Marco Rossi 09202026

Für Marco Rossi ist die Saison 2026/27 ein gefühlter Neustart. In der Vorsaison wurde der 24-jährige Österreicher von den Minnesota Wild zu den Vancouver Canucks getradet, musste mit zwei schweren Verletzungen umgehen und sich auf unbekanntem Terrain bei einem Team im Rebuild zurechtfinden. Jetzt ist der Mittelstürmer aus Feldkirch wieder gesund und sprüht in Vancouvers Training Camp vor Vorfreude und Tatendrang.

„Wir haben eine hungrige Mannschaft“

„Es war richtig gut: Tempo und Intensität sind hoch. Es waren bislang ein paar richtig gute Tage“, blickt Rossi auf das bisherige Canucks-Camp zurück. „Es ist ein kurzes Camp, da muss jeder hochkonzentriert sein, egal ob in der Defensiv- oder der Offensivzone. Bislang haben wir das gut gemacht.“

Vom Frust der zurückliegenden Saison ist nichts mehr zu spüren. Vancouver schloss die Spielzeit 2025/26 mit nur 25 Siegen (25-49-8) und mageren 58 Punkten als abgeschlagenes Schlusslicht der gesamten NHL ab.

„Wir haben in dieser Saison eine richtig hungrige Mannschaft“, betont Rossi. „Die letzte Spielzeit ist vorbei, jetzt beginnt ein neues Jahr. Wir haben eine gute Energie und sind positiv gestimmt. Wir freuen uns, dass es wieder losgeht.“

Bei den Canucks ist vieles anders: Manny Malhotra, der als aktiver Spieler zwischen 2010 und 2013 selbst drei Jahre lang die Schlittschuhe für Vancouver geschnürt hatte, hat als neuer Headcoach übernommen. Mit Ryan Johnson wirkt zudem ein neuer General Manager, der Neuzugänge wie die Verteidiger Jamie Oleksiak und Luke Schenn sowie die Stürmer Brendan Gallagher und Paul Cotter präsentierte.

„Unter den Neuzugängen sind einige Führungsspieler. Wir sitzen alle zusammen im selben Boot. Bis jetzt waren sie großartig“, erzählt Rossi.

Eine gebrauchte Saison mit zwei schweren Verletzungen

Rossi selbst ist vielleicht noch ein „gefühlter Neuzugang“ für die Canucks. Der 1,77 Meter große Zwei-Wege-Stürmer wurde bereits am 13. Dezember 2025 von Minnesota nach Vancouver getradet, absolvierte aber nur 33 Spiele für seinen neuen Klub (8-14-22).

Rossis Top-5-Tore der Saison 2025/26

„Die letzte Saison war schwer für mich“, blickt Rossi zurück. „Es ging schon mit einem gebrochenen Fuß los, danach passierte der Trade und ich habe mir erneut den Fuß gebrochen. Das war hart für mich. Als der Trade kam, war ich so aufgeregt, dass ich alles andere um mich herum vergessen habe, selbst meinen eigenen Körper. Hinterher ist man immer schlauer. Auch nach der Olympia-Pause war ich nicht wieder bei 100 Prozent. Immerhin fand ich einen Weg, zu produzieren und dem Team zu helfen, ein paar Spiele zu gewinnen. Bislang konnte ich aber noch nicht 100 Prozent von mir zeigen.“

Rossis Gesundheitszustand hat den Start in Vancouver sicherlich nicht erleichtert. „Es ist immer schwer, mit einer Verletzung zu spielen“, weiß sein Teamkollege Liam Öhgren, der zusammen mit Rossi und Zeev Buium ein Teil des Blockbuster-Trades war, für den die Wild Quinn Hughes nach Minnesota lotsten. 

„Er hat es gut gemacht, auch wenn er Schmerzen hatte“, sagt Öhgren über Rossi. „Er ist ein toller Spieler, auch was die Defensivarbeit angeht. Es macht mir viel Spaß, mit ihm zu spielen. Jetzt ist er wieder gesund und bereit.“

Viel Spaß in einer neuen Reihe

Im Training Camp der Canucks sind bereits erste Reihen-Kombinationen zu erkennen. So spielte Center Rossi (24; NHL Draft 2020, 1. Runde, 9. Stelle) neben den Flügelstürmern Öhgren (22; Draft 2022, 1. Runde, 19. Stelle) und Jonathan Lekkerimäki (22; Draft 2022, 1. Runde, 15. Stelle). Es ist hochtalentierte Linie mit drei Erstrunden-Picks und einem Altersschnitt von gerade einmal 22,7 Jahren.

„Ich habe mit Liam und ‚Leki‘ zwei hervorragende Schützen an meiner Seite“, zeigt sich Rossi erfreut. „Zudem sind sie starke Skater und clevere Jungs. Es macht Spaß, zusammen mit ihnen auf dem Eis zu stehen.“

Diese Spielfreude strahlt Rossi in den ersten Tagen der Vorbereitung aus. Sie soll sich auch in die NHL-Saison 2026/27 übertragen. Vancouver startet am 29. September mit einem Auswärtsspiel beim kanadischen Rivalen Edmonton Oilers.

Preseason Statistiken

„Es fühlt sich gut an. Du willst immer bei 100 Prozent sein. Ich hatte einen ausgezeichneten Sommer und bin gespannt, was jetzt kommt“, sagt Rossi selbstbewusst.

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