Mike Sullivan Rangers

Während sich die New York Rangers auf eine umfassende personelle Neuausrichtung einstellen, bleibt die zentrale Botschaft von Trainer Mike Sullivan klar und konsequent. Ungeachtet sportlicher Rückschläge, wachsender Unruhe im Umfeld und bevorstehender Kaderentscheidungen setzt der Coach auf innere Haltung und tägliche Professionalität.

„Die Botschaft ist, dass wir das kontrollieren wollen, was in unserer Macht liegt. Das sind unser Einsatz, unsere Einstellung und unsere Absichten, wenn wir aufs Eis gehen“, sagte Sullivan vor dem Spiel gegen die Philadelphia Flyers am Samstag.

Dabei spart der Trainer die Realität nicht aus. „Die Realität ist, dass wir nicht dort sind, wo wir sein wollen, nicht dort, wo wir gehofft haben zu sein. Und das ist die geschäftliche Seite dieses Sports“, erklärte Sullivan offen. Dennoch sei es entscheidend, sich nicht von äußeren Umständen leiten zu lassen. „Als Spieler und als Trainer ist es unsere Aufgabe, das zu kontrollieren, was wir kontrollieren können. Wir bleiben im Moment, wir versuchen, jedes Spiel zu gewinnen, das vor uns liegt, und wir wollen das Spiel mit Stolz spielen“, so der 55-Jährige.

Diese Worte erhielten zusätzliches Gewicht durch den offenen Brief von General Manager Chris Drury an die Fans, in dem er am, Freitag eine Neuausrichtung des Kaders ankündigte (wir berichteten). Für Sullivan ist dieser Schritt eine logische Folge sportlicher Stagnation. „Es ist eigentlich gesunder Menschenverstand zu sagen, dass Veränderungen im Profisport unvermeidlich sind, wenn man die Erwartungen nicht erfüllt oder keinen Erfolg hat“, sagte der Trainer. Die Mannschaft wisse sehr genau, was das bedeute. „Wir sind alle Menschen. Wir verstehen das Geschäft. Wir verstehen das Spiel“, ergänzte er.

Besonders deutlich zeigt sich der Umbruch am Beispiel von Artemi Panarin. Der Führungsspieler wurde darüber informiert, dass es keinen neuen Vertrag geben wird und stattdessen gemeinsam nach einer Lösung gesucht werden soll, die ihm noch in dieser Saison eine Titelchance ermöglicht. Für Sullivan ist auch das Ausdruck eines natürlichen Entwicklungsprozesses. „Teams durchlaufen Zyklen – abhängig davon, wo ihre Schlüsselspieler in ihrer Karriere stehen und wo man sie in Zukunft sieht“, erklärte er. „Das ist nicht einfach. Es ist eine extrem ausgeglichene, wettbewerbsintensive Liga.“

Trotz aller Ungewissheit sieht sich Sullivan selbst fest als Teil dieses Weges. „Ich verstehe diesen Prozess“, betonte er. „Was ich sagen kann: Ich bin voll dabei, dieser Organisation zu helfen, sich weiterzuentwickeln.“ Die Zusammenarbeit mit Drury beschreibt er als offen und vertrauensvoll. Sein persönlicher Anspruch bleibt dabei unverändert: „Ich werde alles tun, was in meiner Macht steht, um dieses Team voranzubringen, das zu kontrollieren, was ich kontrollieren kann, und der bestmögliche Trainer für diese Organisation zu sein.“

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