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Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga mit Blick auf die Saison 2026/27 unter die Lupe.

In dieser Ausgabe: Die Analyse der Calgary Flames

Die Calgary Flames konnten mit dem Verlauf der Spielzeit 2025/26 alles andere als zufrieden sein. Sie beendeten die Saison als Tabellenvorletzter der Pacific Division und waren nach Punkten das drittschlechteste Team der Western Conference. Damit verpassten sie zum vierten Mal in Folge die Stanley Cup Playoffs. Der Umbau des Kaders wird die Verantwortlichen für den sportlichen Bereich weiter intensiv beschäftigen. Dabei spricht das Management Trainer Ryan Huska, der am 12. Juni 2023 verpflichtet wurde und in sein viertes Jahr als Headcoach der Flames geht, weiterhin das Vertrauen aus.

Die wichtigsten Veränderungen im Kader

Calgarys namhaftester Neuzugang ist Simon Nemec. Der 22 Jahre alte Verteidiger kam am 23. Juni zusammen mit Stürmer Maxim Tsyplakov im Rahmen eines Trades von den New Jersey Devils nach Alberta. Im Gegenzug erhielten die Devils zwei vorbehaltliche Erstrundenpicks für den NHL Draft 2027 und 2028, ein Zweitrunden-Zugrecht beim NHL Draft 2026 sowie Prospect-Verteidiger Etienne Morin. Nemec einigte sich mit den Flames am 6. Juli auf einen 5-Jahres-Vertrag über 36,250 Millionen Dollar. Der Slowake ist mit einem durchschnittlichen Jahressalär von 7,25 Millionen Dollar Calgarys teuerster Blueliner. Ein weiterer Neuzugang für die Defensive ist Jacob Middleton. Er wurde in einem Trade mit den Minnesota Wild gegen Verteidiger Olli Maatta und Stürmer Blake Coleman eingetauscht.

Die schönsten Tore der Flames in der Saison 2025/26

Schlüsselspieler

In der Defensive werden bei den Flames die Neuzugänge Nemec und Middleton eine tragende Rolle einnehmen. Nemec stellte vergangene Saison mit elf Toren, 15 Assists und 26 Punkten in 68 Partien persönliche Bestwerte auf, und der 30-jährige Middleton bringt seine Erfahrung aus 381 NHL-Spielen für die San Jose Sharks und die Wild mit. In der Offensive erhoffen sich die Flames, dass Jonathan Huberdeau, vollständig genesen von seiner Hüft-OP, rechtzeitig zu Beginn des Trainingslagers zurückkehren wird. Unterstützung soll er im Sturm von Rechtsaußen Matt Coronato (18 Tore, 27 Assists) sowie den Centern Morgan Frost (22 Tore, 21 Assists) und Mikael Backlund (17 Tore, 26 Assists) bekommen. Die drei Angreifer führten 2025/26 die teaminterne Scorerwertung an. Wobei keiner von ihnen die 50-Punkte-Marke erreichen konnte.

CGY@NJD: Backlund baut die Führung aus

Spieler aus dem DACH-Raum

Im Kader der Flames gibt es keinen deutschen, österreichischen oder Schweizer Spieler.

Stärken

Die Flames dürften kommende Saison defensiv noch besser aufgestellt sein als im abgelaufenen Jahr, in dem sie mit 256 Gegentoren auf dem 21. Platz standen und mit einer Penalty-Killing-Quote von 80,4 Prozent sogar Rang 12 belegten. Auch auf der Torhüterposition sind die Flames recht gut besetzt. Stammtorwart Dustin Wolf wies eine Rettungsquote von 89,9 Prozent in 57 Einsätzen (55 Starts) aus. Überboten wurde dieser Wert von Devin Cooley, der in 31 Partien (26 Starts) auf 90,9 Prozent kam.

Dustin Wolf CGY

Verbesserungspotenziale

Bei den Flames gibt es eine Menge an Baustellen, doch eine ist ganz offensichtlich. Von der Offensive muss eindeutig mehr kommen. Die Flames schossen vergangene Saison 208 Tore und damit die wenigsten aller 32 NHL-Teams. Zudem schlossen sie nur 16,2 Prozent ihrer Powerplays mit einem Treffer ab. Die Philadelphia Flyers waren mit 15,7 Prozent Erfolgsquote die einzige Mannschaft, die noch seltener aus Überzahlsituationen einen Nutzen zog. Den Flames konnte man nicht vorwerfen, dass sie zu selten den Abschluss suchten. Mit durchschnittlich 28,1 Schüssen pro Spiel teilten sie sich den 13. Platz mit den Buffalo Sabres und Tampa Bay Lightning, doch ihre Schuss-Effizienz von 9,03 Prozent ließ noch viele Wünsche offen.

Vielversprechende Talente

Ein starkes NHL-Debüt lieferte Schlussmann Arsenii Sergeev am 16. April in der Heimpartie gegen die Los Angeles Kings ab. Beim 3:1-Sieg gelangen ihm 27 Saves, und er kam auf eine Rettungsquote von 96,4 Prozent. Von den zehn Rookies, die Calgary 2025/26 einsetzte, bot Rechtsaußen Matvei Gridin die überzeugendsten Vorstellungen. In 37 Spielen gelangen dem 20-Jährigen 20 Punkte (sechs Tore, 14 Assists). Mit einem Punkteschnitt von 0,54 überbot er sogar jenen von Backlund (0,52) und Frost (0,52). Das Potenzial, sich einen Stammplatz zu erkämpfen, hat ebenso der junge Slowake Samuel Honzek. Dem Linksaußen gelangen zwei Tore und zwei Assists in 18 Spielen der vergangenen Saison.

Sam Honzek injury

Playoff-Chancen

So sehr man es den eishockeybegeisterten Fans im Süden Albertas auch wünschen möchte, die Chancen, dass sie in der kommenden Saison wieder Playoff-Eishockey in der eigenen Arena erleben können, stehen nicht besonders gut. Die Flames müssten schon gehörig über sich hinauswachsen und eine Eigendynamik entwickeln, damit sie einen Platz unter den besten acht Mannschaften der Western Conference belegen.

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