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Die Stanley Cup Playoffs 2026 boten eine Menge packender Momente. NHL.com/de hat die besten zehn von ihnen in einem Feature zusammengestellt.

10 - Buffalo beendet seine Durststrecke

Der Aufschrei der Erleichterung war von Buffalo bis nach Europa zu hören - genauso wie die Euphorie-Welle zu spüren war, die die erste Playoff-Teilnahme seit 2011 losgetreten hatte. 14 Jahre in Folge hatten die Buffalo Sabres die Postseason verpasst und galten teilweise schon als vergifteter Standort, an dem Erfolg nicht möglich sei. Die Mannschaft 2025/26 belehrte diese Stimmen aber eines Besseren und brach den Playoff-Bann. Die Begeisterung darüber war über die Stadtgrenzen hinaus zu spüren und trug die Sabres bis in die Zweite Runde. In der Ersten Runde hatte eine begeisternde Offensive die defensivstarken Boston Bruins nach sechs Spielen geknackt (Serie: 4:2). In der Zweiten Runde war erst in einem alles-entscheidenden Spiel 7 (2:3 n.V.) gegen die Montreal Canadiens Schluss (Serie: 3:4). Buffalo hat die ganze Liga bereichert und vielen Hockey-Fans Spaß gemacht. Von einer Fortsetzung ist in 2026/27 auszugehen.

MTL@BUF, Spiel 7:Dahlin schießt den Puck durch die Hintertür und gleicht im dritten Drittel aus.

9 - Utah feiert ersten Playoff-Sieg

Erstmals überhaupt konnte sich der Utah Mammoth für die Stanley Cup Playoffs qualifizieren. Das Team landete auf dem ersten Wildcard-Platz in der Western Conference und hatte mit dem Gewinner der Pacific Division Vegas Golden Knights direkt in der Ersten Runde einen dicken Brocken aus dem Weg zu räumen. Doch schon in Spiel 2 gelang der erste Sieg der Franchise-Geschichte: MacKenzie Weegar und Dylan Guenther drehten einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Vorsprung. Am Ende erzielte Logan Cooley den historischen Siegtreffer. Utah, das seine zweite NHL-Saison und die erste unter dem neuen Namen „Mammoth“ spielte, macht Lust auf mehr und dürfte nach zwei Playoff-Siegen in 2026 auch 2027 wieder Ansprüche anmelden.

UTA@VGK, GM 5: Carcone schießt den Mammoth in einer 2-auf-1-Situation mit 4:3 in Führung

8 - Montreals Nervenkostüm

Von einer ekstatischen Stimmung im Bell Centre in Montreal zu sprechen ist eine dreiste Untertreibung. Im Wohnzimmer der Canadiens brannte die Hütte in allen acht Playoff-Heimspielen. Kaum eine Fanbase ist so fanatisch wie die in Montreal. Sogar in Kirchen wurden Watch Partys abgehalten. Umso beeindruckender ist, wie nervenstark sich die jungen Canadiens in diesen Playoffs präsentierten: Sowohl in der Ersten Runde gegen den Tampa Bay Lightning (4:3) als auch in der Zweiten Runde gegen die Buffalo Sabres (4:3) setzte sich Montreal in einem nervenaufreibenden Spiel 7 durch. Alex Newhook wurde dabei zum doppelten Game-7-Helden und war das personifizierte Drahtseil für die Canadiens. Erst im Eastern Conference Finale zahlte eine talentierte und begeisterte Mannschaft Lehrgeld und verlor trotz eines Sieges in Spiel 1 am Ende mit 1:4 gegen den späteren Stanley Cup Champion Carolina Hurricanes. Wertvolle Playoff-Erfahrung sammelte Montreal auf jeden Fall. In 2026/27 könnte es heißen: Das Imperium schlägt zurück.

MTL@CAR, ECF, Sp. 5: Caufield nutzt Überzahl zum Treffer

7 - Torfeuerwerk zwischen Colorado und Minnesota

Mit Hochspannung wurde das Duell in der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs zwischen der Colorado Avalanche und den Minnesota Wild erwartet, trafen sich doch zwei absolute Schwergewichte aus der Central Division zu einem heißen Tanz auf kühlem Eis. Was direkt in Spiel 1 dieser Serie passierte, war unerklärbar und mündete in einem beispiellosem Torfeuerwerk: Colorado ging mit 3:0 in Führung, Minnesota kam auf 2:3 heran und drehte später ein 2:4 mit drei unbeantworteten Toren in ein 5:4. Die Antwort der Avalanche hatte es in sich, denn drei Treffer später führte sie mit 7:5. Die Wild kamen noch einmal auf 6:7 heran, doch dann enteilten die Hausherren aus Denver mit zwei weiteren Toren auf 9:6. Unterm Strich gab es 15 (!) Tore zu sehen. Die Fans waren hellauf begeistert - die Trainer wohl eher nicht. Die Best-of-7-Serie entschied am Ende übrigens Colorado mit 4:1 für sich.

MIN@COL, GM 5: Johansson trifft nach noch 34 Sekunden aus dem linken Faceoff-Kreis

6 - Vegas sweept den Top-Favoriten

Die vielleicht größte Überraschung in den gesamten Stanley Cup Playoffs 2026 landeten die Vegas Golden Knights im Western Conference Finale. Gegen den Presidents‘ Trophy-Gewinner Colorado Avalanche waren die Golden Knights eigentlich der Außenseiter. Am Ende aber kegelte Vegas Colorado mit einem Sweep (4:0) aus der Postseason. Der Knackpunkt in dieser Serie war in Spiel 3, als die Avalanche einen 3:0-Vorsprung aus der Hand gab und am Ende mit 3:5 verlor.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den Colorado Avalanche

5 - McNabb kehrt mit 20-30 Stichen zurück

Eishockeyspieler sind aus einem anderen Holz geschnitzt. Ja, auch sie empfinden Schmerz, doch gehen sie einfach anders damit um. Wie schmerzhaft eine Szene in Spiel 2 des Stanley Cup Finals zwischen den Carolina Hurricanes und den Vegas Golden Knights war, als Carolinas Stürmer Nikolaj Ehlers einen Direktschuss mit 140 km/h abfeuerte und dabei Vegas-Verteidiger Brayden McNabb mitten ins Gesicht traf, dürfte die Vorstellung Vieler überschreiten. McNabb verschwand stark blutend in der Kabine und wurde direkt ins Krankenhaus gefahren, wo seine Nase nach eigener Aussage mit 20 bis 30 Stichen genäht wurde. Das Saisonaus? Mitnichten! Schon in Spiel 3 kehrte McNabb mit einem Vollvisier zurück und erntete in den Starting Six stehend auch noch ohrenbetäubenden Jubel von den Golden Knights-Fans in der T-Mobile Arena.

CAR@VGK: Die Hurricanes behalten ihre 3:1-Führung um Haaresbreite

4 - Marner schreibt mit Hattrick Geschichte

Ähnlich laut war es im zweiten Drittel von Spiel 4 des Stanley Cup Finals 2026. Dort gelang Vegas-Superstar Mitch Marner ein lupenreiner Hattrick zum 2:0 (31.), 3:0 (35.) und 4:0 (57.) binnen 6:10 Minuten. Somit war der schnellste Dreierpack in der Geschichte des Stanley Cup Finals perfekt.

CAR@VGK: Marner bezwingt Andersen zum Ausbau der Führung

3 - Aus 4:0 mach 4:4

Ein weiterer Top-Moment passierte genau in diesem Spiel 4 des Stanley Cup Finals. Nach der Mitch-Marner-Show und einem 4:0-Vorsprung der Golden Knights schien der Sieger der Partie schon festzustehen. Doch die vielleicht unvorhersehbarste Final-Serie aller Zeiten bot auch hier nochmal eine überraschende Wendung, denn im dritten Drittel kamen die Hurricanes durch Jordan Martinook (8.), Taylor Hall (8.), Jordan Staal (8.) - die drei Tore binnen 39 Sekunden besorgten - und Andrei Svechnikov (59.) tatsächlich auf 4:4 zurück und zwangen Spiel 4 in die Overtime. Die Spannung war kaum noch zu ertragen. In der zweiten Verlängerung hämmerte Vegas‘ Shea Theodore einen Schlagschuss weit rechts am Tor vorbei, doch der Puck wurde gleich zweimal glücklich abgefälscht und landete zum 5:4 n.2.V. im Tor. Dem Wahnsinn wurde die Krone aufgesetzt.

CAR@VGK: Svechnikov findet den Puck im Gedränge und gleicht aus

2 - Staal und die pure Freude

Carolinas Kapitän Jordan Staal wurde mit der Conn Symthe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs 2026 ausgezeichnet, doch der noch viel schönere Moment war der, in dem der 37-jährige Mittelstürmer von NHL Commissioner Gary Bettman den Stanley Cup in die Hand gedrückt bekam. Diese Momente sind unbezahlbar. Der Blick in die Augen und das Gesicht von Staal erzeugen Gänsehaupt pur. „We did it!“, also „Wir haben es geschafft!“ wiederholte Staal immer wieder. Ein Moment, für die Ewigkeit.

In seinem 14. Jahr bei den Hurricanes wird der Hurricanes-Kapitän Playoff-MVP

1 - Brind’Amours Déjà-vu

Hurricanes-Trainer Rod Brind’Amour erlebte das wahrscheinlich schönste Déjà-vu seines Sportlerlebens: Genau zwei Jahrzehnte nachdem er als aktiver Spieler und Kapitän den Stanley Cup mit Carolina gewonnen hatte, gelingt ihm dieses Kunststück auch als Trainer. Als er den Heiligen Gral des Eishockeys von Andrei Svechnikov in die Hand gedrückt bekam und er ihn umarmte wie einen alten und seit 20 Jahren nicht gesehenen guten Freund, lief es wohl den meisten Zuschauern eiskalt den Rücken herunter. Mindestens genauso schön war ein weiterer Moment in der Hurricanes-Kabine, in der sich Brind’Amour das Hemd vom Leib riss und den Stanley Cup oberkörperfrei und in Begleitung einer Bierdusche noch einmal nach oben stemmte.

Das Beste aus dem Stanley Cup Finale in 21 Übertragungen und 14 Sprachen

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