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Vor dem Start der NHL Preseason 2026/27 am 19. September bietet NHL.com/de einen detaillierten Einblick in jedes Team.

In dieser Ausgabe: Vancouver Canucks

Wenn es etwas Gutes an der verzwickten Lage der Canucks gibt, dann das: Schlechter kann es nicht mehr werden, zumindest was die Platzierung in der Liga betrifft. Mit gerade einmal 58 Zählern aus 82 Partien landete das Team vorige Saison weit abgeschlagen auf dem 32. und damit letzten Rang im NHL-Gesamtklassement. Vom absoluten Tiefpunkt aus gilt es nun verlorengegangenes Terrain zurückzugewinnen.

Dass dies nicht mit Siebenmeilenstiefeln, sondern eher in Trippelschritten passieren wird, verdeutlichte der neue General Manager Ryan Johnson. Er hatte am 14. Mai die Nachfolge des im April geschassten Patrik Allvin angetreten. Nach seinen Worten muss die Mannschaft wieder bei den Basics beginnen. „Für uns gilt es, eine 7-Uhr-Gruppe zu werden“, sagte der Sportchef und erläuterte im Nachgang, was er darunter versteht: „Mein Fokus liegt zunächst einmal darauf, wie wir trainieren, wie wir uns vorbereiten und wie unsere professionelle Haltung aussieht. Wenn das alles stimmt, können wir dazu übergehen, uns über die 19-Uhr-Spiele zu unterhalten.“

Richten soll das Ganze der neue Trainer Manny Malhotra. Er wurde im Juni mit dieser Aufgabe betraut. Sein Vorgänger Adam Foote musste im Mai aufgrund von Erfolglosigkeit seinen Hut nehmen. „Manny und seine Truppe werden versuchen, die Strukturen zu verändern, damit wir ein höheres Wettbewerbslevel erreichen“, kündigte Johnson an.

Top-5-Tore der Canucks in der Saison 2025/2026

Um das selbstgesteckte Ziel zu erreichen, verpflichteten die Canucks eine Reihe erfahrener Spieler, die dem Team sofort weiterhelfen und vor allem das Niveau des Kaders in den hinteren Reihen anheben dürften. In der Verteidigung begrüßen die Canucks mit Luke Schenn einen Heimkehrer. Der 36-Jährige trug bereits von 2018 bis 2019 und 2021 bis 2023 das Trikot von Vancouver. In der vergangenen Saison stand er für die Winnipeg Jets und die Buffalo Sabres auf dem Eis. Bei seinem neuen, alten Arbeitgeber unterzeichnete Schenn einen Einjahresvertrag. Zwei Jahre beträgt die Laufzeit des Kontrakts von Blueliner Jamie Oleksiak. Der 33-Jährige war in der zurückliegenden Spielzeit bei den Seattle Kraken aktiv.

Für die Offensivabteilung holten die Canucks den 34 Jahre alten Brendan Gallagher bei einem Trade mit den Montreal Canadiens. Sein bestehender Vertrag läuft bis Ende der kommenden Saison. Als Free Agent kam der 26-jährigen Paul Cotter zu den Canucks. Der Stürmer hatte sich seine Brötchen zuletzt bei den New Jersey Devils verdient.

An Abgängen zu verzeichnen hat Vancouver die Stürmer Evander Kane (Unrestricted Free Agent), Teddy Blueger (Toronto Maple Leafs) und Nils Hoglander (Nashville Predators) sowie Verteidiger Marcus Pettersson (New York Rangers).

Die DACH-Spieler der Canucks

Der Österreicher Marco Rossi zählt zu den Hoffnungsträgern bei den Canucks. Der gebürtige Feldkircher war im Dezember eine der Gegenleistungen beim Trade von Quinn Hughes zu den Minnesota Wild. In seinem neuen Umfeld fand sich Rossi schnell zurecht. In 33 Einsätzen sammelte er 22 Punkte (acht Tore, 14 Assists). Bei den Wild waren ihm zuvor 13 Zähler (vier Tore, neun Assists) in 17 Partien gelungen. Der 24-Jährige ist Center der zweiten Sturmformation der Canucks. Seine nominellen Nebenleute sind Liam Ohgren auf dem linken und Brock Boeser auf dem rechten Flügel.

Rossis Top-5-Tore der Saison 2025/26

Voraussichtliche Aufstellung

Jake DeBrusk - Elias Pettersson - Linus Karlsson

Liam Ohgren - Marco Rossi - Brock Boeser

Drew O'Connor - Filip Chytil - Jonathan Lekkerimaki

Paul Cotter - Aatu Raty - Brendan Gallagher

Zeev Buium - Filip Hronek

Jamie Oleksiak - Tom Willander

Elias Nils Pettersson - Luke Schenn

Thatcher Demko

Kevin Lankinen

Extras: Mackenzie MacEachern, Ty Mueller, Max Sasson

Top-Talent, auf das es zu achten gilt

Jonathan Lekkerimaki (RW) - Der 22 Jahre alte Angreifer gilt als Rohdiamant und hat bei Johnson einen Stein im Brett. „Im werde alles für ihn tun, damit er zeigen kann, zu was er in der Lage ist. Er wird seine Spiele bekommen“, sagte der GM im Vorfeld der Saison über den hochveranlagten Schweden. Krankheiten und Verletzungen hatten ihn in seinen ersten zwei Saisons in Nordamerika immer wieder zurückgeworfen. Aus diesem Grund blieb ihm bislang der Durchbruch bei den Canucks verwehrt. Diesmal soll es jedoch so weit sein. Wie es aussieht, wird er zu Saisonbeginn den Part des Rechtsaußen in der dritten Reihe der Canucks einnehmen.

Was eine erfolgreiche Saison ausmacht

Die Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs 2027 erwartet niemand. Wohl aber eine spielerische Steigerung und vor allem bessere Ergebnisse. Lediglich neun ihrer 25 Siege in der Saison 2025/26 feierten die Canucks vor eigenem Publikum in der Rogers Arena. Diese verheerende Heimbilanz deutlich zu verbessern, wäre ein erster Schritt nach vorne. Darüber hinaus ist es angezeigt, den Rückstand zur Playoff-Zone merklich zu verringern. Der betrug in der abgelaufenen Spielzeit satte 32 Punkte auf die zweite Wildcard in der Western Conference.

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