wpg nino niederreiter

Nino Niederreiter hat mit den Winnipeg Jets in der vergangenen Saison 2025/26 zwar einen wichtigen persönlichen Meilenstein gefeiert, wirklich zufrieden war der Schweizer mit seinem Jahr aber nicht. Im Gegenteil: Nach seinem 1000. NHL-Spiel wurde die Spielzeit vor allem von Verletzungen und einer Knieoperation überschattet. Am Ende stand er bei acht Toren und elf Assists zu 19 Punkten aus 61 Begegnungen. Nun will der 34-Jährige noch einmal neu angreifen.

„Es war definitiv nicht mein Jahr“, blickt Niederreiter kurz vor dem Saisonstart 2026/27 kritisch zurück. Besonders das angeschlagene Knie habe ihn auf dem Eis spürbar eingeschränkt. Gerade in den Zweikämpfen an der Bande habe er nicht mehr so agieren können wie gewohnt. „Manchmal war ich bei solchen Zweikämpfen etwas zurückhaltend, weil ich mein Knie schützen wollte.“ Diese Zurückhaltung soll nun Geschichte sein.

Mehr Tempo, mehr Fitness, mehr Selbstvertrauen

Nach der Operation musste Niederreiter seine Vorbereitung auf die neue Saison anders angehen als üblich. Statt einer normalen Sommerpause stand zunächst Rehabilitation auf dem Programm. Anschließend arbeitete der Routinier gezielt an Schnelligkeit, Kondition und auch an seiner mentalen Vorbereitung.

„Ich habe im Sommer viel daran gearbeitet, meine Geschwindigkeit und meine Kondition wieder aufzubauen“, berichtet Niederreiter. Auch jüngere NHL-Spieler habe er dabei beobachtet, um sich Inspiration zu holen. Die ersten Eindrücke aus dem Trainingslager stimmen ihn optimistisch. Körperlich fühle er sich wieder gut, nun wolle er vor allem in den Testspielen sehen, wie sich das auch unter Wettkampfbedingungen anfühlt.

Sein Ziel formuliert der Schweizer entsprechend offensiv: „Ich freue mich darauf, eine Bounce-back-Saison zu spielen und wieder die beste Version meiner selbst zu sein.“

Kein Platz ist garantiert

Dabei weiß Niederreiter, dass auch seine Erfahrung von mehr als 1000 NHL-Spielen kein Freifahrtschein ist. Die Konkurrenz innerhalb des Jets-Kaders sei spürbar größer geworden. „Du musst dafür sorgen, dass du deinen Platz hast“, sagt er. Genau mit dieser Einstellung gehe er traditionell in ein Trainingslager.

WSH@WPG: Die Jets ehren Niederreiters Karriere-Meilenstein mit einer Zeremonie vor dem Spiel

Auch persönlich steht für Niederreiter einiges auf dem Spiel. Er geht in das letzte Jahr seines Vertrages in Winnipeg. Gedanken an seine Zukunft will er allerdings nicht zu viel Raum geben. „Ich kann nur kontrollieren, was ich selbst beeinflussen kann. Wenn ich gut spiele, ist das der beste Weg, einen weiteren Vertrag zu bekommen.“

Vertrauen in die Jets

Auch mit Blick auf die Mannschaft bleibt Niederreiter zuversichtlich. Der Schweizer sieht weiterhin genügend Qualität im Kader. Die vergangene Saison habe seiner Meinung nach vor allem unter zahlreichen Verletzungen gelitten. „Ich glaube nicht, dass das vergangene Jahr gezeigt hat, dass wir schlechter geworden sind“, erklärt Niederreiter.

Für ihn war die schwache Saison vielmehr ein Rückschlag auf dem Weg. Doch Niederreiter weiß auch: Erst einmal geht es für ihn  jetzt um ihn selbst – und darum, nach einem schwierigen Jahr tatsächlich wieder der alte zu werden.

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