Der schwierigste Schritt im Eishockey ist oft der letzte. Als einer der konstantesten Anwärter auf den Stanley Cup in den vergangenen Jahren haben sich die Carolina Hurricanes erstmals seit 2006 wieder zum Champion gekrönt. Nun richtet sich der Blick bereits auf die kommende Saison – und die entscheidende Frage lautet: Kann Carolina den Titel verteidigen?
Die Voraussetzungen sprechen zumindest dafür. Nur wenigen Mannschaften gelingt es, nach einem Titelgewinn erneut ganz oben zu stehen. Gleichzeitig zeigt die jüngere NHL-Geschichte, dass eine erfolgreiche Titelverteidigung längst keine Unmöglichkeit ist. Seit 2016 gelang dieses Kunststück bereits den Pittsburgh Penguins (2016 und 2017), den Tampa Bay Lightning (2020 und 2021) sowie zuletzt den Florida Panthers (2024 und 2025). Carolina könnte nun das nächste Team werden, das diese exklusive Liste erweitert.
Ein wesentlicher Grund, der dafür spricht, ist die bemerkenswerte Stabilität der Organisation. Unter Cheftrainer Rod Brind'Amour gehören die Hurricanes seit Jahren zur absoluten Spitzengruppe der NHL. Acht Teilnahmen an den Stanley Cup Playoffs in Folge, in jeder Saison mindestens eine gewonnene Serie in der K.o.-Phase und vier Einzüge ins Eastern Conference Finale sprechen eine deutliche Sprache. Lange galt Carolina als Mannschaft, die zwar regelmäßig tief in die Playoffs vorstößt, aber den letzten Schritt nicht schafft. Dieser Makel gehört nach dem Triumph gegen die Vegas Golden Knights endgültig der Vergangenheit an.
Der Kern der Meistermannschaft bleibt zusammen
Während viele Stanley Cup-Sieger unmittelbar nach ihrem Erfolg schmerzhafte Abgänge verkraften müssen, steht Carolina vor einem deutlich entspannteren Sommer. Der Großteil der Spieler aus der Meistermannschaft besitzt weiterhin gültige Verträge, weshalb General Manager Eric Tulsky nicht gezwungen ist, das Team grundlegend umzubauen.
Lediglich Torhüter Frederik Andersen sowie Verteidiger Mike Reilly werden aller Voraussicht nach zu Unrestricted Free Agents. Der junge Verteidiger Alexander Nikishin ist ein Restricted Free Agent, wodurch die Hurricanes weiterhin die Kontrolle über seine Zukunft besitzen. Der 24-jährige Russe überzeugte in seiner Rookie-Saison und wurde bereits ins NHL All-Rookie Team gewählt. Insgesamt bedeutet dies, dass Carolina nahezu den kompletten Meisterkader zusammenhalten kann – ein enormer Vorteil gegenüber anderen Titelträgern der vergangenen Jahre.





















