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Am Samstag beginnt die NHL Preseason 2026/27 und die Mannschaften gehen erstmals wieder für Vorbereitungsspiele auf das Eis. Für die Trainer ist das die Gelegenheit für Experimente in ihrer Aufstellung und ihrem System. Für Spieler ist es eine Chance sich zu beweisen. Die Testspiele können auch Lücken im Kader aufzeigen oder sogar durch Verletzungen dazu führen. Die kommenden acht Tage haben das Potenzial, in vielerlei Hinsicht für Schlagzeilen zu sorgen.

Mögliche Transfers

Zwei der großen Themen des Sommers sind Dylan Larkin und Connor Hellebuyck. Sie verlangten beide einen Transfer von ihren Teams. Larkin war bis vor kurzem der Kapitän der Detroit Red Wings, Hellebuyck gewann bei den Winnipeg Jets drei Mal als bester Torhüter der NHL die Vezina Trophy. Die Angebote, die von anderen Mannschaften für die beiden kommen, sind dem Management aber nicht gut genug. Larkin wird für die Red Wings in der Preaseason antreten, Hellebuyck weigerte sich zum Training Camp zu kommen und wurde von den Jets daraufhin suspendiert. In beiden Fällen könnte sich über die kommenden zehn Tage etwas tun, besonders wenn Mannschaften aufgrund von Verletzungen für Verstärkung sorgen müssen.

PHI@DET: Larkin mit seinem dritten Hattrick

Vertragsstreitigkeiten

Vier Restricted Free Agents (RFAs) konnten sich nach wie vor nicht auf einen neuen Vertrag mit ihrer Mannschaft einigen. Als RFAs können sie nicht einfach bei einem anderen Team unterschreiben. Sollte es aber nicht vor Beginn der regulären Saison zu einer Einigung kommen, dürfen sie nicht spielen. Adam Fantilli (Columbus Blue Jackets), Alexander Nikishin (Carolina Hurricanes), Simon Edvinsson (Detroit Red Wings) und Brennan Othmann (Calgary Flames) warten noch auf ein neues Arbeitspapier und hoffen auf eine gewaltige Gehaltserhöhung. Besonders Fantilli wäre nach 59 Punkten (24 Tore, 35 Assists) in der vergangenen Saison ein großer Verlust für die Blue Jackets.

Reinbacher hofft auf Sprung in die NHL

Besonders wichtig sind das Training Camp und die Vorbereitungsspiele für junge Spieler, die noch nicht zum Stammpersonal der Teams gehören. Sie haben eine Chance, sich für eine Rolle zum Saisonauftakt zu empfehlen.

Unter anderem gilt das für den Österreicher David Reinbacher. Der junge Verteidiger wurde von den Montreal Canadiens in der ersten Runde des NHL Draft 2023 an fünfter Stelle gewählt. Verletzungen verhinderten, dass er in den vergangenen beiden Jahren eine größere Rolle für Montreal spielen konnte. Er kam lediglich am Ende der vergangenen Saison zu zwei Einsätzen, in denen er einen Assist verzeichnete.

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Kampf um die Plätze im Kader

Nicht nur für junge Spieler, auch für erfahrenere Athleten geht es noch um einen Platz in der Aufstellung. Zwei deutsche Spieler hoffen bei den Minnesota Wild und den Boston Bruins noch darauf, den Trainer zu überzeugen. Nico Sturm hat bei den Wild starke Konkurrenz, könnte aber eine Rolle in der vierten Reihe ergattern. In Boston will Lukas Reichel sich durchsetzen und den Durchbruch schaffen, um den er sich zuvor in Chicago lange vergeblich bemüht hatte.

Erster Blick auf neue Spitzentalente

Manche Ausnahmetalente werden fest im Kader ihrer Mannschaften erwartet, obwohl sie noch kein NHL-Spiel bestritten haben. Dazu gehören etwa Gavin McKenna bei den Toronto Maple Leafs und Ivar Stenberg bei den San Jose Sharks. Sie waren die ersten beiden Picks im diesjährigen Draft. Bei den Chicago Blackhawks wird Roman Kantserov nach überragenden Leistungen in der KHL sein NHL-Debüt geben.

Gavin McKenna wurde als Nummer-1-Pick der Maple Leafs im Draft bekannt gegeben

Die Erwartungen an diese Spieler sind hoch, sie sollen bereits als Rookies wichtige Rollen übernehmen und Leistungsträger werden. In der Preseason können sie zum ersten Mal gegen NHL-Teams zeigen, was in ihnen steckt.

Spieler ohne Vertrag

Möglicherweise offenbaren sich in der Preseason Lücken im Kader. In diesem Fall haben die General Manager die Möglichkeit, einige Spieler zu verpflichten, die nach wie vor keinen Vertrag für die neue Saison haben. Unter den Free Agents sind fähige und namhafte Spieler wie Vladimir Tarasenko, Michael Bunting, der Schweizer Philipp Kurashev und Verteidiger Logan Stanley.

Neue Spieler, neue Teams

Für manche Mannschaften, wie die Carolina Hurricanes, veränderte sich in diesem Sommer nicht viel. Andere Teams hatten eine Vielzahl an Zu- und Abgängen. Die Toronto Maple Leafs, Washington Capitals, New York Rangers und San Jose Sharks waren beispielsweise äußerst aktiv und treten mit einigen neuen Spielern an. Die Preseason wird erste Hinweise geben, mit wem die Neuzugänge zusammenspielen und ob sie auf Anhieb eine gute Chemie mit ihren Teamkollegen haben.

Verletzungen und Rückkehrer

Einige Mannschaften werden aufgrund von Verletzungen auf wichtige Akteure verzichten müssen. Bei den Chicago Blackhawks wird etwa der frisch gebackene Kapitän Connor Bedard den Saisonstart verpassen. Die Edmonton Oilers müssen auf Torwart Frederik Andersen verzichten. Der Schweizer Kevin Fiala wird bei den Los Angeles Kings als einer der wichtigsten Stürmer ausfallen. Wie gut die Mannschaften diese Verluste ausgleichen können, wird eine wichtige Herausforderung sein.

Schaut Euch Fialas schönste Tore der regulären Saison 2025/26 an

Allerdings können sich viele Fans auch auf die Rückkehr von Spielern freuen. Superstar und Kapitän Aleksander Barkov fiel bei den Florida Panthers für die gesamte vergangene Saison aus. Auston Matthews, der Kapitän der Maple Leafs, verpasste wegen einer Knieverletzung das letzte Viertel der Saison. Beide haben sich von ihren Verletzungen erholt. Wie gut sie in Form sind, wird sich aber erst zeigen müssen.

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