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Roman Josi schätzt seine langen Arbeitszeiten

Kapitän der Nashville Predators schlüpft diese Saison einmal mehr in die Rolle als Vielspieler

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Jeden Donnerstag im Laufe der Saison 2017/18 widmet NHL.com/de einem deutschsprachigen Spieler einen speziellen Bericht. Dabei stellen wir sowohl junge Spieler, die sich einen Namen machen wollen, als auch etablierte Akteure und Teamleader ins Rampenlicht.

In dieser Ausgabe: Roman Josi (Nashville Predators)

Als die Verantwortlichen der Nashville Predators vor Saisonbeginn gezwungen waren, einen neuen Kapitän für das Team zu nominieren, mussten sie vermutlich nicht lange nachdenken. Schließlich hatten sie einen Akteur in ihren Reihen, auf den alle Kriterien der Stellenbeschreibung perfekt passten: Roman Josi. Der Berner zählt nicht nur zu den besten Offensiv-Verteidigern der gesamten NHL, sondern zeigt darüber hinaus genau jene Führungsqualitäten auf und abseits des Eises, die für diesen Posten notwendig sind. In der laufenden Spielzeit liefert er einmal mehr beeindruckende Leistungsnachweise ab und besitzt großen Anteil daran, dass die Predators zum engen Favoritenkreis auf den Stanley Cup gehören.

Kein Feldspieler seiner Mannschaft verbuchte in dieser Saison bislang mehr Torschüsse und eine längere durchschnittliche Eiszeit als der 27-jährige Schweizer. 137mal versuchte er bei seinen 41 Einsätzen, den Puck im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Achtmal war er dabei erfolgreich. Hinzu kommen 19 Torvorlagen. Seiner Arbeit ging er im Schnitt fast 25 Minuten nach.

Video: NSH@LAK: Josi per Onetimer gegen Quick im Powerplay

Das enorme Pensum macht ihm nach eigenen Angaben nichts aus. "Wenn man viel spielt, gewöhnt man sich daran. Das ist fast wie ein zusätzliches Training", sagte er im Gespräch mit NHL.com/de. In dieser Saison sei die Situation sogar weniger belastend als in den Jahren zuvor. "Wir haben jetzt viele starke Verteidiger im Kader, so dass wir die Eiszeit sogar etwas reduzieren können", fügte er hinzu.

Die ausgeprägte Tiefe des Kaders sieht Josi als einen Schlüssel für den derzeitigen Erfolg der Predators an. "Unsere Reihen sind alle gleichmäßig besetzt. Wir verfügen über hervorragende Leute auf allen Positionen. Selbst wenn wir ein paar Verletzte haben, kommen andere Spieler rein und machen einen extrem guten Job", betonte er.

Im Moment liegt Nashville klar auf Playoff-Kurs. Die Endrunde zu erreichen, ist auch das erklärte erste Ziel von Josi und seinen Teamkollegen. "Zunächst einmal musst du irgendwie in die Playoffs kommen. Dann ist alles offen, wie man im vergangenen Jahr gesehen hat. Wenn wir es dorthin geschafft haben, wollen wir natürlich den Stanley Cup holen", betonte der Predators-Kapitän. Er ist überzeugt, dass die Mannschaft die Qualität besitzt, um diesmal den letzten Schritt erfolgreich zu gehen.

Bei der Mission Titelgewinn baut Josi auf die frenetische Unterstützung des Publikums. Obwohl durch die Finalteilnahme im Vorjahr die Erwartungshaltung im Umfeld des Vereins gestiegen sei, übten die Anhänger keinerlei Druck auf die Mannschaft aus. "Es ist unglaublich, wie die Fans in Nashville uns pushen. Selbst wenn wir mal nicht so gut spielen, feuern sie uns lautstark an."

Doch richten muss es die Mannschaft letztlich selbst. Das weiß auch Josi. Er will deshalb in seiner Rolle als Kapitän die Verantwortung übernehmen und alles dafür tun, damit der große Traum vom Stanley-Cup-Sieg wahr wird.

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