peterka dahlin seider

Heute in einem Monat starten die Stanley Cup Playoffs 2026. NHL.com/de wirft schon jetzt einen ersten Blick voraus auf das, was Eishockey-Fans in Kürze erwarten könnte.

Neue Teilnehmer und ein NHL-Rekord?

Das Teilnehmerfeld für die Stanley Cup Playoffs 2026 könnte Stand heute ganz anders aussehen als im Jahr zuvor: Mit den Buffalo Sabres, Pittsburgh Penguins, New York Islanders, Detroit Red Wings und Boston Bruins in der Eastern Conference sowie mit den Anaheim Ducks, Utah Mammoth und Seattle Kraken in der Western Conference stehen aktuell acht Teams auf einem Playoff-Platz, die sich im Jahr zuvor nicht qualifizieren konnten. Bliebe es dabei, wäre dies ein neuer NHL-Rekord. Bislang waren sieben ausgetauschte Mannschaften der Höchstwert (zuletzt erreicht in den Saisons 2020/21, 2017/18, 2016/17 und 2014/15).

Mit den Columbus Blue Jackets im Osten sowie den San Jose Sharks und den Nashville Predators im Westen lauern drei weitere Teams in Schlagdistanz auf eine Rückkehr in die Postseason, die im Jahr zuvor noch nicht vertreten waren.

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Jahrelange Durststrecken vor dem Ende

Vier Klubs warten schon über ein halbes Jahrzehnt auf eine Playoff-Teilnahme und sind allesamt auf Kurs, ihre langen Durststrecken zu beenden. Die Buffalo Sabres (zuletzt 2010/11) haben die Endrunde 14 Spielzeiten in Folge verpasst. Der aktuelle Spitzenreiter der Atlantic Division könnte den längsten Fluch der NHL-Geschichte brechen.

Die Detroit Red Wings (zuletzt 2015/16) verpassten die Playoffs neun Jahre, die Anaheim Ducks (zuletzt 2017/18) sieben Jahren und die San Jose Sharks (zuletzt 2018/19) sechs Jahre in Folge. Sie alle haben beste Chancen, ihren Playoff-Durst zu stillen.

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Negative Überraschungen wahrscheinlich

Die Kehrseite der Medaille ist, dass Playoff-Stammgäste den Cut in der laufenden Saison wohl nicht schaffen werden. Das prominenteste Beispiel sind die Toronto Maple Leafs, die die längste aktive Serie an Playoff-Qualifikationen vorweisen können: Nach neun Jahren droht den Maple Leafs nun das Aus nach der regulären Saison. Die Verletzung von Auston Matthews (Innenbandriss, Saisonaus) könnte der Sargnagel gewesen sein. Toronto hat zwölf Punkte Rückstand auf einen Playoff-Rang.

Mit den Florida Panthers steht der amtierende Stanley Cup Champion schon vor dem Beginn der Playoffs vor der Entthronung. Der Back-to-Back-Meister hat 13 Punkte Rückstand auf einen Playoff-Platz und droht die Postseason nach sechs erfolgreichen Qualifikationen in Folge zu verpassen.

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Vor einem überraschenden Aus stehen übrigens auch die Los Angeles Kings (vier Jahre in Folge) und der amtierende Presidents‘-Trophy-Gewinner Winnipeg Jets (drei Jahre in Folge).

Überraschend nicht dabei wären Stand heute auch die Ottawa Senators (fünf Punkte Rückstand), Washington Capitals (acht Punkte Rückstand), New Jersey Devils (zwölf Punkte Rückstand) und New York Rangers (18 Punkte Rückstand).

Spannende Duelle in der Ersten Runde möglich

Würden die Stanley Cup Playoffs schon heute und nicht erst in einem Monat starten, so gäbe es hochspannende Duelle in der Ersten Runde.

In der Eastern Conference würden sich mit den Buffalo Sabres und den Detroit Red Wings die beiden Mannschaften mit der größten Playoff-Sehnsucht direkt gegenüberstehen. Für den deutschen Moritz Seider wäre es die Premiere in den Stanley Cup Playoffs.

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Der Tampa Bay Lightning und der Schweizer Verteidiger J.J. Moser bekämen es mit den Montreal Canadiens zu tun - eine ganz besondere Paarung für Montreals Trainer Martin St. Louis, der in Quebec geboren wurde, aber zwischen 2000 und 2014 das Trikot des Lightning trug und in Tampa zum Kult-Spieler und Kapitän reifte.

Die Carolina Hurricanes würden auf die Boston Bruins mit ihrem deutschen Trainer Marco Sturm treffen. Schon in den Playoffs 2022 standen sich beide in der Ersten Runde gegenüber und gingen über die volle Distanz von sieben Spielen - mit dem besseren Ende für die Hurricanes.

Außerdem stünden sich mit den Pittsburgh Penguins und den New York Islanders zwei Überraschungsteams und Playoff-Rückkehrer gegenüber.

In der Western Conference käme es zur Neuauflage der Erstrunden-Serie von 2023 zwischen der Colorado Avalanche und dem Seattle Kraken. Schon damals war die Avalanche der turmhohe Favorit, doch der deutsche Kraken-Torwart Philipp Grubauer spielte gegen seinen Ex-Klub ganz groß auf und stahl die Serie in sieben Spielen. Wiederholt sich die Geschichte oder gelingt Colorado drei Jahre später die Revanche?

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Mit den Dallas Stars und den Minnesota Wild würden zwei Schwergewichte schon in der Ersten Runde aufeinandertreffen. Beide zählen zum Kreis der ultimativen Favoriten auf den Stanley Cup und zählen in der gesamten NHL zu den Top-5-Teams. Der Schweizer Verteidiger Lian Bichsel (Dallas) würde den deutschen Center Nico Sturm (Minnesota) gegenüberstehen.

Die Anaheim Ducks würden bei ihrer Playoff-Rückkehr auf einen Playoff-Neuling treffen: Der Utah Mammoth nämlich würde sich zum ersten Mal in seiner Franchise-Geschichte für die Stanley Cup Playoffs qualifizieren. Auch Utahs Flügelflitzer JJ Peterka wäre erstmals in seiner Karriere in den Playoffs gefordert.

Edmonton Oilers gegen Vegas Golden Knights wäre eine Neuauflage aus der Zweiten Runde der Playoffs 2025. Damals gewann Leon Draisaitl und seine Oilers recht deutlich mit 4:1. Die Golden Knights haben also noch eine Rechnung offen. Bei Edmonton würde der deutsche Olympia-Fahrer Josh Samanski sein Playoff-Debüt geben, bei Vegas hofft der Schweizer Goalie Akira Schmid auf Einsätze.

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