Schneller Start als Schlüssel zum Olympia-Gold
Für die kanadische Auswahl bleibt kaum Zeit, um sich einzuspielen. Nach wenigen Trainingstagen beginnt das Turnier direkt mit dem Auftaktspiel gegen Tschechien, gefolgt von Partien gegen die Schweiz und Frankreich. „Es ist offensichtlich kein langes Turnier“, meinte Cirelli. „Man hat eigentlich keine Zeit, um Chemie aufzubauen. Deshalb ist es riesig, dass es diese Vertrautheit mit ‚Hags‘ gibt. Wir spielen hier zusammen, auch in Unterzahl. Diese Chemie ist schon ein Stück weit da.“
Auch Point sieht darin einen klaren Vorteil. „Wir spielen sehr ähnlich“, erklärte er mit Blick auf Tampa Bay und Team Kanada. „Es gibt nur ein paar kleine Änderungen im System. Im Grunde spielst du einfach das Spiel, das du immer spielst. Das hilft enorm für das Wohlfühlgefühl.“
Sollten alle Spieler gesund bleiben, bringt Kanada damit nicht nur individuelle Klasse, sondern auch vertraute Abläufe und klare Rollen aufs Olympische Eis. In einem kurzen und intensiven Turnier könnte genau dieser Vorsprung den entscheidenden Unterschied machen.
Weitere aktuelle Notizen mit möglichen Auswirkungen auf das Turnier im Februar:
Johansson und Lindholm neu im schwedischen Kader
Team Schweden hat sein Aufgebot für die Winterspiele angepasst. Marcus Johansson (Minnesota Wild) und Hampus Lindholm (Boston Bruins) wurden in den Kader berufen und ersetzen die verletzten Leo Carlsson (Anaheim Ducks) und Jonas Brodin (Wild).
Für Johansson ist es bereits die zweite Olympia-Teilnahme. Der 35-Jährige gewann 2014 in Sotschi Silber und bringt reichlich internationale Erfahrung mit. In der laufenden NHL-Saison kommt der Angreifer auf 35 Scorerpunkte in 49 Spielen (Stand 27.1.) für Minnesota. Wild-Trainer John Hynes lobte insbesondere Johanssons starke Leistungen für Schweden bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr.
Lindholm steht erstmals bei Olympischen Spielen auf dem Eis. Der 32-jährige Verteidiger gewann 2018 WM-Gold und steuerte in dieser Saison 17 Punkte in 40 Spielen (Stand 27.1.) für Boston bei. Beide sollen dem schwedischen Team Stabilität und Routine verleihen, nachdem die Ausfälle von Carlsson und Brodin eine kurzfristige Umplanung notwendig gemacht hatten.
Faber und Hughes setzen auf Chemie aus Minnesota
Brock Faber und Quinn Hughes haben sich in kurzer Zeit zu einem der stärksten Verteidigerduos der NHL entwickelt. Diese eingespielte Zusammenarbeit wollen beide nun auch zu den Winterspielen in Mailand mitnehmen, wo sie gemeinsam für Team USA antreten sollen. Gerade bei einem Turnier mit wenig Vorbereitungszeit ist eingespielte Chemie ein entscheidender Faktor.
Seit Hughes’ Wechsel nach Minnesota Mitte Dezember steht er nahezu durchgehend an Fabers Seite. Die Zahlen unterstreichen den Erfolg: Hughes kommt in 22 Spielen auf 26 Punkte, Faber auf 17 Zähler (Stand 27.1.).
Für Faber ist die Vertrautheit ein klarer Vorteil: Die Abstimmung mit Hughes sei „nahezu nahtlos“. Ob das Duo auch bei Olympia zusammenbleibt, entscheidet am Ende Trainer Mike Sullivan. Die Verantwortlichen hoffen jedoch, dass sich die starke NHL-Form auch auf internationaler Bühne fortsetzt.