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Zwei Wochen dauert es noch, ehe die Stanley Cup Playoffs 2026 beginnen. In beiden Conferences wird noch um die beste Ausgangsposition und die letzten Plätze in der Runde der besten 16 gekämpft. Wie die Paarungen der ersten Runde am Ende der regulären Saison aussehen werden, ist noch nicht sicher. Würden die Playoffs schon heute beginnen, wären dies aber einige der großen Themen:

David gegen Goliath

Die Colorado Avalanche standen beinahe die gesamte Saison über an der Spitze der gesamten NHL. Sie sind der absolute Favorit auf den Stanley Cup. In der ersten Runde treffen sie auf das Team, das die zweite Wildcard der Western Conference hält, die San Jose Sharks.

Angeführt von einer überragenden Saison des 19-jährigen Macklin Celebrini, machten die Sharks einen gewaltigen Schritt in ihrem Neuaufbau. In seiner zweiten NHL-Saison erzielte er in 74 Spielen 105 Punkte (40 Tore, 65 Assists) und ist der viertbeste Scorer der Liga.

Den Sharks gegenüber steht ein Team, dessen Schlüsselspieler wie Nathan MacKinnon, Cale Makar, Devon Toews und Gabriel Landeskog bereits 2021/22 beim Gewinn des Stanley Cups dabei waren. In keiner anderen Paarung ist die Rollenverteilung zwischen Außenseiter und Favorit so klar.

Erstklassiges Duell auf Augenhöhe

Die Central Division dominierte diese Saison insgesamt die Tabellenspitze. Einige Zeit lang waren die drei Spitzenteams der Division auch die Topteams der gesamten Liga. Hinter den Avalanche lieferten sich die Dallas Stars und die Minnesota lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz zwei. Alle drei Mannschaften ließen gegen Ende der Saison etwas nach, doch das Duell zwischen den Stars und Wild in der ersten Runde ist eins der besten der ersten Runde.

Die Stars haben mit dem zweiten Platz das Heimrecht, doch die Bilanz der beiden Teams gegeneinander ist in dieser Spielzeit äußerst ausgeglichen. Beide Mannschaften gewannen je ein Mal mit 5:2. Die dritte Partie ging erst in der Verlängerung mit 2:1 an Minnesota. Zwischen den beiden Mannschaften herrscht eine große Rivalität durch langjähriges Kräftemessen gegeneinander in der Division und die Tatsache, dass die Stars früher die Minnesota North Stars waren, ehe das Franchise 1993 nach Texas zog. Mit erstklassigen Torhütern und viel Starpower wartet hier eine Serie auf höchstem Niveau.

DAL@COL: Robertson staubt zum 1:1 ab

Underdog mit guten Chancen

Als Halter der ersten Wildcard im Westen steht für die Utah Mammoth eine Serie gegen die Anaheim Ducks an. Die Ducks sind eins der zahlreichen jungen Teams, deren Neuaufbau Früchte trägt und stehen überraschend auf Platz eins der Pacific Division.

Ein Blick auf die Tabelle zeigt aber, wie Eng die beiden Mannschaften beieinander liegen. Utah hat 84 Punkte, Anaheim 87. Das ist mit Abstand die geringste Differenz zwischen einem Wildcard-Team und seinem Gegner. Ein Außenseitersieg ist in diesem Duell alles andere als unwahrscheinlich.

Mit offenem Visier

In der Pacific Division stehen die Edmonton Oilers und Vegas Golden Knights auf Platz zwei und drei. Beide litten in dieser Saison unter einer schwachen Fangquote ihrer Torhüter, verfügen aber über beachtliche Durchschlagskraft in der Offensive.

Leon Draisaitl und Connor McDavid sind bei den Oilers zwei der besten Spieler der Liga, Mitch Marner und Jack Eichel sorgen bei den Golden Knights für Gefahr. Angesichts dieser Stärken und Schwächen könnte diese Serie zum Torfeuerwerk der ersten Runde werden.

Achtung vor Ottawa

In der Eastern Conference erkämpfte sich Tim Stützle mit den Ottawa Senators die zweite Wildcard. Auf dem Papier sind die Senators gegen die Carolina Hurricanes die klaren Außenseiter, man sollte sie aber nicht unterschätzen.

Ottawa litt über weite Strecken der Saison unter schwachen Torwartleistungen, außerdem fehlte Kapitän Brady Tkachuk lange verletzungsbedingt. Die Torwartleistungen stabilisierten sich mittlerweile aber und seit 25. Januar holten nur drei Mannschaften mehr Punkte als Ottawa. Das Spitzenteam aus Carolina hat nach wie vor die Favoritenrolle, muss sich aber in Acht nehmen.

OTT@DET: Stützle schießt im Powerplay, Tkachuk fälscht erfolgreich ab

Langes Leiden hat ein Ende

Die Buffalo Sabres zogen zuletzt 2011 in die Playoffs ein, doch das lange Warten hat nun ein Ende. Nach einem schwachen Start in die Saison gehören sie nun zu den besten Teams der Liga. Auf Platz zwei der Atlantic Division treffen sie auf die drittplatzierten Montreal Canadiens.

Hier stehen sich zwei der besten jungen Teams der NHL gegenüber. Bei so viel Talent, Schnelligkeit und Torgefahr wartet ein unterhaltsames Aufeinandertreffen auf Fans, das zu einem der großen Duelle der kommenden Jahre werden könnte.

Legende gegen Star der Zukunft

Die Pittsburgh Penguins und New York Islanders verpassten die Playoffs vergangene Saison, liegen jetzt aber auf Platz zwei und drei der Metropolitan Division. In dieser Paarung kommt es zum Duell der Generationen.

Auf Seiten der Penguins steht Sidney Crosby, ein Spieler, der die vergangenen zwei Jahrzehnte prägte und oft in einem Atemzug mit Legenden wie Wayne Gretzky und Mario Lemieux genannt wird. Die Islanders haben ihre gute Saison ihrem jüngsten Spieler Matthew Schaefer zu verdanken. Der Rookie-Verteidiger liefert eine überragende erste Saison und ist das vielleicht größte Abwehrtalent der Liga.

Pure Härte

Trainer Marco Sturm führt seine Boston Bruins auf dem zweiten Wildcard-Platz in eine Serie gegen die Tampa Bay Lightning. Beide Mannschaften haben Spitzenspieler, die technisch versiert sind und für Punkte sorgen können. Bostons David Pastrnak und Tampas Nikita Kucherov gehören zu den Spitzenstürmern der NHL.

Allerdings leben beide Teams auch von ihrem harten und körperbetonten Spiel. Die Lightning führen die NHL mit 1088 Strafminuten an, die Bruins liegen mit 944 Minuten auf Platz zwei. Im Kampf um den Einzug in die zweite Runde werden sie alles geben.

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