Im letzten Drittel hatte Jack Hughes den Rückstand auf 3:5 verkürzt und damit zur Schlussoffensive geblasen. Doch die Flames wehrten sich nach Kräften und brachten den Sieg über die Zeit. Der vierte Treffer der Devils durch Luke Hughes vier Sekunden vor Ablauf der Uhr bei einem Powerplay und mit gezogenem Torwart fiel zu spät, um die Niederlage abwenden zu können.
Das Trio Jesper Bratt, Jack Hughes und Connor Brown sammelte zwar einerseits vier Punkte (ein Tor, drei Assists), hatte andererseits aber auch eine desaströse Plus-Minus-Bilanz von -7 zu Buche stehen. Dafür gab es einen Rüffel von Trainer Sheldon Keefe. „Diese Reihe hat heute einfach nicht gut verteidigt“, sagte er.
Neben den Hughes-Brüdern trugen sich bei den Devils noch Maxim Tsypalov und Simon Nemec in die Torschützenliste ein. Den Secondary Assist beim Powerplay-Treffer von Nemec bekam Torwart Jacob Markstrom gutgeschrieben. Es war bereits seine vierte Torbeteiligung in der laufenden Saison. Freude kam bei ihm deswegen allerdings nicht auf – im Gegenteil. „Es ist frustrierend. Wir schießen vier Tore und verlieren trotzdem. Der letzte Gegentreffer war schon hart. Den hätte ich unbedingt verhindern müssen, um den Jungs die Möglichkeit zu geben, dass sie sich nochmal reinbeißen und dem Spiel eine Wendung geben können. Ein Match mit einem Tor Unterschied zu verlieren ist bitter“, gab Markstrom zu Protokoll.
Kapitän Nico Hischier und sein Schweizer Landsmann Timo Meier mühten sich vergeblich in der Offensive und blieben ohne Scorerpunkt. Dabei suchte Meier immer wieder den Abschluss, doch seine vier Torschüsse fanden nicht den Weg ins Ziel.
„Das ist heute nicht genug gewesen. Der Gegner hat viele unserer Schüsse geblockt und wir haben in der eigenen Zone nicht hart genug dagegengehalten. Außerdem haben wir einige Großchancen ausgelassen“, analysierte Hischier. „Wir dürfen ins nicht länger selbst ins Knie schießen und so viele 2-auf-1-Situationen zulassen und unseren Torwart dadurch im Regen stehen lassen. Das ist wahrlich kein Erfolgsrezept. Das müssen wir ändern.“
Nach Ansicht von Hischier gilt es, die Pleite gegen Calgary schnell abzuhaken und konzentriert auf die kommenden Aufgaben hinzuarbeiten. „Das nächste Spiel ist immer das Wichtigste. Darauf müssen wir unseren Fokus. Es ist natürlich Mist, wie das heute gelaufen ist, aber wir können das nicht mehr ändern. Für uns geht es jetzt um alles oder nichts. In unserer Situation helfen uns nur noch Siege weiter“, erklärte der Walliser.
Die Devils absolvieren derzeit die längste Heimserie in dieser Saison. Sie umfasst insgesamt sieben Partien, fünf davon sind bereits ausgetragen. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen (3-2-0) fällt die Bilanz durchwachsen aus. Die Kontrahenten in den verbleibenden zwei Spielen dieser Serie sind am Samstag die Los Angeles Kings und am Montag die Boston Bruins.