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Weber fühlt sich bei den Predators pudelwohl

"Breaking the Ice" auf NHL.com/de: Der Verteidiger hebt Willen und Erfolgshunger im Team hervor

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Während der Saison 2017/18 bringt NHL.com/de jeden Mittwoch ein Feature mit dem Titel "Breaking the Ice". Darin präsentieren wir jeweils einen Spieler, der in der Liga zuletzt von sich Reden gemacht hat - auf oder abseits des Eises.

In dieser Folge: Yannick Weber (Nashville Predators)

Geduld und Beharrlichkeit sind zwei wichtige Tugenden, um sich in der NHL durchzusetzen. Yannick Weber von den Nashville Predators ist der beste Beweis dafür. Sowohl in den fünf Jahren nach seinem Debüt 2008 bei den Montreal Canadiens als auch im Anschluss in den drei Spielzeiten bei den Vancouver Canucks musste er häufig um seinen Platz in der Defensive kämpfen. Zur Saison 2016/17 wechselte der Berner zu den Predators, wo er auf Anhieb zur Stammbelegschaft zählte. Mit starken Leistungen trug er seinen Teil dazu bei, dass es der Klub bis in die Finalserie um den Stanley Cup schaffte. In der aktuellen Spielzeit 2017/18 knüpfte er nahtlos an die überzeugenden Darbietungen an, auch wenn er verletzungsbedingt nicht alle Partien bestreiten konnte. Zum Jahreswechsel belohnten die Franchise-Verantwortlichen den 29-jährigen Verteidiger mit einem neuen Zweijahresvertrag.

Vor wenigen Tagen traf sich NHL.com/de mit dem Defensivspezialisten zum Interview in Nashville. Dabei sprach er unter anderem über die ungewohnte Rolle als Torschütze und die Gründe für das erfolgreiche Auftreten der Predators in den vergangenen anderthalb Jahren.

Gegen die Calgary Flames hast du vor Kurzem dein zweites Saisontor geschossen. Wie hat sich das angefühlt?

Sehr gut. Es ist immer ein Highlight, wenn man einen Treffer erzielt. Eigentlich ist das Toreschießen ja nicht meine wichtigste Aufgabe. Aber wenn ich dem Team damit helfen kann, ist es natürlich prima. Leider hat es am Ende nicht zum Sieg gegen Calgary gereicht.

Video: CGY@NSH: Weber per Rebound zu einem klasse Tor

Du bist inzwischen eine feste Größe bei den Predators, hast deinen Vertrag verlängert. Bist du froh, dass deine Zukunft frühzeitig geklärt ist?

Das hilft ungemein. Wenn man in den Sommer geht und noch keinen Vertrag hat, ist die Free Agency eine stressige Zeit. Deshalb war es für mich wichtig, dass ich früh verlängern konnte. Ich fühle mich in Nashville pudelwohl und hatte letztes Jahr eine Riesensaison. Der ganze Stanley-Cup-Run war mehr als ich mir erhofft hatte. Darum stand für mich fest, dass ich bei den Predators bleiben will. Und auch das Management möchte, dass ich noch eine Weile hier spiele. Von daher bin ich rundum glücklich.

Was macht die Stärke der Predators aus?

In erster Linie die Tiefe des Kaders. Wir haben im Sturm viele Linien, die Chancen kreieren können. In der Defensive sind wir ebenfalls gut aufgestellt. Unsere Top-4-Verteidiger gehören sicherlich zu den besten in der Liga, ebenso die Torleute. Bei uns stimmen einfach viele Komponenten. Wir haben im Laufe der Jahre einen besonderen Charakter herausgebildet, der uns Selbstvertrauen gibt. Deswegen konnten wir nahtlos an den Erfolg der Vorsaison anknüpfen.

 

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Ist der Druck im Team und im Umfeld nach dem Einzug ins Stanley-Cup-Finale in der abgelaufenen Saison gestiegen?

Sobald man Erfolg hat, will man mehr erreichen. Das ist ganz normal. Die Fans waren letztes Jahr super in den Playoffs und haben uns enorm unterstützt. Auch heuer sind sie für uns da sein und bilden einen starken Rückhalt, das merkt man. Wir Spieler haben genauso Appetit auf mehr. Der Druck ist nicht unbedingt größer geworden, würde ich sagen, eher der Wille und der Erfolgshunger.

Seid ihr dieses Jahr reif für den Titel?

Im vergangenen Jahr haben wir es mit einem jungen und relativ unerfahrenen Team weit gebracht. Diese Playoff-Erfahrung wird vielen Spielern jetzt helfen. Insgesamt sind wir auf jeden Fall reifer geworden. Wir wissen jetzt, was nötig ist, um so weit zu kommen. Das wird uns auf dem weiteren Weg mit Sicherheit helfen.

Wo verbringst du am liebsten deine Freizeit in Nashville? Unternimmst du ab und zu etwas mit deinen Schweizer Landsleuten Roman Josi und Kevin Fiala?

Ja sicher treffen wir uns privat. Roman und ich sind schließlich zusammen aufgewachsen. Wir stammen aus dem gleichen Ort und kennen uns, seit wir sechs Jahre alt sind. Leider gibt es während der Saison in unserem Job nicht allzu viel freie Zeit. Ich habe außerdem zwei Hunde, die mich ganz schön auf Trab halten. Nashville ist allgemein eine schöne und ruhige Stadt, in der man tolle Sachen machen kann.
Wenn es nicht gerade regnet…

(lacht) Ja, das stimmt. Leider ist es hier manchmal etwas regnerisch.

 

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