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Fiala bewirkt Wunder für die Predators

Der Schweizer Stürmer, der sich in den Playoffs das Bein gebrochen hatte, zündet in Nashville

von Lisa Dillman @reallisa / NHL.com Redakteurin

Als sich Kevin Fiala noch in der frühen Phase seiner Rehabilitation befand, fiel Craig Smith, seinem Teamkollegen bei den Nashville Predators, seine maßvolle Entschlossenheit auf.

Fiala musste sich am 26. April operieren lassen, nachdem er sich in Spiel 1 der zweiten Runde der Western Conference gegen die St. Louis Blues eine Fraktur des linken Oberschenkelknochens zugezogen hatte. Es sollte acht Wochen dauern bis er den nächsten großen Schritt bei seiner Genesung machte und erstmals wieder das Eis betrat.

"Er ist ein Junge, der sobald er merkt, dass etwas geht, alles unternimmt um zurückzukommen", sagte Smith. "Das war eine ziemlich schwere Verletzung."

"Man konnte es auf der Stelle sehen. Er fragte sich 'Wie lange? Wann kann ich wieder zurückkommen?' Ich kenne nicht die Antwort, doch es war ziemlich schnell."

Es war unglaublich schnell.

Aber es war keineswegs leicht, zu beantworten, inwieweit das Bein der Belastung während eines Spiels standhält. Fiala sagte, dass es ihm schwerfiel, den exakten Moment zu bestimmen ab dem die Angst verschwand.

"Ich kann kein genaues Datum nennen", sagte er. "Aber es hat seine Zeit gedauert. Gerade zu Saisonbeginn tauchte sie immer wieder auf. Doch nun ist die Angst völlig verschwunden. Ich werde versuchen, dass es dabei bleibt."

 

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Diese Entschlossenheit, die Fiala während seiner Rehabilitation auszeichnete, sah man bei ihm auch mit den Predators während ihrer 5-Spiele-Siegesserie, die am Dienstag ihr Ende fand mit einer 3:4-Niederlage nach Overtime gegen das Nummer 1 Team in der NHL, die Tampa Bay Lightning.

Mit 29 Punkten (13 Tore, 16 Assists) hat Fiala bereits seine Karrierebestleistungen aufgestellt, was besonders beeindruckend ist, wenn man berücksichtigt, dass er in den ersten 15 Saisonpartien nicht getroffen hatte. Der Durchbruch gelang ihm am 14. November im Spiel gegen die Washington Capitals.

"Wenn ich mir die Leistungskurve so anschaue wie einen Aktienkurs, dann würde ich sagen, dass sie in die richtige Richtung zeigt und man könnte sich durchaus überlegen in Kevin Fiala zu investieren", sagte Predators General Manager David Poile.

Video: FLA@NSH: Fiala bringt Preds mit 2. Tor in Führung

Die neu aufgestellte Reihe der Predators mit Nick Bonino in der Mitte von Fiala und Calle Jarnkrok brachte es auf acht Scorerpunkte am Samstag beim 4:3-Sieg über die Florida Panthers in der Bridgestone Arena von Nashville. Fiala erzielte zwei Treffer gegen die Panthers - sein erstes 2-Tore-Spiel nach seiner Beinverletzung.

"Alle beide sind großartige Spieler", sagte Fiala. "Sie sind 2-Wege-Spieler. Stark in der Defensive, großartig in der Offensive und sie arbeiten hart. Ich glaube, dass wenn man hart arbeitet auch deutlich mehr Chancen bekommt."

Fialas Schweizer Landsmann und Teamkollege Verteidiger Roman Josi war beeindruckt von der Vorstellung dieser Reihe im Spiel gegen Florida.

"Er (Fiala) ist einer dieser Jungs, die sehr häufig das Spiel machen. Er macht manches möglich. Er ist wirklich kreativ. Ich war noch nie ein Stürmer, ich kann mir aber vorstellen, dass es Spaß macht, mit ihm zusammen zu spielen."

Die Ankunft von Center Kyle Turris am 5. November durch einen 3-Wege-Trade mit den Ottawa Senators und Colorado Avalanche war ein wichtiger Schlüssel, dass Fiala Anfang der Saison in Schwung kam. Fiala, der mit Turris und Smith in einer Reihe stand, brachte es auf 19 Punkte in den folgenden 19 Partien nach dem Trade.

Dann blieb Fiala zwischen dem 23. Dezember und 16. Januar acht Spiele in Folge ohne Punkt.

Video: FLA@NSH: Fiala zieht direkt und schnell ab

"Zwei Spieler, die nicht richtig zündeten, Fiala und Smith, fanden augenblicklich zueinander und stellten fest, was für ein guter Spieler Kyle Turris ist", sagte Poile.

"Andererseits kam Kevin Fiala auch von einer Beinverletzung zurück und selbstverständlich braucht es da seine Zeit bis man physisch auf voller Höhe ist. Dann kommen noch mentale Probleme hinzu, wenn man bedenkt was geschehen ist. Doch alles in allem glaube ich, dass er immer besser wurde."

Josi bemerkte, dass die Umstellung von Europa für jeden Spieler auf diesem hohen Niveau seine Zeit braucht. Fiala, 21, war in Schweden bevor er nach Nordamerika kam, wo er vor dieser Spielzeit 60 reguläre NHL-Saisonspiele bestritt.

"Er war schon immer hochtalentiert", sagte Josi. "Man konnte sein Talent sehen -- die Geschicklichkeit in den Händen und sein Können."

Ein junger Spieler, insbesondere einer der aus Europa kommt, benötigt hier viele Spiele. Das Spiel unterschiedet sich hier etwas, dementsprechend braucht es seine Zeit ein paar Kleinigkeiten rauszufinden und Konstanz zu bringen.

"Das fiel mir auch am Schwersten, bei den vielen Partien jeden Abend eine konstante Leistung abzuliefern. Daran kann man sein hohes Können erkennen, er spielt extrem gut in diesem Jahr."

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