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Ducks' Gibson hält nichts vom Star-Status

Anaheims Torhüter fokussiert auf das Siegen und das Erreichen der Playoffs

von NHL.com/de @NHLde

NHL.com/de hat sich im Rahmen der European und North American Player Media Tours mit einigen der besten Spieler aus der NHL zu längeren Gesprächen getroffen. Mit diesen Exklusivinterviews werden wir euch im September auf die bevorstehende Saison 2019/20 einstimmen.

In dieser Ausgabe Torhüter John Gibson von den Anaheim Ducks.

Wann hast du damit begonnen aus dem Sommermodus umzuschalten?

Ich denke, das war so um Ende Juli. Wenn der August beginnt, dann weiß man, dass es bald los geht und man sich bereit machen muss zurückzukommen. Ich versuche immer Mitte August nach Anaheim zurückzukehren, mit den Jungs Schlittschuh zu laufen und das Ganze. Dann fühle ich, dass es ernst wird, weil ich weiß, dass das Trainingscamp nur noch einen Monat oder so entfernt liegt.

Wie viel Begeisterung ist in Anaheim für das Neue vorhanden, wenn die Saison startet?

Wenn man aus einer Saison kommt, wie wir sie hatten, dann müssen Veränderungen passieren. Mit dem Neustart werden wir dieses Jahr mehr junge Leute in unserem Team haben. Dallas (Eakins) als Trainer zu haben und dass er sie bereits trainiert hat, egal, ob es für ein oder zwei Jahre war, wird ihnen helfen, sich leichter umzustellen und sich wohl zu fühlen. Sie haben bereits eine Beziehung zu ihm, das ist besser als wenn ein neuer Trainer gekommen wäre. 

Es wurde ein Spiel von jungen Männern und jetzt folgt dein Team diesem Trend ...

Das ist der Weg, wo es hingeht. Unter Berücksichtigung dessen, dass wir Spieler abgegeben haben und in welcher Richtung wir uns bewegen, können diese Jungs in diesem Jahr zeigen, was sie schon bewiesen haben als sie letztes Jahr die Chance bekamen, nämlich dass sie spielen können. Jetzt können sie das über eine volle Saison mit 82 Spielen beweisen; Sie können in die Fußstapfen von einigen Jungs treten, die wir verloren oder abgegeben haben. 

Video: ANA@MIN: Gibson holt den Puck von der Linie

Geht es nur um den Austausch von Personen oder um die Erneuerung der Identität?

Natürlich, wenn man Jungs wie (Corey) Perry verliert, der so lange bei uns war und ein Idol ist, weil er so viel für diese Stadt und die Organisation getan hat, dann kann man nicht einfach sagen, 'Wir wollen, dass dieser Junge Corey Perry ersetzt.' Ich denke, jeder sollte sein eigenes Spiel einbringen und seinen Platz so gut wie möglich ausfüllen können. Vielleicht wird er besser sein, man weiß es nie. Es liegt an diesen Jungs reinzukommen und zu beweisen, dass sie dorthin gehören und eine Saison mit 82 Spielen stemmen und produktiv sein können. 

Welchen Einfluss hat ein neuer Trainer oder dessen Philosophie auf den Torhüter?

Es hängt sehr viel vom System des Trainers ab. Es könnte etwas defensiver sein oder ein bisschen offensiver. Wir haben das noch nicht erörtert, worauf es hinausläuft, also kann ich das direkt nicht richtig beurteilen. Aber es spielt natürlich eine Rolle, weil es immer darum geht daraus zu lernen. Jeder spielt anders, egal ob verhalten oder mit Forechecking, es sind so viele Elemente, die dabei mitspielen. Es ist immer definitiv eine Anpassung notwendig. 

Was hast du bisher wahrgenommen, was sich unterscheiden wird?

Ich denke, dass wir eine neue Energie im Team haben werden. Natürlich haben wir eine neue Trainingshalle. Es gibt viele neue Leute rund um die Mannschaft. Wir haben mehr Personal im medizinischen Bereich und bei den Trainern -- alles sieht neuer aus und es ist ein neuer Start. Die Leute werden das als Sprungbrett nutzen, nach dem Motto 'OK, vergiss letztes Jahr, es beginnt dieses Jahr alles neu.' 

 

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Was war dein Schwerpunkt in diesem Sommer, auf und abseits des Eises?

Ich habe definitiv eine mentale Pause benötigt. Ich spielte viele Partien zu jener Zeit, als wir viele verloren; es war mehr eine mentale Müdigkeit als eine physische. Es ging vor allem darum, die Batterien neu aufzuladen und für dieses Jahr bereit zu werden. Ich wollte sicher gehen, so gesund wie möglich zu sein. Ich möchte um die 60 Spiele bestreiten und hoffentlich kann ich das erreichen. 

Wie bist du auf diese Zahl gekommen?

Ich habe immer davon gesprochen. Ich hatte vor einigen Jahren Verletzungen und letztes Jahr kam ich an einen Punkt, an dem es keine Rolle spielte, aber ich fühle, dass es eine Marke ist, die ich meistern und dabei erfolgreich sein kann, um es in die Playoffs mitzunehmen. 

Tuukka Rask sagte, dass es wichtig wäre, weniger Spiele zu absolvieren, als er sie bisher in der regulären Saison hatte, um frisch für die Playoffs zu sein. Ist da was dran?

Jeder ist anders und davon hängt es ab ... ich meine, dass man 60 Spiele absolvieren und vielleicht 22 Schüsse pro Spiel nehmen kann. Oder man bestreitet 50, 55 Spiele und es läuft anders. Ich habe mal gesehen, dass Devan Dubnyk mehr Spiele als Carey Price hatte, doch Carey Price hatte mehr Minuten -- es gibt so viele Faktoren, die da reinspielen. Ein wichtiger Ansatz ist es, auf deinen Körper zu hören. Wenn du dich gut fühlst, dann solltest du spielen und erfolgreich sein.

Inwieweit bist du der Meinung, dass harte Zeiten Perspektiven schärfen können?

Ich habe letzte Saison mit einigen Jungs wie Ryan Kesler gesprochen und er meinte, er sei jetzt schon so lange in der Liga und er hätte das noch nicht erlebt, was wir durchgemacht haben, indem wir 19 von 21 Spiele verloren. Meistens lief es im letzten Jahr miserabel. Wir waren frustriert und hatten keinen Spaß mehr ins Training oder zum Spiel zu gehen. Zurückblickend haben wir es durchgestanden und wir wollen daraus lernen, dass etwas Vergleichbares nicht mehr passiert. Es war ein schlimmes Erlebnis.

Ist das wirklich die Lektion? 

Die Lektion ist, wie bei allem, was in Bewegung ist, wie schlecht wir für einen Zeitraum von zwei Monaten waren. Wenn man darauf zurückblickt, dann wird man in Zukunft alles dafür tun, dass es nie mehr passieren wird. 

Bist du ein Star-Torhüter in dieser Liga?

Das hoffe ich doch. 

Ist das ein Ziel für dich?

Ich werde sehr viel über Wahrnehmung und solche Dinge befragt, wenn es um Anaheim geht. Dann sage ich immer, dass ich es liebe in Anaheim zu sein. Ich bin nicht derjenige, der will, dass die Leute überall wissen, wer man ist. Ist es großartig? Ja. Aber brauche ich es? Nein. Ich gehe raus, spiele mein Spiel und beweise, dass ich einer der Besten von den Besten in der Liga sein kann. 

Wie misst du dann Erfolg?

Der einfachste Weg mit Siegen und erfolgreich zu sein. Daran wächst jeder und das sollte der Standard sein: man muss gewinnen. Das muss der Anspruch sein, um sicherzustellen, dass man in jedem einzelnen Spiel sein Bestes gibt. Ich denke, wenn man das macht, dann
gewinnt man hoffentlich.   

 

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Wie ist es ein Torhüter zu sein, wenn die Offensive in der Liga einen größeren Stellenwert bekommt?

Es ist schwierig, aber man muss trotzdem einfach nur spielen. Man kann nicht darüber grübeln, ob man das oder das ändern oder das nicht tut -- wenn man sich darauf einlässt, dann verunsichern diese Störfeuer alles um einen herum nur. Man muss sich darauf fokussieren, rauszugehen und das beste Spiel abzuliefern, das man kann. 

Lässt es sich auf einen großartigen Gegentorschnitt und eine hervorragende Fangquote herunterbrechen?

Es sieht so aus, als ob sich das etwas ändert, aber ich weiß es nicht wirklich. Man muss abwarten, wohin die Richtung geht, wenn sie mehr ändern oder nicht. Das Spiel unterliegt stetig einem Wandel, in die eine, wie in die andere Richtung. Wenn du mir diese Frage in zwei oder drei Jahren stellst, dann beantworte ich sie vielleicht ganz anders, man weiß es nie.

Wie wichtig ist die Beziehung zwischen dem Starter und dem Backup-Torhüter?

Es ist dasselbe wie die Beziehung zu jedem anderen in der Mannschaft. Man muss sich gegenseitig unterstützen. Verteidiger, Stürmer, Reihenkollegen, es macht keinen Unterschied. Jeder muss sich auf die anderen einlassen. Man muss sich gegenseitig unterstützen und sich gegenseitig pushen. Die Stürmer wollen alle in die erste Reihe und die Topspieler dort bleiben.

Video: PIT@ANA: Gibson beraubt Rust mit großartigem Save

Hat der Erfolg von Teams in weniger traditionellen Standorten dazu geführt, dass es sich verändert hat, an einem solchen zu spielen?

Egal, wo man ist, wenn man gewinnt, dann unterstützen einen die Fans und kommen in Scharen. Man muss ihnen nur einen Grund dafür liefern. Ich denke, dass größere Märkte helfen, aber wir haben fünf Jahre in Folge die Playoffs erreicht, und waren jedes einzelne Playoff-Spiel ausverkauft. Das war eine coole Erfahrung.

Führt der Erfolg der Blues dazu, dass mehr Mannschaften denken, 'warum nicht wir'?

Ich denke, dass die meisten Leute nicht damit gerechnet haben, dass es soweit kommen wird, also hat das zwei Seiten. Aber ja, das glaube ich schon. Es zeigt einfach nur, dass man in die Playoffs kommen muss und dann alles erreichen kann, egal, ob man als Erster oder als Achter reinkommt. 

Was sind realistische Erwartungen für die kommende Saison?

Die Playoffs zu erreichen. Es ist vielleicht ein Klischee und du hast es vielleicht schon gehört, aber wenn letztes Jahr nicht bewiesen hat, dass in den Playoffs alles passieren kann, dann weiß ich auch nicht. 

Wie sieht es mit dir persönlich aus?

Mein Ziel ist es nur die Playoffs zu erreichen. Ich will meinen Teil dazu beitragen, dass die Mannschaft in die Playoffs kommt, aber wenn du nach einem persönlichen Ziel fragst, dann wäre es an der Zeit für eine Vezina [Trophy].

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