Seattle Kraken v Nashville Predators

Bei den Nashville Predators herrscht vor dem Start der neuen NHL-Saison ungewohnte Aufbruchstimmung. Auch Kapitän Roman Josi spürt, dass sich bei seinem Klub einiges verändert hat. Für den Schweizer fühlt sich die kommende Spielzeit deshalb wie ein Neustart an. „Es fühlt sich wie ein neuer Anfang an“, sagt Josi mit Blick auf die zahlreichen Veränderungen innerhalb der Organisation.

Neue Führungskräfte, neue Mitarbeiter im Front Office, ein neues Trainerteam und zahlreiche neue Spieler sorgen aus seiner Sicht für frische Energie. Besonders die Zusammenarbeit mit dem neuen Präsidenten und General Manager Chris MacFarland begeistert Josi. „Ich habe es sehr genossen, ihn kennenzulernen und mehr über seine Vision für diese Organisation zu erfahren.“

NSH@LAK: Josi wartet auf den Puck und schließt direkt zum Augleich ab

Vertrauen durch Kommunikation

Eine wichtige Rolle spielt für Josi dabei die Kommunikation zwischen Mannschaft und Klubführung. MacFarland habe von Beginn an den Austausch mit den Spielern und insbesondere der Führungsgruppe gesucht. „Er war sehr kommunikativ mit den Spielern und unserer Führungsgruppe“, erklärt der Kapitän.

Gleichzeitig weiß Josi, dass Vertrauen nicht über Nacht entsteht. „Vertrauen braucht Zeit, um aufgebaut zu werden“, sagt der Schweizer. Dennoch sei die Beziehung zu MacFarland „sehr gut gestartet“. Auch die Zusammenarbeit mit weiteren neuen Führungspersönlichkeiten wie Rob Blake und Jamie Langenbrunner sieht Josi als Chance. „Es ist sehr aufregend, mit Leuten zu arbeiten, die so viel Erfahrung im Eishockey haben und aus erfolgreichen Organisationen kommen.“

Die Botschaft lautet: Jetzt

Besonders positiv bewertet Josi die Konsequenz, mit der Nashville im Sommer auf dem Transfermarkt agiert hat. Die Aktivitäten seien ein klares Zeichen dafür, dass der Klub nicht irgendwann, sondern möglichst schnell erfolgreich sein wolle. „Ihre aggressiven Schritte in der Offseason zeigen, dass sie jetzt gewinnen wollen“, betont Josi.

Genau diese Einstellung komme bei den erfahrenen Spielern gut an. „Das ist besonders aufregend für die Veteranen, die sofort um eine Meisterschaft kämpfen wollen.“ Nach dem knappen Verpassen der Stanley Cup Playoffs im vergangenen Jahr – Nashville fehlten vier Punkte – soll es diesmal also nicht bei guten Vorsätzen bleiben.

Von Tag eins an bereit

Eine entscheidende Voraussetzung dafür ist für Josi ein guter Saisonstart. „Wir haben in den vergangenen Jahren nicht besonders gut in die Saison gefunden“, räumt er ein. Das soll sich diesmal ändern. Wegen des verkürzten Trainingslagers arbeitet Trainer Andrew Brunette intensiv daran, dass die Systeme möglichst früh sitzen.

Dabei kann er auf eine erfahrene Führungsgruppe bauen. Brunette hebt neben Josi auch Steven Stamkos, Filip Forsberg und Gustav Nyquist hervor. „Unsere Veteranen halten unsere Kultur und unsere Standards hoch“, sagt der Trainer. Gleichzeitig hätten sie neuen Spielern geholfen, sich schnell einzuleben: „Sie sorgen dafür, dass Nashville ein Ort ist, an dem sich neue Spieler willkommen fühlen.“

Josi jedenfalls geht mit spürbarer Vorfreude in das neue Kapitel. Nun muss Nashville nur noch beweisen, dass die neue Energie auch auf dem Eis ankommt.

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