Die Formkurve der Oilers zeigt nach unten. In den vergangenen beiden Jahren scheiterten die Oilers erst im Finale um den Stanley Cup an den Florida Panthers. Nun sind sie bereits in der Ersten Runde ausgeschieden. Dabei ist es das große Ziel von Draisaitl und der Organisation, endlich eine Meisterschaft zu gewinnen. „Das bereitet mir Sorgen“, gibt er zu, als er auf die Situation angesprochen wird. Eine erfolgreiche Mannschaft müsse auch in schwierigen Phasen „ruhig und sicher bleiben. Das haben wir in diesem Jahr nicht geschafft. Das hat sich jetzt bereits in der Ersten Runde gezeigt.“
Draisaitl führt fort: „Ich bin besorgt, weil wir uns nicht in die richtige Richtung entwickeln. Wir haben einen großen Rückschritt gemacht. Wir müssen das in den Griff bekommen und wieder in die richtige Richtung gehen.“ Die Oilers haben mit Draisaitl und Connor McDavid zwei der besten Spieler der Welt in ihren Reihen. Doch speziell in dieser Saison schien es so, als würde es der Mannschaft an Tiefe fehlen.
2024 hatten die Oilers „die beste Mannschaft“
Draisaitl erklärt, was eine erfolgreiche Mannschaft ausmacht: „Als wir das bislang beste Team hatten, nämlich im Jahr 2024, hat jeder eine wichtige Rolle gespielt. Das ist die beste Mannschaft gewesen, die wir je hatten. Jeder hat so eine wichtige Rolle gespielt. Und das brauchst du, um zu gewinnen. Natürlich müssen Spieler wie Connor, Bouchard und ich den Unterschied ausmachen, wenn es darauf ankommt. Wir müssen im Alltag den Ton angeben und Führung übernehmen. Aber am Ende des Tages sind wir kein Dreier-Team oder Vierer-Team. Jeder muss wichtig sein und auch wichtig sein wollen. Ich denke, das ist etwas, was wir uns nächste Saison vornehmen sollten.“
Auch für Draisaitl selbst verliefen die vergangenen Wochen nicht ideal. Er fiel verletzungsbedingt etwa einen Monat aus, ehe er sich für die Playoffs zurückmeldete. Der Kölner gibt allerdings zu, dass ihn die Verletzung weiter beeinträchtigte. „Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich den Schwung hatte, den ich gerne gehabt hätte oder normalerweise habe. Es fühlte sich gut genug an, um in einigen Situationen etwas zu bewirken. Aber sicherlich nicht zu 100 Prozent.“
Dabei kann sich Draisaitl eigentlich die geringsten Vorwürfe machen. Mit 10 Punkten (3 Tore, 7 Assists) war er in den Playoffs der Top-Scorer seiner Mannschaft. Allerdings nennt er auch Defizite in seinem Spiel: „Ich war in der gesamten Saison mit meiner Defensivleistung nicht zufrieden.“