Jochen Hecht #55 of the Buffalo Sabres celebrates his third-period goal against the Ottawa Senators on April 05, 2013 at the First Niagara Center in Buffalo, New York. (Photo by Jen Fuller/Getty Images)

Jochen Hecht brauchte nicht lange, bis die Erinnerungen an seine glorreiche Zeit bei den Buffalo Sabres zurückkamen. Der Deutsche gehörte zu den ehemaligen Spielern des Kaders von 2005/06, die am Donnerstag bei der Partie des Klubs gegen die Montreal Canadiens an ihrer alten Wirkungsstätte zu Gast waren. Der Angreifer hätte mit seinem Team in jener Saison beinahe den Einzug ins Stanley Cup Finale geschafft. Doch in einem dramatischen Spiel 7 im Eastern Conference Finale zogen die Sabres gegen den späteren Champion Carolina Hurricanes den Kürzeren.

„Es ist toll, einige von den Jungs zu treffen, die man 15,20 Jahre lang nicht gesehen hat. Man ist sofort wieder drin in den alten Gewohnheiten und unterhält sich so wie früher. Wir wollten natürlich wissen, was jeder gerade macht“, berichtete Hecht.

Der gebürtige Mannheimer hätte zum großen Sabres-Helden des Jahres 2006 werden können. Beim Showdown des Conference Finales im Osten brachte er sein Team fünf Sekunden vor Ablauf des zweiten Drittels mit 2:1 in Führung. Die Stimmung während der zweiten Drittelpause in der Arena von Raleigh war laut Hecht euphorisch. „Ich habe immer noch das Bild im Kopf, wie der Puck beim Penalty Killing reingegangen ist. Wir sind voller Zuversicht gewesen, den knappen Vorsprung halten zu können. Aber es ist anders gekommen“, erzählte der gebürtige Mannheimer. Die Hurricanes drehten das Match und gewannen mit 4:2. „Wenn alles vorbei ist, merkt man, wie schwer es ist, die Playoffs oder das Finale zu erreichen. Man bekommt nicht viele Chancen“, so Hecht.

Dass Buffalo überhaupt so weit kommen würde, war zu Saisonbeginn nicht absehbar. Die Mannschaft startete mit einer Bilanz von 8-9-0, legte dann aber eine beeindruckende Serie von 19-3-2 hin. Dadurch stießen sie vom letzten Platz der Northeast Division auf den zweiten Platz vor. In den Playoffs schalteten sie zunächst die Philadelphia Flyers und danach die Ottawa Senators aus. Erst an den Hurricanes bissen sie sich die Zähne aus. „Im Laufe des Jahres ist ein regelrechter Hype um uns entstanden. Als wir die Playoffs erreichten, klopften uns alle auf die Schultern. Es war schön zu sehen, wie die ganze Stadt zusammenhielt und uns anfeuerte“, sagte Hecht im Rückblick.

Zehn Jahre trug er das Trikot der Sabres, bevor er 2012/13 seine NHL-Karriere beendete. „Ich habe die Zeit hier sehr genossen und auch abseits des Eishockeys einige wirklich gute Freunde gefunden“, betonte Hecht. In seine Ära fällt die bislang letzte Playoff-Teilnahme von Buffalo im Jahr 2011. Für die Sabres, die Edmonton Oilers und die St. Louis Blues kam Hecht in 833 Saisonspielen zum Einsatz und verbuchte 463 Punkte.

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