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Colorado Avalanche befördern Sven Andrighetto

Person of Interest: Der Schweizer rückt nach guten Leistungen von der vierten direkt in die erste Angriffsformation auf

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

In der Rubrik "Person of Interest" widmet NHL.com/de jeden Dienstag einem Spieler oder einer anderen Persönlichkeit aus der NHL-Familie eine Story abseits des aktuellen Tagesgeschehens.

In dieser Ausgabe: Sven Andrighetto (Colorado Avalanche)

Bereits vor der Partie am Montag gegen die Vegas Golden Knights hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass für Sven Andrighetto eine Beförderung anstehen könnte. Beim Vormittagstraining sah man den Schweizer auffällig oft an der Seite von Topscorer Nathan MacKinnon. Die beiden skateten nicht nur zusammen, sondern diskutierten immer wieder ausgiebig über einzelne Aktionen im Verlauf der Übungseinheit. Bei der Bekanntgabe der Aufstellung bestätigte sich die Vermutung. Andrighetto bildete zusammen mit MacKinnon und Alexander Kerfoot die erste Sturmreihe der Avalanche im Match gegen den Tabellendritten der Pacific Division. Für den 25 Jahre alten Angreifer bedeutete dies einen steilen Aufstieg. In den Spielen zuvor stand er noch, wie die meiste Zeit in dieser Saison, in der vierten Reihe.

 

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Die bedeutendere Rolle im Team hatte sich Andrighetto mit starken Auftritten redlich verdient. Beim 4:1-Auswärtserfolg gegen die Winnipeg Jets erzielte er einen Treffer und bei der anschließenden 0:3-Heimniederlage gegen die St. Louis Blues gehörte er zu den Lichtblicken in Colorados Offensive. Hinzu kommt, dass sich der Rechtsaußen in hervorragender körperlicher Verfassung befindet, wie er selbst bestätigt "Ich bin momentan in Topform. Da ich nicht so viel Eiszeit bekommen habe wie gewohnt, bin ich nach den Spielen und an den Trainingstagen in den Kraftraum gegangen und habe dort ein paar zusätzliche Sessions eingelegt. Die kommen mir jetzt zugute. Ich bin schneller und fitter und fühle mich richtig gut", sagte er im Gespräch mit NHL.com/de.

In welcher Angriffsformation er seinen Job verrichtet, ist für Andrighetto nach eigenen Worten von untergeordneter Bedeutung. "Ich will dem Team helfen, die Spiele zu gewinnen. Das ist das wichtigste Ziel. In Winnipeg haben wir von der vierten Linie entscheidend dazu beigetragen. Das hat mich natürlich gefreut", betonte er.

Video: COL@WPG: Andrighetto baut per Onetimer Führung aus

Gerne hätten Andrighetto und seine Teamkollegen dem couragierten Auftritt beim Spitzenreiter der Central Division gleich einen weiteren Sieg folgen lassen. Doch im Duell gegen die St. Louis Blues im heimischen Pepsi Center zeigte sich, dass es der Avalanche derzeit an Konstanz fehlt. Vor allem beim Torabschluss ließen die Spieler aus Colorado die nötige Präzision vermissen. "Im letzten Monat sind wir durch ein ziemliches Tief gegangen. In Winnipeg ist uns dann endlich wieder ein gutes Spiel gelungen. Dort zu gewinnen ist für alle schwer. Das schaffst du nur, wenn an diesem Tag alles stimmt. Das Spiel gegen St. Louis verlief lange Zeit ausgeglichen. Bis in die dritte Periode hinein stand es ja 0:0. Von daher hätte es auch anders ausgehen können. Aber klar, wenn du kein einziges Tor schießt, gehst du nicht als Gewinner vom Eis", analysierte der Flügelstürmer.

 

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Die Spiele gegen die Jets und die Blues sind charakteristisch für die Auftritte der Avalanche in der laufenden Spielzeit. Auswärts fällt der Mannschaft das Siegen leichter als daheim. 13 Erfolgen in fremden Gefilden stehen lediglich elf Siege vor eigenem Publikum gegenüber. 

Wirklich erklären kann sich Andrighetto diese Diskrepanz nicht. "Es ist wahr, dass wir zu Hause nicht so souverän auftreten wie in der vergangenen Saison und wie wir es in unserer Situation eigentlich tun müssten. Aber wir werden daran arbeiten, wieder die nötige Konstanz zu bekommen", meinte er. Mit dem 3:0 gegen die Golden Knights sendeten die Avalanche ein erstes Signal in diese Richtung, nachdem sie die vorangegangenen sechs Heimspiele allesamt verloren hatten.

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Andrighetto zählte gegen Vegas einmal mehr zu den Aktivposten in Colorados Offensive. Durch schnelle Sprints auf den Flügeln kurbelte er das Angriffsspiel an. Immer wieder brachte er sich und seine Mitspieler vor dem Tor in eine gute Position. Ein Scorerpunkt blieb ihm am Ende zwar versagt, aber mit 23 Shifts und 18:09 Minuten Einsatzzeit verbuchte er einen persönlichen Bestwert in dieser Hauptrunde. 

Seine Qualitäten als Skater sieht Andrighetto als großes Plus. "Da ich in allen Altersklassen zu den kleinsten Spielern gehörte, habe ich mich früh darauf konzentriert, schnell und wendig zu sein. Viele Leute denken, dass ich schon als guter Schlittschuhläufer geboren bin. Aber in Wahrheit habe ich mir das alles von klein auf antrainiert. Ich wusste, dass dies einmal sehr wichtig für meine Karriere sein könnte", sagte er.

Andrighettos Vertrag in Colorado läuft zum Saisonende aus. Das wiederum bedeutet, dass er für einen Spielertausch bis zur Trade Deadline am 25. Februar in Frage kommen könnte. Er selbst macht sich darüber allerdings keinerlei Gedanken. "Als Spieler hast du darauf sowieso keinen Einfluss. Das habe ich in all den Jahren in der NHL gelernt. Warum sollte ich also groß darüber nachdenken? Ich nehme es wie es kommt", lautet seine Meinung zum Wechselprozedere in der Liga.

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