Für die New Jersey Devils verdunkeln sich die Aussichten auf die Stanley Cup Playoffs. Am Donnerstag unterlag das Team zu Hause den Calgary Flames mit 4:5. Es war die zweite Niederlage vor eigenem Publikum hintereinander nach drei vorangegangenen Erfolgen. Bei 17 ausstehenden Partien beträgt der Rückstand auf die zweite Wildcard in der Eastern Conference, die momentan die Boston Bruins in Händen halten, nach wie vor zwölf Punkte. Sechs Mannschaften müssen die Devils nach Lage der Dinge überholen, um es in die Postseason zu schaffen.

Dabei schienen die Flames als Punktelieferant gerade recht zu kommen. Vor dem Gastspiel im Prudential Center hatten sie nur eine ihrer letzten sieben Partien für sich entschieden. Doch sie legten einen munteren Auftritt hin und machten New Jersey in der Defensive das Leben schwer. Calgary ging im ersten Drittel in Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr her.

„Es ist schwer zu gewinnen, wenn man fünf Gegentore kassiert. Das war wohl die Geschichte des Abends“, konstatierte ein enttäuschter Devils-Stürmer Jack Hughes. „Wir haben wirklich eine schwache Vorstellung geboten. Da schließe ich mich und meine Reihenkollegen nicht aus. Wir standen bei den ersten vier Gegentoren auf dem Eis. Da braucht man die Schuld nicht groß bei anderen suchen. Es ist wirklich kein guter Abend gewesen. Aber das lässt sich jetzt leider nicht mehr ändern“, fügte er hinzu.

CGY@NJD: Backlund baut die Führung aus

Im letzten Drittel hatte Jack Hughes den Rückstand auf 3:5 verkürzt und damit zur Schlussoffensive geblasen. Doch die Flames wehrten sich nach Kräften und brachten den Sieg über die Zeit. Der vierte Treffer der Devils durch Luke Hughes vier Sekunden vor Ablauf der Uhr bei einem Powerplay und mit gezogenem Torwart fiel zu spät, um die Niederlage abwenden zu können.

Das Trio Jesper Bratt, Jack Hughes und Connor Brown sammelte zwar einerseits vier Punkte (ein Tor, drei Assists), hatte andererseits aber auch eine desaströse Plus-Minus-Bilanz von -7 zu Buche stehen. Dafür gab es einen Rüffel von Trainer Sheldon Keefe. „Diese Reihe hat heute einfach nicht gut verteidigt“, sagte er.

Neben den Hughes-Brüdern trugen sich bei den Devils noch Maxim Tsypalov und Simon Nemec in die Torschützenliste ein. Den Secondary Assist beim Powerplay-Treffer von Nemec bekam Torwart Jacob Markstrom gutgeschrieben. Es war bereits seine vierte Torbeteiligung in der laufenden Saison. Freude kam bei ihm deswegen allerdings nicht auf – im Gegenteil. „Es ist frustrierend. Wir schießen vier Tore und verlieren trotzdem. Der letzte Gegentreffer war schon hart. Den hätte ich unbedingt verhindern müssen, um den Jungs die Möglichkeit zu geben, dass sie sich nochmal reinbeißen und dem Spiel eine Wendung geben können. Ein Match mit einem Tor Unterschied zu verlieren ist bitter“, gab Markstrom zu Protokoll.

Kapitän Nico Hischier und sein Schweizer Landsmann Timo Meier mühten sich vergeblich in der Offensive und blieben ohne Scorerpunkt. Dabei suchte Meier immer wieder den Abschluss, doch seine vier Torschüsse fanden nicht den Weg ins Ziel.

„Das ist heute nicht genug gewesen. Der Gegner hat viele unserer Schüsse geblockt und wir haben in der eigenen Zone nicht hart genug dagegengehalten. Außerdem haben wir einige Großchancen ausgelassen“, analysierte Hischier. „Wir dürfen ins nicht länger selbst ins Knie schießen und so viele 2-auf-1-Situationen zulassen und unseren Torwart dadurch im Regen stehen lassen. Das ist wahrlich kein Erfolgsrezept. Das müssen wir ändern.“

Nach Ansicht von Hischier gilt es, die Pleite gegen Calgary schnell abzuhaken und konzentriert auf die kommenden Aufgaben hinzuarbeiten. „Das nächste Spiel ist immer das Wichtigste. Darauf müssen wir unseren Fokus. Es ist natürlich Mist, wie das heute gelaufen ist, aber wir können das nicht mehr ändern. Für uns geht es jetzt um alles oder nichts. In unserer Situation helfen uns nur noch Siege weiter“, erklärte der Walliser.

Die Devils absolvieren derzeit die längste Heimserie in dieser Saison. Sie umfasst insgesamt sieben Partien, fünf davon sind bereits ausgetragen. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen (3-2-0) fällt die Bilanz durchwachsen aus. Die Kontrahenten in den verbleibenden zwei Spielen dieser Serie sind am Samstag die Los Angeles Kings und am Montag die Boston Bruins.

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