fünf und mit 2,93 Gegentoren pro Partie immerhin noch unter den Top 10. Viel junges Talent in der Offensive macht sie trotz des Abgangs von Tuch zu einem Spitzenteam im Angriff. In der Abwehr verfügen sie ebenfalls über einige Klasse und mit Dahlin über einen Kandidaten für die Norris Trophy.

Eine weitere Stärke der Sabres findet sich im Tor. Ukko-Pekka Luukkonen und Alex Lyon zeigten gute Leistungen und sorgten dafür, dass Buffalo mit einer Fangquote von genau 90 Prozent im ligaweiten Vergleich auf Platz drei stand.

Verbesserungspotenziale

Die Sabres müssen den schwachen Start aus der vergangenen Saison vermeiden. Zu oft wurden Spiele, in denen sie in Führung lagen, am Ende verschenkt. Helfen könnte dabei ein besseres Powerplay, denn mit einer Erfolgsquote von 19,5 Prozent lagen sie nur auf Rang 21. Mehr Erfolg am Bullypunkt in wichtigen Szenen wäre ebenfalls ein klarer Pluspunkt. Sie gewannen vergangene Saison nur 45,9 Prozent der Anspiele und waren damit das Schlusslicht der NHL.

Vielversprechende Talente

Obwohl die Sabres in den vergangenen Jahren viele Talente in die NHL holten, haben sie weiterhin Verstärkung mit Potenzial in der Hinterhand. Der Stürmer Kosta Helenius bestritt vergangene Saison bereits neun NHL-Spiele und erzielte dabei vier Punkte (ein Tor, drei Assists). In der Abwehr lauert Radim Mrtka auf den Durchbruch, genau wie Daxon Rudolph, den Buffalo im NHL Draft 2026 mit dem vierten Pick in der ersten Runde wählte.

Radim Mrtka #57 of the Buffalo Sabres skates up ice against the Detroit Red Wings during the first period of a pre-season game at Little Caesars Arena on September 25, 2025 in Detroit, Michigan. (Photo by Dave Reginek/Getty Images)

Playoff-Chancen

Angesichts des Erfolgs in der vergangenen Saison und der Tatsache, dass viele der jungen Spieler der Sabres einen weiteren Schritt in ihrer Entwicklung machen dürften, sollte die Qualifikation für die Playoffs für Buffalo Pflicht sein. Wie weit sie dann kommen, wird die spannendere Frage sein.

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