Edmonton Oilers Center Connor McDavid (97) is frustrated at the play of New York Islanders Goalie Ilya Sorokin (30) in the third period of the Edmonton Oilers game versus the New York Islanders on January 15, 2026 at Rogers Place in Edmonton, AB. (Photo by Curtis Comeau/Icon Sportswire via Getty Images)

Selbst der beeindruckendste Lauf geht einmal zu Ende. Diese Erfahrung machte am Donnerstag auch Connor McDavid von den Edmonton Oilers. Nachdem der Kapitän der Mannschaft zuvor in 20 Spielen hintereinander Punkte gesammelt hatte, ging er beim 0:1 gegen die New York Islanders erstmals wieder ohne Scorerpunkt vom Eis. Damit endete der bislang längste Punktestreak seiner NHL-Karriere. Die Islanders sicherten sich auf der anderen Seite ihren vierten Auswärtssieg in Edmonton seit 2000/01. Die drei vorherigen Erfolge datieren vom 7. März 2017, 13. März 2003 und 16. Februar 2001.

Das Ende einer historischen Punkteserie

Dass es in diesem Duell am Ende nicht zu einem Punkt für McDavid reichte, war ein Stück weit dem Pech geschuldet. Der Center, der am Dienstag 29 Jahre alt geworden war, hätte in den letzten Sekunden der Partie beinahe noch einen Zähler gutgeschrieben bekommen. Er passte zu Leon Draisaitl an dessen Lieblingsposition, doch der gebürtige Kölner traf 35,1 Sekunden vor Spielende nur den Pfosten.

Dass es ausgerechnet gegen die defensivstarken Islanders zum Ende des Erfolgslaufs kam, war nicht grundsätzlich überraschend. Angeführt von einem überragenden Ilya Sorokin im Tor, der mit 35 Paraden zur Stelle war und damit sowohl Draisaitl als auch McDavid erfolgreich ausbremste, überstanden die Gäste die 60 Minuten im Rogers Place gänzlich unbeschadet. Ein einziger Treffer, erzielt von Anthony Duclair in der 54. Minute, entschied die Partie.

„Ich finde, dass wir heute Abend defensiv ein großartiges Spiel gemacht und sehr diszipliniert agiert haben, mit nur zwei Strafen“, freute sich Matchwinner Sorokin über den Verlauf der Begegnung. „Wir haben jede Minute gekämpft und hatten eine Chance im Powerplay, die wir genutzt haben. Das Glück war auf unserer Seite. Das war ein großer Sieg gegen eine große Mannschaft“, fügte er hinzu.

NYI@EDM: Sorokin verhilft den Islanders zu einem Shutout-Sieg

McDavid erst siebenmal ohne Zähler

McDavid brachte es bei seinem erfolgreichsten Lauf in der NHL auf 46 Punkte (19 Tore, 27 Assists) aus 20 Spielen. Der fünfmalige Top-Scorer der Liga rangiert mit 82 Zählern (30 Tore, 52 Assists) aus 48 Einsätzen in der Saison 2025/26 weiterhin an der Spitze der NHL-Punktesammler. Es war erst das siebte Mal in dieser Spielzeit, dass McDavid punktlos blieb – zwei Partien in Folge ohne Scorerpunkt gab es für ihn bislang noch nie. Die Aussichten für den nächsten Auftritt am Samstag bei den Vancouver Canucks sind somit günstig.

Torhüter im Fokus: Sorokin sticht heraus

Oilers-Goalie Connor Ingram hatte mit 17 Paraden und nur einem Gegentor ebenfalls einen starken Auftritt, er wurde jedoch trotzdem von seinem Gegenüber ausgestochen. Für Sorokin war es der fünfte Shutout sowie der 15. Sieg in dieser Saison.

Mit seinen nun fünf Shutouts ist Sorokin Ligaspitzenreiter. Es ist zudem seine dritte Saison mit mindestens fünf gegentorlosen Spielen nach 2021/22 und 2022/23. Er ist damit der sechste aktive Torhüter, dem dieses Kunststück drei- oder mehrmals gelungen ist – neben Sergei Bobrovsky (6), Jonathan Quick (6), Darcy Kuemper (4) und Connor Hellebuyck (4).

„Er hat großartig gespielt“, zollte Ingram seinem Gegenüber Respekt. „Wenn ein Torhüter so gut in Form ist und dazu noch ein Pfosten im Weg steht, macht das am Ende den Unterschied.“

Überlegenheit ohne Ertrag

Nachdem Draisaitl acht Minuten vor Ende der regulären Spielzeit wegen Beinstellens auf die Strafbank musste, erzielte Duclair den einzigen Treffer der Partie, vorbereitet von Mathew Barzal, der damit den 500. Punkt seiner NHL-Karriere verbuchte.

Anschließend brachten die Islanders den Sieg mit sechs gegnerischen Feldspielern bei leerem Tor mit Glück und Geschick über die Zeit. In dieser Phase war Sorokin noch einmal zur Stelle, als er in letzter Sekunde einen One-Timer von Draisaitl spektakulär entschärfte.

NYI@EDM: Barzal bereitet Duclairs Treffer vor, der zu einem Meilenstein führt.

„Wir haben wirklich gut verteidigt. Ja, sie hatten einige gute Chancen, aber Ilya war hervorragend und unser Powerplay hat uns einen wichtigen Treffer beschert“, sagte Islanders-Trainer Patrick Roy.

Die Oilers haben nach der Heimniederlage eine Matchbilanz von 23-17-8 vorzuweisen. Mit 54 Punkten liegen sie weiterhin auf Rang zwei der Pacific Division und haben drei Zähler Vorsprung auf die Seattle Kraken und die San Jose Sharks (je 51), die allerdings zwei Spiele weniger absolviert haben.

Oilers-Trainer Kris Knoblauch zeigte sich trotz der Niederlage nicht gänzlich unzufrieden: „Ich bin sehr angetan von der Leistung unseres Teams. Ingram hat besonders zu Beginn wichtige Paraden gezeigt. Wir hatten viele gute Chancen im 5 gegen 5, im Powerplay und im 6 gegen 5. Wir haben fast alles richtig gemacht – außer den Puck ins Tor zu schießen.“

Die Torschussstatistik unterstrich diese Einschätzung. Im ersten Drittel stand es noch 12:12, ehe die Oilers im zweiten Abschnitt mit 13:4 klar dominierten. Die Islanders gaben in den ersten 12:55 Minuten des dritten Drittels keinen einzigen Schuss ab und kamen in den letzten beiden Spielabschnitten insgesamt nur auf sechs Abschlüsse. Am Ende lautete das Verhältnis 35:18 zugunsten der Oilers – doch Zählbares sprang nicht heraus.

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