mtl reinbacher

Für den Österreicher David Reinbacher beginnt bei den Montreal Canadiens ein besonders wichtiger NHL-September. Der Österreicher will nach mehreren Rückschlägen endlich den nächsten Schritt machen und sich im Trainingscamp einen festen Platz im NHL-Kader sichern. An Selbstvertrauen mangelt es ihm jedenfalls nicht.

„Am Ende des Tages will ich einfach ins Team“, erklärte Reinbacher am Freitag. Gleichzeitig versucht der 21-Jährige, nicht unnötig weit vorauszuschauen. Er wolle von Tag zu Tag denken und sich jeden Tag aufs Neue beweisen. Sein wichtigstes Ziel im Camp bleibt deshalb klar: die NHL.

Mehr Muskeln, mehr Sicherheit, mehr NHL-Erfahrung

Auch sportlich sieht sich Reinbacher im Vergleich zum Vorjahr deutlich weiter. Vor allem defensiv habe er große Fortschritte gemacht. Besseres Gap Control, schnellere Entscheidungen in der eigenen Zone, effektivere Puck-Rückeroberungen und ein körperbetonteres Spiel gehören zu den Bereichen, an denen er gearbeitet hat.

Dabei helfen ihm auch seine ersten beiden NHL-Einsätze aus der vergangenen Saison. Im April durfte Reinbacher gegen die New York Islanders und die Detroit Red Wings erstmals NHL-Luft schnuppern und verbuchte bei seinem Debüt auf Long Island sogar einen Assist. Diese Erfahrungen hätten ihm zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. „Man hat einfach mehr Vertrauen in sich selbst und ein bisschen mehr Selbstbewusstsein“, beschreibt er den Effekt seiner ersten NHL-Spiele.

Reinbacher spricht im Interview über sein NHL-Debüt für die Canadiens

Gleichzeitig weiß Reinbacher inzwischen besser, was ihn in der besten Liga der Welt erwartet. Das Spiel sei deutlich schneller, aber auch strukturierter. Und mit besseren Mitspielern würden manche Situationen sogar einfacher.

Rückschläge haben ihn härter gemacht

Der Weg nach Montreal war für den Österreicher allerdings alles andere als geradlinig. Seit seiner Verpflichtung durch die Canadiens (NHL Draft 2023, Pick Nummer 5) musste Reinbacher immer wieder Verletzungen verkraften. Nach eigener Einschätzung haben ihn gerade diese Rückschläge mental stärker gemacht.

„Nicht aufzugeben, sondern jeden Tag wieder aufzustehen und für seinen Traum zu arbeiten“, sei eine der wichtigsten Lehren gewesen. Genau diese Einstellung soll ihm nun helfen, den letzten Schritt in Richtung NHL-Stammplatz zu machen.

„Das werdet ihr am Wochenende sehen“

Reinbacher beschreibt sich selbst als klassischen Shutdown-Verteidiger. „Ich sehe mich als Shutdown-Verteidiger“, sagt er. Seine Priorität sei es, gegnerische Angriffe zu zerstören und den gegnerischen Stürmern das Leben möglichst schwer zu machen. Gleichzeitig glaubt er, bei sich bietenden Gelegenheiten auch offensiv Akzente setzen zu können.

Im Sommer arbeitete der 21-Jährige zudem gezielt an seiner Physis, seinem Skating und vielen kleinen Details seines Spiels. Ob das alles inzwischen für einen festen NHL-Platz reicht, will Reinbacher allerdings nicht theoretisch erklären.

Auf die Frage, warum er bereit für den Sprung sei, antwortete er mit bemerkenswerter Selbstsicherheit: „Warum ich bereit bin? Das werdet ihr dann in den Spielen am Wochenende sehen.“

Ab Samstag (7 p.m. ET; So. 1 Uhr MESZ) bekommt er in den Auftakt-Begegnungen der Preseason (Split Squad) gegen die Toronto Maple Leafs die Gelegenheit, genau das zu zeigen.

Verwandte Inhalte